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Renovieren & Bauen

Korkfußboden verlegen: Der ultimative DIY-Guide

Du möchtest einen Korkboden verlegen und suchst nach einer ausführlichen Anleitung? In diesem Guide erfährst Du alles, was Du für ein professionelles Endergebnis wissen musst – von der Vorbereitung bis zur finalen Versiegelung.

Die großen Vorteile von Korkfußboden

Bevor Du mit dem Verlegen Deines Korkbodens beginnst, lohnt sich ein Blick auf seine besonderen Eigenschaften. Ein Korkfußboden wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt und überzeugt durch zahlreiche Vorteile. Dank seiner natürlichen Struktur ist Kork nicht nur angenehm zu begehen, sondern auch langlebig, nachhaltig und vielseitig einsetzbar.

Natürliche Wärmedämmung

Ein Korkboden besitzt hervorragende wärmedämmende Eigenschaften. Seine Zellstruktur besteht aus Millionen luftgefüllter Kammern, die wie natürliche Isolatoren wirken. Diese Luftpolster reduzieren den Wärmeverlust, da Kork eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt. Dadurch fühlt sich der Boden selbst barfuß angenehm warm an und kann gleichzeitig zur Energieeffizienz eines Raumes beitragen.

Hervorragende Trittschalldämmung

Ein weiterer Vorteil von Korkfußboden ist seine ausgezeichnete Trittschalldämmung. Die elastische Struktur des Materials wirkt wie eine natürliche Schalldämmung und kann den Schall im Raum um bis zu 53 Prozent reduzieren. Das sorgt für ein ruhigeres Wohngefühl und verbessert die Raumakustik.

Gelenkschonende Eigenschaften

Kork zeichnet sich durch seine hohe Elastizität aus. Dadurch werden die beim Gehen entstehenden Auftrittskräfte spürbar abgefedert. Ein Korkboden entlastet Gelenke und Rücken und sorgt gleichzeitig für ein angenehmes Laufgefühl sowie mehr Bewegungskomfort im Alltag.

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Ein Korkboden ist ein besonders nachhaltiger Bodenbelag. Für die Gewinnung des Korks wird die Rinde der Korkeiche geschält, ohne den Baum zu fällen. Die Bäume bleiben dabei unbeschädigt und können bis zu 200 Jahre alt werden. Der Erhalt der Korkeichenwälder leistet zudem einen wichtigen Beitrag für die Umwelt, da sie unter anderem den Wasserhaushalt regulieren und zum Erhalt des regionalen Klimas beitragen.

Antiallergische Eigenschaften

Viele Korkböden sind mit einer antistatischen Versiegelung ausgestattet. Diese reduziert die Staubbelastung in der Raumluft und kann so zu einem angenehmeren Wohnklima beitragen – ein Vorteil insbesondere für Allergiker.

So bereitest du den Untergrund für die Verlegung vor

Da Korkboden sowohl schwimmend mit einem Click-System als auch durch vollflächiges Verkleben verlegt werden kann, eignet er sich für viele unterschiedliche Untergründe. Weiche Bodenbeläge wie Teppichboden müssen vor dem Verlegen des Korkbodens jedoch vollständig entfernt werden.

Entscheidend ist, dass Du die Beschaffenheit des Untergrunds sorgfältig prüfst. Welche Anforderungen der Untergrund für Korkboden erfüllen muss, erläutern wir im nächsten Abschnitt genauer.

Beim Verkleben von Korkboden ist ein geeigneter Untergrund besonders wichtig. In der Regel sollte die Fläche vor der Verlegung gespachtelt werden, damit ein gleichmäßiger und saugfähiger Untergrund entsteht.

Ist der Untergrund mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, muss diese vor dem Verlegen des Korkbodens vollständig ausgeschaltet werden. Sie darf die Temperatur des Bodens während der Verlegung nicht mehr beeinflussen. Frühestens 24 Stunden nach der vollständigen Verlegung kann die Fußbodenheizung wieder eingeschaltet werden. Beachte dabei unbedingt die Angaben des Herstellers.

Untergrund für Korkboden prüfen

Was ist bei der Beschaffenheit des Untergrunds zu beachten? Bevor Du den Korkboden verlegst, muss der Untergrund eben, trocken, tragfähig und druckfest sein.

Unebenheiten im Untergrund erkennen

„Eben“ bedeutet, dass der Boden keine Wellen oder größeren Höhenunterschiede aufweisen darf. Prüfe den Untergrund dafür mit einer Wasserwaage oder einem Richtscheit. Weist der Boden auf einer Länge von zwei Metern Höhenunterschiede von mindestens drei Millimetern auf, muss der Untergrund ausgeglichen werden.

Für die Begradigung wird eine geeignete Ausgleichsmasse gemäß den Herstellerangaben aufgetragen. Besonders bei häufig verwendeten Zementestrichen solltest Du sorgfältig auf Unebenheiten achten.

Beachte, dass nach dem Auftragen der Ausgleichsmasse die vorgeschriebene Trockenzeit vollständig eingehalten werden muss.

Dampfsperre und Trittschalldämmung verlegen

Muss oder soll vor dem Korkboden eine Dampfsperre oder Trittschalldämmung verlegt werden, kann diese ebenfalls Unebenheiten von bis zu 1,5 Millimetern ausgleichen.

Untergrund auf Feuchtigkeit prüfen

Der Boden darf weder feucht sein noch später Feuchtigkeit abgeben. Deshalb wird in vielen Fällen eine Dampfsperre unter dem Korkboden verwendet. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund in den Bodenbelag eindringt.

Bist Du Dir nicht sicher, ob der Untergrund Feuchtigkeit enthält, kannst Du einen einfachen Test durchführen: Decke eine Fläche des Bodens mit PE-Folie ab und klebe die Ränder luftdicht fest. Prüfe nach 24 Stunden, ob sich Kondenswasser an der Folie gebildet hat oder ob sich der Boden feucht anfühlt.

Untergrund vor dem Verlegen gründlich reinigen

Wenn Du alte Bodenbeläge entfernst, bleiben häufig Klebereste auf dem Untergrund zurück. Diese müssen vor dem Verlegen des Korkbodens vollständig entfernt werden. Dafür kannst Du je nach Beschaffenheit des Klebers einen Heißluftföhn, Kleberentferner, Schleifpapier oder ein Schleifgerät verwenden.

Vor jeder Verlegung muss der Untergrund sauber und frei von losen Bestandteilen sein. Sauge den Boden deshalb gründlich ab, damit weder Staub noch Schmutz zurückbleiben. Das ist besonders wichtig, wenn der Bodenbelag vollflächig verklebt werden soll.

Beim Verkleben von Korkboden muss der Untergrund sauber, staubfrei und fettfrei sein, damit der Klebstoff zuverlässig haften kann.

Materialliste: Das benötigst du an Werkzeug und Materialien

Die Grundausstattung

Unabhängig davon, ob Du den Korkboden schwimmend verlegen oder vollflächig verkleben möchtest, benötigst Du eine passende Grundausstattung. Folgende Werkzeuge und Materialien solltest Du bereithalten:

  • Zollstock, Winkelmesser und Bleistift
  • Stichsäge, Handsäge oder Laminatschneider
  • Abstandskeile oder Distanzband
  • Gummihammer
  • Knieschoner
  • gegebenenfalls eine Dampfbremse oder Trittschalldämmung
  • gegebenenfalls Dichtband für die Dampfsperre
  • gegebenenfalls Acryl-Dichtstoff bei Stahlzargen

Zusätzliches Werkzeug zum Verkleben von Korkboden

Wenn Du den Korkboden verkleben möchtest, benötigst Du außerdem:

  • Zahnspachtel
  • geeigneten Korkklebstoff
  • Andruckrolle

Trittschalldämmung und Dampfsperre unter Korkboden

Eine Trittschalldämmung und Dampfsperre kannst Du je nach Untergrund und Raumsituation sowohl miteinander kombinieren als auch einzeln unter dem Korkboden verlegen.

Ob Du eine Trittschalldämmung unter dem Korkboden verwendest, kannst Du nach Deinem persönlichen Empfinden entscheiden. Besonders häufig kommt sie in Mehrfamilienhäusern zum Einsatz, da sie Geh- und Trittschall reduziert. Ideal eignet sich in diesem Fall Rollenkork als Trittschalldämmung.

Es gibt allerdings auch Bodenbeläge, bei denen die Dämmung bereits in den Bodenaufbau integriert ist. Die Korkböden von Amorim verfügen beispielsweise schon über eine Trittschalldämmung im Schichtsystem, sodass keine zusätzliche Dämmunterlage erforderlich ist.

Eine Dampfsperre unter Korkboden ist hingegen nicht in jedem Fall notwendig. Auf mineralischen Untergründen sollte sie jedoch immer verwendet werden. Bei einer Fußbodenheizung empfiehlt sich statt einer Dampfsperre eine Dampfbremse, damit die Effizienz der Heizung nicht beeinträchtigt wird.

Die Verlegearten von Korkboden im Überblick

Ein Korkboden kann grundsätzlich auf zwei Arten verlegt werden: schwimmend mit Klicksystem oder vollflächig verklebt. Beide Verlegearten bieten unterschiedliche Vorteile und eignen sich je nach Einsatzbereich und persönlichen Anforderungen.

Korkboden schwimmend verlegen (Klicksystem)

Im Vergleich zum Verkleben ist das schwimmende Verlegen von Korkboden dank des Klicksystems deutlich einfacher. Sowohl die Verlegung selbst als auch spätere Reparaturen lassen sich unkompliziert durchführen. Sollte der Boden einmal beschädigt werden, können einzelne Elemente einfach ausgetauscht werden.

Abgesehen von der notwendigen Akklimatisierung des Korkbodens entfallen Trocken- oder Wartezeiten. Dadurch lässt sich ein Klick-Korkboden besonders schnell verlegen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Klicksystem kein Bodenbelagskleber benötigt wird. Dadurch ist diese Verlegeart in der Regel kostengünstiger.

Gerade für Heimwerker ist das schwimmende Verlegen von Korkboden daher besonders empfehlenswert und erfreut sich großer Beliebtheit.

Korkboden vollflächig verkleben

Das vollflächige Verkleben von Korkboden sorgt für eine besonders hohe Stabilität und eine lange Haltbarkeit. Im Vergleich zum Klicksystem entstehen zudem leisere Trittgeräusche, da zwischen Untergrund und Bodenbelag kein Hohlraum vorhanden ist. Dadurch können – bei fachgerechter Verklebung – Knarren oder ähnliche Geräusche vermieden werden.

Ein weiterer Vorteil eines verklebten Korkbodens zeigt sich bei einer Fußbodenheizung. Da der Bodenbelag vollflächig mit dem Untergrund verbunden ist, wird die Wärme effizienter übertragen und die Heizleistung optimal genutzt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verlegen von Korkboden

Unabhängig davon, ob Du den Korkboden verkleben oder als Klick-Korkboden schwimmend verlegen möchtest, zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Deinen effizienten und umweltfreundlichen Korkboden fachgerecht einbaust.

Vor Beginn der Verlegung ist es wichtig, einen grundlegenden Begriff zu kennen: Die Verbindungselemente an den einzelnen Dielen, die wie Puzzleteile ineinandergreifen, werden Federn genannt.

Besonders wichtig sind außerdem die Dehnungsfugen beim Verlegen von Korkboden. Damit ist der Abstand zwischen Wand und Bodenbelag gemeint, der notwendig ist, weil sich der Korkboden ausdehnen kann. Die Dehnungsfuge wird später durch die Fußleisten abgedeckt und mithilfe von Distanzband oder Abstandskeilen gleichmäßig eingehalten.

Schritt 1: Vorbereitung

Beginne damit, die Dampfsperre unter dem Korkboden auszulegen. Verlege die einzelnen Bahnen parallel zueinander und lasse sie etwa 10 cm überlappen. Anschließend werden die Bahnen mit dem vorhandenen Klebestreifen miteinander verbunden. An den Wänden klappst Du die Dampfsperre etwa 5 cm nach oben.

Hast Du Dich für eine Trittschalldämmung unter dem Korkboden entschieden, wird diese im nächsten Schritt gemäß den Herstellerangaben auf dem Boden ausgelegt.

Um die Unterlage sicher zu befestigen, benötigst Du ein Dichtband. Bringe es an allen Seiten des Raumes an und drücke es sorgfältig in die Ecken. Ziehe den Klebestreifen dabei langsam ab. In den Raumecken schneidest Du das Dichtband leicht ein, damit es sauber und faltenfrei anliegen kann.

Wenn Du ein Distanzband für die Dehnungsfuge verwendest, klebst Du es an die beiden aneinandergrenzenden Wände, an denen Du mit dem Verlegen des Korkbodens beginnen möchtest.

Bevor Du mit dem Verlegen des Korkbodens beginnst, muss sich der Bodenbelag zunächst an das Raumklima gewöhnen. Lass die ungeöffneten Verpackungen dafür 48 Stunden im vorgesehenen Raum liegen. Dieser Vorgang wird als Akklimatisierung des Korkbodens bezeichnet.

Dabei solltest Du Folgendes beachten:

  • Staple nicht mehr als drei Kartons übereinander und halte zwischen den einzelnen Stapeln einen Abstand von 15 cm ein.
  • Die Raumtemperatur sollte zwischen 18 °C und 28 °C liegen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte 35 % bis 65 % betragen.
  • Nimm die Korkfliesen oder Dielen erst aus der Verpackung, wenn Du mit dem Verlegen beginnst.

Schritt 2: Korkboden schwimmend verlegen

Beim schwimmenden Verlegen von Korkboden sägst Du zunächst an der Wandseite die Feder der ersten Dielenreihe ab.

Prüfe vorab die Raummaße und stelle sicher, dass keine der Dielenreihen auf eine Breite von weniger als 5 cm zugeschnitten werden muss. Sollte die letzte Reihe schmaler als 5 cm ausfallen, sägst Du bereits bei der ersten Dielenreihe entsprechend mehr ab.

Legst Du die Diele an der Wand an und stellst Unebenheiten fest, musst Du diese beim Zuschneiden der ersten Dielenreihe berücksichtigen. Miss den Wandverlauf sorgfältig aus und bestimme den größten Abstand zwischen Diele und Wand.

Beispiel:
Der größte Abstand beträgt 2,5 cm.

Nimm ein kleines, gerades Holzstück und bohre auf einer Höhe von 2,5 cm ein Loch hinein. Stecke anschließend einen Bleistift durch das Loch und führe das Holzstück entlang der Wand. Dabei überträgst Du den unregelmäßigen Wandverlauf direkt auf die Diele.

Anhand der markierten Linie erkennst Du genau, wie Du die Korkdiele für die ungerade Wand zuschneiden musst.

Beim schwimmenden Verlegen des Korkbodens muss zu jeder Wand eine Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm eingehalten werden. Verwende dafür entweder ein Distanzband oder Abstandskeile.

Lege die erste Dielenreihe aus und verbinde die einzelnen Korkdielen miteinander. Die letzte Diele der Reihe muss in der Regel zugeschnitten werden. Zeichne die Markierung für den Zuschnitt auf der Rückseite der Diele an und berücksichtige dabei die erforderliche Dehnungsfuge zur Wand. Verwende zum Ausmessen einen Winkelmesser.

Das verbleibende Reststück nutzt Du als Anfangsstück für die nächste Dielenreihe. Stecke die Dielen der neuen Reihe zunächst miteinander zusammen und verbinde sie anschließend mit der ersten Reihe. Dadurch wird eine optimale Stabilität des Korkbodens gewährleistet.

Zeichne die Position der Heizungsrohre wie im Bild gezeigt auf der Korkdiele an. Säge anschließend das obere Stück der Diele quer ab. Danach legst Du beide Teile um die Rohre und klebst sie mit einem geeigneten Leim wieder zusammen.

Achtung: Auch rund um die Heizungsrohre muss ausreichend Abstand zwischen Rohr und Korkdiele eingehalten werden. Die ausgesägten Öffnungen sollten deshalb einen 10 bis 15 mm größeren Umfang als die Rohre haben.

Bei Holzzargen sägst Du die Zarge auf die passende Höhe und schneidest die Diele entsprechend zu. Anschließend kannst Du die Korkdiele unter die Holzzarge schieben.

Handelt es sich um eine Metallzarge, schneidest Du die Diele passend zur Form der Zarge aus. Die verbleibende Lücke füllst Du anschließend mit Acryl-Dichtstoff.

Nachdem Du alle Dielenreihen verlegt hast, kannst Du das Distanzband oder die Abstandskeile entfernen und die Fußleisten am Korkboden anbringen.

Schritt 3: Korkboden vollflächig verkleben

Beim vollflächigen Verkleben des Korkbodens trägst Du den geeigneten Klebstoff mit einem Zahnspachtel auf. Bestreiche dabei nicht sofort den gesamten Boden, sondern arbeite abschnittsweise.

Achte beim verwendeten Korkklebstoff unbedingt auf die angegebene Ablüftzeit. Damit ist die Zeit gemeint, die Du abwarten musst, bevor Du die Korkfliesen in das Kleberbett einlegen kannst.

Sobald Du den ersten Abschnitt verlegt hast, kannst Du die nächste Fläche des Bodens mit Klebstoff bestreichen und auf diese Weise Schritt für Schritt weiterarbeiten.

Für das Zuschneiden der Korkfliesen und das Einhalten der Dehnungsfugen gelten dieselben Hinweise wie in Schritt 2.

Wir empfehlen, die verklebten Bahnen anschließend mit einer Andrückrolle festzudrücken und danach Gewichte auf den Boden zu legen. So wird sichergestellt, dass Korkboden und Untergrund optimal miteinander verbunden sind.

Besondere Herausforderungen beim Verlegen von Korkboden auf verschiedenen Untergründen

Je nach Untergrund und Raum können beim Verlegen von Korkboden besondere Anforderungen entstehen. Vor allem bei Fliesen, im Badezimmer und auf einer Fußbodenheizung solltest Du einige wichtige Hinweise beachten.

Korkboden auf Fliesen verlegen

Bevor Du Korkfußboden auf Fliesen verlegst, solltest Du den vorhandenen Fliesenboden sorgfältig auf Beschädigungen prüfen. Beschädigte Fliesen müssen gegebenenfalls ersetzt werden.

Typische Schäden sind Risse, Ausbrüche und lose Fliesen. Unebene Fugen müssen vor der Verlegung mit geeigneter Fugenmasse ausgeglichen werden.

Möchtest Du den Korkboden auf Fliesen verkleben, müssen die Fliesen zunächst nivelliert werden. Der verwendete Klebstoff benötigt einen saugfähigen Untergrund, damit der Korkbelag zuverlässig haftet.

Korkboden im Badezimmer verlegen

Ein Korkboden kann auch im Badezimmer verlegt werden. Achte dabei unbedingt auf die Angaben des Herstellers, da sich nicht jedes Produkt für Feuchträume eignet.

Im Badezimmer sollte der Korkboden ausschließlich vollflächig verklebt werden, da eine schwimmende Verlegung anfälliger für Feuchtigkeit ist.

Besonders wichtig sind die Übergänge. Diese sollten mit Silikonfugen abgedichtet werden.

Anschließend sollte der Korkbelag zusätzlich versiegelt werden, damit er ausreichend vor Nässe und Beschädigungen geschützt ist.

Korkboden auf Fußbodenheizung verlegen

Korkfußboden eignet sich gut für Fußbodenheizungen, da das Material selbst wärmedämmende Eigenschaften besitzt. Ein vollflächig verklebter Korkboden ermöglicht eine bessere Wärmeleitung, weil keine Hohlräume zwischen Untergrund und Bodenbelag entstehen.

Dadurch kann die Fußbodenheizung effizienter genutzt werden. Gleichzeitig werden Knarren oder ähnliche Geräusche vermieden. Verwende für die Verklebung unbedingt einen für Fußbodenheizungen geeigneten Klebstoff.

Wie bereits erwähnt, muss bei der Verlegung von Korkboden auf einer Fußbodenheizung eine Dampfbremse statt einer Dampfsperre verwendet werden, damit die Effizienz der Heizung nicht beeinträchtigt wird.

Die Fußbodenheizung sollte vor der Verlegung vollständig ausgeschaltet werden. Erst 24 Stunden nach der Verlegung darf sie langsam wieder eingeschaltet werden.

Dieser Zeit- und Kostenaufwand erwartet dich ⏰💵

Was kostet das Verlegen eines Korkbodens?

Möchtest Du den Korkboden selbst verlegen, kannst Du mit Gesamtkosten von etwa 30 € bis 60 € pro Quadratmeter rechnen. Lässt Du den Korkboden von einem Fachbetrieb verlegen, kommen zusätzlich 15 € bis 25 € Verlegekosten pro Quadratmeter hinzu.

In dieser Berechnung sind etwa 25 € bis 50 € pro Quadratmeter für einen hochwertigen Korkboden sowie 5 € bis 10 € pro Quadratmeter für das benötigte Zubehör berücksichtigt.

Damit Du die richtige Menge Korkbelag kaufst, solltest Du zur ermittelten Raumfläche zusätzlich 10 % Verschnitt einplanen. Berechne den Materialbedarf daher anhand der Quadratmeterzahl des Bodens zuzüglich 10 %.

Wie lange dauert das Verlegen von Korkboden?

Das Verlegen eines Korkbodens in einem durchschnittlich großen Raum mit etwa 20 m² dauert in der Regel ungefähr 4 bis 6 Stunden.

Soll der Korkboden vollflächig verklebt werden, erhöht sich der Zeitaufwand entsprechend. Die Verklebung erfordert eine sorgfältigere Arbeitsweise und zusätzlich die vorgeschriebene Ablüftzeit des Klebstoffs.

So pflegst und wartest du deinen neuen Korkboden

Erstpflege nach dem Verlegen des Korkbodens

Nach dem Verlegen des Korkbodens solltest Du mindestens 24 Stunden warten, bevor Du mit der ersten Pflege beginnst. In dieser Zeit kann sich der Boden ausreichend setzen und die Klebeschicht bei einem verklebten Korkboden vollständig trocknen.

Die erste Reinigung des frisch verlegten Korkbodens sollte ausschließlich trocken erfolgen, damit der Boden nicht unnötig mit Feuchtigkeit belastet wird. Verwende dafür einen Staubsauger oder ein trockenes Mikrofasertuch, um Staub und Schmutz zu entfernen. Feuchtigkeit sollte in den ersten 24 Stunden nach der Verlegung vermieden werden.

Ist der Korkboden unversiegelt, solltest Du nach der ersten Reinigung eine geeignete Versiegelung für Korkboden auftragen. Sie schützt den Boden vor Feuchtigkeit, Schmutz und Abnutzung und trägt zur Langlebigkeit des Korkbodens bei. Achte darauf, eine für Kork geeignete Versiegelung zu verwenden, die den natürlichen Look des Materials bewahrt und gleichzeitig pflegeleicht ist.

Korkboden regelmäßig pflegen

Für die regelmäßige Pflege solltest Du den Korkboden feucht, aber nicht nass wischen. Verwende dabei einen speziellen Korkbodenreiniger, um Schäden durch aggressive Reinigungsmittel zu vermeiden.

Bringe außerdem Filzgleiter unter Möbeln an, um Kratzer und Abnutzung zu verhindern. Korkboden kann unter Umständen etwas leichter beschädigt werden als Holz oder Fliesen. Mit der richtigen Reinigung und Pflege bleibt Dein Korkboden lange schön und geschützt.

Häufige Fehler beim Verlegen von Korkboden und wie du sie vermeidest

Zu kurze Akklimatisierungszeit

Die Akklimatisierung des Korkbodens wirkt auf den ersten Blick vielleicht nebensächlich, ist aber unbedingt erforderlich. Wird sie nicht eingehalten, kann sich der Boden nach der Verlegung verziehen oder verformen.

Auch wenn teilweise empfohlen wird, den Boden nur 24 Stunden im Raum liegen zu lassen, sind 48 Stunden Akklimatisierungszeit deutlich sicherer.

Fehlende Dehnungsfugen beim Korkboden

Kork ist ein Naturmaterial, das sich bei Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausdehnen und wieder zusammenziehen kann.

Ausreichende Dehnungsfugen beim Verlegen von Korkboden sind deshalb unerlässlich, damit der Boden genügend Platz für diese Bewegungen hat. Werden sie nicht eingehalten, kann es zu unschönen Rissen oder Verwerfungen im Boden kommen.

Unzureichende Vorbereitung des Untergrunds

Der Untergrund muss vor dem Verlegen des Korkbodens eben, trocken und sauber sein. Unebenheiten, Feuchtigkeit oder Schmutz können nicht nur die Optik des Korkbodens beeinträchtigen, sondern auch dazu führen, dass er nicht richtig fixiert wird oder sich später ablöst.

Plane nach der gründlichen Reinigung des Bodens daher ausreichend Zeit zum Trocknen ein und nimm die Prüfung und Vorbereitung des Untergrunds ernst.

Falschen Klebstoff für Korkboden verwenden

Für das Verkleben von Korkboden solltest Du einen speziell für Kork geeigneten Klebstoff verwenden, der die notwendige Haftung bietet. Ein ungeeigneter Kleber kann dazu führen, dass der Boden nicht sicher befestigt ist oder sich mit der Zeit wieder löst.

Achte außerdem darauf, dass der Klebstoff zu den jeweiligen Gegebenheiten passt. Er sollte auf die Art des Raumes, beispielsweise ein Badezimmer, und auf besondere Bedingungen wie eine Fußbodenheizung abgestimmt sein.

Zu viel Feuchtigkeit beim Reinigen

Beim Reinigen darf Korkboden niemals zu viel Feuchtigkeit aufnehmen, da das Material dadurch beschädigt werden kann. Wische den Boden deshalb nur feucht, aber nicht nass.

Zu viel Wasser kann in den Korkboden eindringen und das Material aufquellen lassen. Dadurch können dauerhafte Schäden am Boden entstehen.

FAQs zum Thema

Die Verlegung eines Korkbodens in einem durchschnittlichen Raum mit etwa 20 m² dauert in der Regel 4 bis 6 Stunden. Soll der Korkboden vollflächig verklebt werden, solltest Du etwas mehr Zeit einplanen. Durch die sorgfältigere Verarbeitung und die notwendige Ablüftzeit des Klebstoffs verlängert sich der Arbeitsaufwand entsprechend.

Welche Verlegeart besser geeignet ist, hängt von Deinen Anforderungen und dem Einsatzbereich ab. Das schwimmende Verlegen mit Klicksystem ist besonders einfach, schnell und kostengünstig. Da kein Klebstoff benötigt wird und sich einzelne Dielen bei Bedarf leicht austauschen lassen, eignet sich diese Variante vor allem für Heimwerker.

Ein vollflächig verklebter Korkboden bietet dagegen eine höhere Stabilität, reduziert Trittgeräusche und sorgt bei einer Fußbodenheizung für eine bessere Wärmeübertragung, da keine Hohlräume zwischen Untergrund und Bodenbelag entstehen. Außerdem wird für Feuchträume wie das Badezimmer die vollflächige Verklebung empfohlen.

Für die meisten Heimwerker ist die schwimmende Verlegung die einfachere Lösung. Wer jedoch besonderen Wert auf Stabilität, eine optimale Nutzung der Fußbodenheizung oder den Einsatz in Feuchträumen legt, ist mit einem verklebten Korkboden besser beraten.

Grundsätzlich kann Korkboden auf alten Dielen verlegt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass der Untergrund eben, trocken, tragfähig und druckfest ist. Unebenheiten sollten vor der Verlegung ausgeglichen und lose Dielen befestigt werden. Vor allem beim Verkleben des Korkbodens ist ein sauber vorbereiteter und geeigneter Untergrund besonders wichtig.

Von einer Verlegung auf schwimmend verlegtem Laminat ist abzuraten. Der Untergrund muss für Korkboden stabil, tragfähig und eben sein. Da Laminat selbst arbeitet und sich bewegen kann, sollte es vor der Verlegung entfernt werden. Weiche oder lose Bodenbeläge eignen sich grundsätzlich nicht als Untergrund für Korkboden.

Ob Korkboden auf PVC oder Vinyl verlegt werden kann, hängt vom vorhandenen Bodenbelag ab. Der Untergrund muss fest, eben, trocken und tragfähig sein. Lose oder weiche Bodenbeläge sollten entfernt werden. Soll der Korkboden verklebt werden, ist außerdem ein geeigneter, saugfähiger Untergrund erforderlich.

Eine Dampfsperre wird nicht in jedem Fall benötigt. Auf mineralischen Untergründen sollte sie jedoch verwendet werden, um aufsteigende Feuchtigkeit zu verhindern. Bei einer Fußbodenheizung empfiehlt sich stattdessen eine Dampfbremse, damit die Heizleistung nicht beeinträchtigt wird.

Beim Verlegen eines Korkbodens sollte zu allen Wänden sowie zu festen Bauteilen wie Heizungsrohren, Türzargen oder Treppen eine Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm eingehalten werden. Diese Fuge ist notwendig, da sich Kork als Naturmaterial bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen leicht ausdehnen oder zusammenziehen kann.

Die Dehnungsfuge wird während der Verlegung mit Abstandskeilen oder Distanzband eingehalten und nach Abschluss der Arbeiten durch die Fußleisten verdeckt. Auch bei Aussparungen für Heizungsrohre sollte der Abstand 10 bis 15 mm betragen, damit der Korkboden ausreichend Platz zum Arbeiten hat.

Eine Trittschalldämmung ist nicht zwingend erforderlich, kann den Geh- und Trittschall jedoch deutlich reduzieren. Besonders in Mehrfamilienhäusern wird sie häufig eingesetzt. Einige Korkböden besitzen bereits eine integrierte Trittschalldämmung, sodass keine zusätzliche Dämmunterlage notwendig ist.

Korkboden lässt sich je nach Material mit einer Stichsäge, Handsäge oder einem Laminatschneider zuschneiden. Zeichne die Schnittlinie auf der Rückseite der Diele an und berücksichtige dabei immer die notwendige Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm zur Wand. Für Aussparungen, beispielsweise an Heizungsrohren oder Türzargen, sollte der Zuschnitt sorgfältig angepasst werden.

Ist der Korkboden unversiegelt, sollte nach der Verlegung eine geeignete Versiegelung aufgetragen werden. Sie schützt den Boden vor Feuchtigkeit, Schmutz und Abnutzung und trägt dazu bei, die Lebensdauer des Korkbodens zu verlängern. Bereits werkseitig versiegelte Korkböden benötigen keine zusätzliche Erstversiegelung.

Damit Dein Korkboden lange schön bleibt, solltest Du ihn regelmäßig und schonend reinigen. Nach der Verlegung sollte die erste Reinigung frühestens nach 24 Stunden erfolgen und zunächst nur trocken mit einem Staubsauger oder einem trockenen Mikrofasertuch, um Staub und Schmutz zu entfernen.

Für die regelmäßige Reinigung wird der Korkboden feucht, aber niemals nass gewischt. Verwende dabei einen speziellen Korkbodenreiniger, da aggressive Reinigungsmittel die Oberfläche beschädigen können. Zu viel Wasser sollte vermieden werden, da Feuchtigkeit in den Boden eindringen und den Kork aufquellen lassen kann. So bleibt Dein Korkboden dauerhaft gepflegt und geschützt.

Ein Korkboden ist bei fachgerechter Verlegung und regelmäßiger Pflege ein langlebiger Bodenbelag. Wie lange er tatsächlich hält, hängt vor allem von der Qualität des Produkts, der Beanspruchung sowie der richtigen Reinigung und Pflege ab.

Damit Dein Korkboden möglichst lange schön bleibt, solltest Du ihn regelmäßig mit einem geeigneten Korkbodenreiniger pflegen, nur feucht statt nass wischen und Möbel mit Filzgleitern ausstatten, um Kratzer und Abnutzung zu vermeiden. Ist der Korkboden unversiegelt, schützt eine geeignete Versiegelung zusätzlich vor Feuchtigkeit, Schmutz und Verschleiß.

Fazit: Korkboden selbst verlegen und von den Vorteilen profitieren

Korkboden besitzt viele überzeugende Eigenschaften und erfreut sich deshalb zunehmender Beliebtheit. Der natürliche Bodenbelag punktet nicht nur mit seinen praktischen Vorteilen, sondern auch mit seiner warmen, natürlichen Optik.

Einen Korkboden selbst zu verlegen ist im Vergleich zur Verlegung durch einen Fachbetrieb einfach und kostengünstig. Mit der richtigen Vorbereitung und den Informationen aus diesem Ratgeber kannst Du Deinen neuen Korkboden Schritt für Schritt verlegen. Starte jetzt mit der Auswahl des passenden Korkbodens und freue Dich auf ein natürliches und überzeugendes Endergebnis.

Gutes Schaffen wünscht

Das Mansholt-Team 😄

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