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Schimmel entfernen & Tipps für die Heizsaison

2025-10-17 16:20:00 / Ratgeber / Kommentare 0

Zur Winterzeit ist das Thema Schimmelprävention wieder sehr wichtig – die Zimmer werden nicht mehr so gut belüftet und es entsteht viel Luftfeuchtigkeit. Da wir unsere schöne Inneneinrichtung natürlich vor unschönen Schäden und Gesundheitsrisiken schützen wollen, zeigen wir dir, wie du am besten über den Winter kommst, ohne Schimmel in den Räumlichkeiten zu verursachen.

Schimmel bildet sich vor allem gerne zur Heizperiode, da die Räume schlechter belüftet sind. Die richtige Kombination aus Heizen und Lüften verhindert hohe Luftfeuchtigkeit und feuchtkalte Wände. Unter diesem Umstand werden unsere Wände und Böden zum fabelhaften Nährboden für Schimmel.

Konkret gesagt darf man einen Raum nicht zu wenig heizen und sollte die Feuchtigkeit durch Stoßlüften entweichen lassen.

Wir wollen dir in diesem Beitrag helfen, ein wohngesundes Umfeld zu schaffen, und erklären dir, worauf du in den kalten Monaten genau achten musst.

Die Wissensgrundlage zum Schimmel im Wohnbereich

Schimmelpilze sind winzige Organismen, deren Sporen überall in der Luft vorkommen. Solange die Bedingungen nicht stimmen – also zu wenig Feuchtigkeit – bleiben sie harmlos und unsichtbar.
Sobald aber eine Oberfläche feucht wird (Tapeten, Holz, Kleister etc.), finden diese Sporen Nahrung und beginnen zu wachsen. 
Besonders kritisch sind eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit (über ca. 60 %) und kalte Wandflächen, an denen sich Kondenswasser bildet.

Wärembrücken in Gebäudewänden sorgen ebenfalls für ein hohes Schimmelrisiko. Eine Wärmebrücke ist eine Stelle an der mehr Wärme nach Außen gelangt als an angrenzende Berieche. Diese treten am Häufigsten an Fensterrahmen, Balkone und schlecht gedämmte Wandanschlüsse auf. 

Das bedeutet selbst in gut gedämmten Wohnungen kann Schimmelauftreten. 

Verschiedenen Schimmelarten und Ihre Gefahren

Im Vornhinein kann man sagen: Jeder dieser Schimmelarten entsteht durch Feuchtigkeit und schlechtes Lüften. Außerdem lässt sich sagen, dass ein kleiner Befall selbstständig entfernt werden kann. 
Die Schimmelarten sind allerdings unterschiedlich gefährlich für dich, und solltest du dir nicht sicher sein, welcher Schimmel sich in deiner Wohnung bildet, sei immer besonders vorsichtig und gehe bei der Entfernung mit ausreichender Schutzkleidung vor.

Die genannten Schimmelarten lassen sich in verschiedene Oberkategorien einteilen. Jede einzelne Kategorie umfasst natürlich viele weitere Unterarten. Für den Heimwerker reicht es jedoch aus, den Schimmel einer dieser Hauptkategorien zuzuordnen.

In den folgenden Kategorien fassen wir die wichtigsten Aspekte der unterschiedlichen Schimmelarten zusammen – nämlich ihre Ursachen, die häufigsten Vorkommensorte und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

Der Schwarze Schimmel tritt sehr Häufig im Wohnbereich auf. Er zeigt sich als dunkle oder tiefschwarze Flecken an feuchten Wandflächen, oft in Ecken, hinter Möbeln, an Fensterlaibungen, unter Putz oder hinter Tapeten. Besonders häufig ist er in Bereichen wie Badezimmern, Kellern, Waschküchen oder an schlecht gedämmten Wänden mit Wärmebrücken zu finden. 

Sollte er sich drastisch ausbreiten und tief sitzen, deutet das oft auf einen Wasserschaden hin. Hier sollte auf jeden Fall eine Fachfirma zu Rate gezogen werden.

Der große Schrecken beim schwarzen Schimmel liegt in seiner Fähigkeit, potenziell gesundheitsschädliche Mykotoxine und Sporen freizusetzen. Bereits bei leichter Exposition kann es zu Allergien und Reizungen der Atemwege, Husten, Atemnot, Schleimhautreizungen oder Kopfschmerzen kommen. In empfindlichen Menschen (z. B. mit Asthma oder Immunschwäche) können sich Symptome verschlimmern

Gelber Schimmel ist ebenfalls sehr gesundheitsschädlich, tritt allerdings nur sehr selten auf. Da er für die Gesundheit besonders gefährlich ist, sollte man bei Schimmelflecken stets genau darauf achten, ob sich gelbe Verfärbungen bilden. Bei der eigenständigen Entfernung ist daher höchste Vorsicht geboten.

Er tritt vor allem an sehr feuchten Stellen auf und kann sich grundsätzlich überall in der Wohnung – vom Keller bis zum Badezimmer – bilden. Auch an Hauswänden kann dieser Schimmel vorkommen.

Er lässt sich durch deutlich gelbe Flecken oder einen gelblichen Belag erkennen, der sich häufig mit anderen Schimmelfarben wie Schwarz, Weiß oder Grün mischt.

Weißer Schimmel zeigt sich häufig als helle, fast farblose Flecken oder faseriger Belag auf feuchten Flächen. Er kann sich relativ unauffällig entwickeln, weshalb man ihn manchmal erst spät bemerkt. Solche weißlichen Beläge treten oft auf feuchten Oberflächen wie Gips, feuchtem Holz, Tapetenuntergründen oder in Bereichen mit geringer Belüftung auf.

Weißer Schimmel kann Schleimhäute reizen und allergische Reaktionen hervorrufen. Manche Arten sind weniger aggressiv in der Toxinbildung als schwarzer Schimmel, aber bei empfindlichen Personen sind dennoch Beschwerden möglich.

Grüner Schimmel ist in Wohnräumen sehr verbreitet. Er tritt auf vielen Oberflächen auf: Tapeten, Holz, Wände, in Feuchträumen wie Bad, Dusche oder Mauern. Oft sieht man grünliche oder olivfarbene Beläge oder Schleier auf feuchten Flächen.

Gesundheitlich gilt grüner Schimmel als eher moderat riskant — bei gesunden Menschen oft tolerabel, aber bei Allergikern oder Personen mit Atemwegsproblemen kann er Symptome wie Husten, Juckreiz, Schleimhautreizungen oder Asthma verstärken.

Roter Schimmel ist häufig auf Fliesen im Badezimmer zu finden, kann sich jedoch auch an Wänden bilden – besonders in Feuchträumen. Eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt seine Entstehung. Anders als viele andere Schimmelarten zeigt er meist keine typischen einzelnen Flecken, sondern erscheint eher als flächige Verfärbung.

Er gilt als weniger gesundheitsschädlich, kann jedoch insbesondere bei Asthmatikern oder Menschen mit empfindlichen Atemwegen Beschwerden verursachen. Eine ausgeprägte Toxinbildung ist im Wohnbereich seltener dokumentiert, aber nicht vollständig auszuschließen.

Die gesundheitlichen Risiken

⚠️Atemwegsbeschwerden und Allergien

Schon bei moderater Schimmelbelastung können Sporen und Stoffwechselprodukte eingeatmet werden und so Irritationen der Atemwege, Niesen, laufende Nase oder Augenreizungen auslösen. Studien und Behörden sehen einen klaren Zusammenhang zwischen hoher Schimmelbelastung und Atemwegsproblemen.

Wenn eine Person schon allergisch oder asthmatisch ist, kann Schimmel die Symptome verstärken (z. B. vermehrter Husten oder Atemnot).

⚠️Langfristige gesundheitliche Folgen

Bei andauernder Exposition kann Schimmel zu chronischen Erkrankungen führen – etwa chronischer Bronchitis oder einer Verschlimmerung von Asthma. In manchen Fällen werden auch Infektionen der Lunge beobachtet, vor allem, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Manche Betroffene berichten über Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schlafprobleme, die langfristig mit dem Schimmel in Verbindung gebracht werden.

⚠️Besonders gefährdete Personengruppen

Manche Menschen reagieren deutlich empfindlicher auf Schimmel als andere. Zu den Risikogruppen zählen Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen der Lunge oder Atemwege und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei diesen Gruppen können bereits geringe Belastungen ausreichen, um Beschwerden auszulösen oder Erkrankungen zu verschlimmern.

Ursachen für Schimmelbildung

Schimmel ist kein Zufall – er entsteht immer dort, wo Feuchtigkeit, Kälte und schlechte Luftzirkulation zusammenkommen. Die Gründe sind oft unsichtbar und vielschichtiger, als viele denken.

Feuchtigkeit im Alltag

Nicht nur Rohrbrüche oder undichte Dächer bringen Nässe ins Haus. Beim Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen gelangen täglich Liter an Wasserdampf in die Luft. Wird diese Feuchtigkeit nicht abgeführt, kondensiert sie an kalten Flächen wie Außenwänden oder Fenstern – perfekte Bedingungen für Schimmelsporen.

Kältebrücken & moderne Bauweise

Ungedämmte Wände, schlecht isolierte Fenster oder punktuell beheizte Räume führen zu sogenannten Kältebrücken. Hier kühlen Oberflächen stärker aus, wodurch Feuchtigkeit kondensiert. Auch moderne, luftdichte Kunststofffenster verschärfen das Problem, da kaum noch natürlicher Luftaustausch stattfindet.

Falsches Heizen und Lüften

Stundenlanges Kipplüften bringt kaum Frischluft, kühlt aber die Wände aus – Kondenswasser entsteht. Besser ist mehrmals tägliches Stoßlüften. Auch komplett kalte Räume fördern Schimmel: Warme Luft aus anderen Zimmern trifft auf kalte Wände und gibt dort Feuchtigkeit ab.

Baustoffe und Einrichtung

Dicht schließende Vinyl-Tapeten oder Möbel direkt an der Außenwand verhindern die Luftzirkulation. Dahinter staut sich Feuchtigkeit. Auch nicht atmungsaktive Farben können das Austrocknen der Wand behindern – mineralische oder kalkhaltige Anstriche wirken hier vorbeugend.

Technik & Energiesparen

Smart-Home-Systeme und automatische Heizregler sparen Energie, können aber unbemerkt die Luftfeuchtigkeit erhöhen, wenn Sensoren falsch eingestellt sind. Werte über 60 % relativer Luftfeuchte fördern bereits Schimmelwachstum – besonders im Winter, wenn warme Innenluft auf kalte Wandflächen trifft.

So erkennst du Schimmelbefall

Wie die einzelnen Schimmelarten aussehen, haben wir bereits geklärt. Allerdings ist das nicht immer so eindeutig. Schimmel kann sich nämlich auch unter Tapeten und Bodenbelägen verstecken. Dabei gilt es aber auch auf die Entstehung von Flecken an Möbeln zu achten. In manchen Fällen kann man die Flecken dort zuerst sehen, bevor man sie an Wänden oder Böden erkennt. 

In diesem Fall ist ein muffiger Geruch oft das erste Warnsignal. Wenn du diesen deutlich riechen kannst, aber auf den ersten Blick keine Schimmelflecken zu sehen sind, schau hinter Möbeln und Dekorationsteilen nach, die nah an der Wand stehen oder hängen.

Da Schimmel sich auch gern hinter Deckenverkleidungen und Fußleisten bildet, gilt es auch hier besonders aufmerksam zu sein. Hinter Heizungen kann er sich ebenfalls entwickeln – vor allem wegen Wärmebrücken.

Achte außerdem in deiner Wohnung auf feuchte Stellen. Wellt oder löst sich deine Tapete leicht? Auch elastische Bodenbeläge können sich durch Feuchtigkeit wölben oder ablösen.

Schimmelbekämpfung – So entfernst du Schimmel

Erst einmal klären wir, ob du dich überhaupt selbst um den Schimmelbefall kümmern solltest! Denn bei einer zu großen Ausbreitung oder einem unklaren Grund für den Schimmel solltest du lieber einen Fachmann beauftragen.

Wann ist der Befall zu groß?

Kleine bis mittlere Befälle bis zu 0,5 m² können selbst beseitigt werden. Beispiele hierfür sind schimmelnde Silikonfugen, der Bereich der Fensterbank oder ein einzelner Fleck hinter einem Möbelstück.

Sollte der Befall jedoch groß sein – also größer als 0,5 m² –, sollte immer ein Fachmann hinzugezogen werden. Die Ursache ist in solchen Fällen meist schwerwiegender als nur falsches Lüften oder Heizen. Außerdem besteht ein höheres Gesundheitsrisiko, das man nicht unterschätzen sollte.

Schutzmaßnahmen vor der Enfternung

Während der Reinigung bzw. Entfernung wirbelst du Schimmelsporen auf. Da du sicherlich keine Schimmelsporen einatmen oder auf der Haut haben möchtest, trage unbedingt eine Atemmaske (vorzugsweise FFP2), Handschuhe und bedecke deine gesamte Haut.

Nicht nur wegen der Sporen solltest du dich schützen, sondern auch, weil die starken Mittel zur Entfernung in vielerlei Hinsicht reizend wirken können.

Abgesehen davon sollte für eine gute Luftzirkulation durch ein offenes Fenster o. Ä. gesorgt werden – aber aufgepasst! Lass keine Türen zu anderen Wohnräumen offen, da die Schimmelsporen sonst hineingelangen und sich ausbreiten können.

Kleidung und Körper sollten nach der Enfernung gründlich gewaschen werden.

So beginnst du die Reinigung

Hast du festgestellt, was den Schimmel verursacht hat, kannst du mit der Entfernung beginnen.

Zuerst stellst du alle nahe stehenden Gegenstände oder Möbel beiseite beziehungsweise entfernst sie, falls nötig. Gegenstände oder Möbel, die nicht entsorgt werden, sollten unbedingt gründlich gereinigt werden! Schimmelsporen können sich noch auf deren Oberflächen befinden und später erneut für Befall sorgen.

Fangen wir mit dem einfachsten Fall an: den Fliesen. Befindet sich Schimmel auf den Fliesen, kannst du diese mit einem passenden Reiniger besprühen (je nachdem, welches Mittel du verwendest) und anschließend gründlich abwischen.

Bei allen anderen Materialien wie Tapeten, Bodenbelägen oder Silikonfugen musst du die betroffenen Stellen zunächst vollständig entfernen. Die Reste sollten danach in einem gut verschlossenen Müllsack entsorgt werden, damit keine Schimmelsporen in die Raumluft gelangen.

Die Entfernung des Schimmels

Alles was du für die nächsten Schritte brauchst findest du in unserer Speziellen Produktkategorie Schimmelentfernung und -sanierung.

Nun kannst du die betroffene Stelle mit einem Schimmelreiniger besprühen oder den Schimmel direkt mit einem in Schimmelentferner getränkten Lappen abwischen.

Du kannst teilweise sehen, wie sich die Verfärbung löst und hinuntertropft. Anschließend lässt du die Stelle trocknen. Gehe auf jeden Fall sicher, dass die Stelle komplett durchgetrocknet ist, bevor du weitere Schritte einleitest. Hierfür kannst du auch einen Föhn oder einen Bautrockner verwenden.
Am besten ist es, die Stelle danach zu isolieren, um zu verhindern, dass der Schimmel erneut durchkommt. 

Für die Isolierung gibt es Anti-Schimmelfarben oder Schimmel-Isolierungssprays. SchimmelX zum Beispiel bietet sowohl eine kleine Tube Ausbesserungsfarbe als auch ganze 5-Liter-Eimer hierfür an, die einen Langzeit-Filmschutz bilden.

Sollte der Schimmel zu tief sitzen, muss der Putz abgeschlagen und anschließend ausgebessert werden. SchimmelX bietet hierfür auch eine spezielle Anti-Schimmel-Spachtelmasse an.

Wie du Silkonfugen erneuerst zeigen wir dir in hier ➡️ Silikonfugen erneuern: Einfach und blitzschnell (mit Video)

Hausmittel für die Renigung 

Viele Heimwerker greifen bei Schimmelbefall zunächst zu Hausmitteln. Das ist verständlich, denn Produkte wie Essig, Alkohol oder Wasserstoffperoxid sind günstig, leicht erhältlich und scheinen auf den ersten Blick wirksam zu sein. Doch nicht jedes Hausmittel eignet sich wirklich, um Schimmel dauerhaft zu beseitigen – oft wird nur die Oberfläche gereinigt, während die Schimmelsporen im Untergrund überleben.

Essig wird häufig als natürlicher Schimmelentferner empfohlen, ist jedoch nur bedingt wirksam. Zwar kann er auf glatten Flächen wie Fliesen kurzfristig helfen, doch auf mineralischen Untergründen wie Putz oder Beton wirkt er eher kontraproduktiv. Der saure pH-Wert bietet Schimmelpilzen sogar neue Nährstoffe, sodass der Befall nach kurzer Zeit wiederkehrt.

Alkohol (mindestens 70 %) eignet sich besser, um kleinere, oberflächliche Schimmelflecken auf glatten Flächen wie Glas, Fliesen oder Metall zu entfernen. Er tötet die meisten Schimmelsporen ab, sollte aber nur in gut gelüfteten Räumen und nie in der Nähe offener Flammen verwendet werden.

Wasserstoffperoxid gilt als eines der stärksten Hausmittel gegen Schimmel, weil es Schimmelsporen oxidativ zerstört und gleichzeitig bleichend wirkt. Besonders in Bädern oder auf Fugen kann es helfen, Verfärbungen zu mindern. Dennoch ist Vorsicht geboten, da das Mittel ätzend wirken kann und empfindliche Oberflächen angreift.

Hausmittel stoßen jedoch schnell an ihre Grenzen – vor allem, wenn der Schimmel tiefer im Material sitzt, sich über mehr als etwa einen halben Quadratmeter ausbreitet oder immer wiederkehrt. In solchen Fällen reicht oberflächliches Reinigen nicht mehr aus, weil die Pilzstrukturen bereits in den Putz oder das Mauerwerk eingedrungen sind. Dann sollte ein Fachbetrieb den Schaden begutachten und fachgerecht sanieren, um eine erneute Belastung zu vermeiden.

Schimmelprävention im Alltag

Richtig Heizen und Lüften

Gerade in der Heizperiode ist das richtige Zusammenspiel aus Heizen und Lüften entscheidend, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wenn warme Raumluft auf kalte Wandflächen trifft, entsteht Kondenswasser – die Grundlage für Schimmel. Deshalb gilt: lieber regelmäßig und kurz lüften, anstatt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen.

Stoßlüften vs. Kipplüften

Beim Stoßlüften werden die Fenster für etwa fünf bis zehn Minuten komplett geöffnet, sodass die feuchte Luft schnell nach draußen entweicht und frische, trockene Luft nachströmt. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen.
Das Kipplüften dagegen ist wenig effektiv: Die Luft tauscht sich nur langsam aus, während die Fensterlaibungen auskühlen – ein idealer Nährboden für Schimmel. Daher sollte man in der kalten Jahreszeit lieber mehrmals täglich stoßlüften, am besten morgens nach dem Aufstehen, nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen.

Heizgewohnheiten anpassen

Räume sollten im Winter gleichmäßig beheizt werden. Starke Temperaturschwankungen führen zu Kondensation, vor allem an kalten Wandbereichen. Als Faustregel gilt:
Wohnräume etwa 20 °C, Schlafzimmer 16 – 18 °C und Badezimmer 22 °C.
Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen sollten geschlossen bleiben, damit sich feuchte, warme Luft nicht an kälteren Wänden niederschlägt.

Luftfeuchtigkeit kontrollieren

Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Diese Werte kannst du mit einem Hygrometer leicht überprüfen. Wird es dauerhaft feuchter, helfen regelmäßiges Lüften, Pflanzen mit geringem Wasserbedarf oder im Notfall auch ein Luftentfeuchter.
Besonders nach dem Duschen, Kochen oder Wischen steigt die Luftfeuchtigkeit stark an – ein kurzer Luftaustausch senkt sie wieder auf ein gesundes Maß.

Möbel und Raumgestaltung

Schimmel entsteht nicht nur durch falsches Lüften, sondern auch durch ungünstige Möbelaufstellung. Wenn Möbelstücke zu dicht an kalten Außenwänden stehen, kann die Luft dahinter nicht zirkulieren – Feuchtigkeit staut sich, und es entstehen sogenannte Kälteinseln.

Um das zu vermeiden, sollten Möbel mindestens fünf bis zehn Zentimeter Abstand zur Wand haben. Auch schwere Gardinen oder große Schränke direkt an Außenwänden sind problematisch, da sie die Luftzirkulation behindern. Besonders hinter Bildern oder in Raumecken sammelt sich Feuchtigkeit unbemerkt – dort entsteht Schimmel oft zuerst.

Technische Hilfsmittel

Einsatz von Luftentfeuchtern

Ein Luftentfeuchter kann helfen, das Raumklima in feuchten Räumen wie Keller, Bad oder Waschküche zu verbessern. Elektrische Geräte messen automatisch die Luftfeuchtigkeit und entziehen der Luft überschüssiges Wasser. Das ist besonders praktisch in kleinen Räumen, in denen Stoßlüften schwierig ist.

Hygrometer und Smart-Home-Lösungen

Ein Hygrometer zeigt dir jederzeit, wie feucht die Raumluft ist – ein einfaches, aber sehr nützliches Werkzeug für jeden Haushalt. In modernen Smart-Home-Systemen lassen sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit sogar automatisch überwachen und regeln.
So wirst du per App benachrichtigt, wenn gelüftet werden sollte oder die Feuchtigkeit kritisch steigt. Das hilft nicht nur gegen Schimmel, sondern sorgt auch für ein gesundes Wohnklima und spart Heizkosten.

Bau- und Sanierungsmaßnahmen

Manchmal liegt die Ursache für Schimmel nicht im falschen Lüften, sondern in baulichen Mängeln. Kältebrücken, undichte Fenster oder fehlende Dämmung begünstigen die Bildung von Kondenswasser. In solchen Fällen hilft nur eine nachhaltige bauliche Lösung.

Wärmedämmung und Isolierung

Eine gute Wärmedämmung verhindert, dass Wände stark auskühlen und Feuchtigkeit ansetzt. Besonders bei Altbauten lohnt sich die Nachrüstung – sei es durch eine Dämmung der Außenwand, Kellerdecke oder des Dachs.

Abdichtung von Fugen und Fenstern

Undichte Fenster oder Fugen sind typische Schwachstellen. Sie lassen kalte Luft herein und warme Luft entweichen. Das führt zu Temperaturunterschieden und Kondenswasserbildung. Eine fachgerechte Abdichtung mit Silikon oder Dichtungsbändern ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme.

Schimmelhemmende Baumaterialien

Beim Renovieren oder Streichen können schimmelhemmende Farben und Putze verwendet werden – etwa auf Kalk- oder Silikatbasis. Diese Materialien sind atmungsaktiv, regulieren die Feuchtigkeit und beugen Schimmel langfristig vor.

Wohngesund streichen zur Heizperiode

Wenn die Heizsaison beginnt, werden unsere Wohnräume wieder stärker beansprucht – warme Luft, weniger Lüften und eine höhere Luftfeuchtigkeit sind ideale Bedingungen für Schimmelbildung. Ein frischer Anstrich kann hier nicht nur optisch etwas verändern, sondern auch aktiv zur Schimmelprävention beitragen. Wer wohngesund streichen möchte, sollte daher bewusst auf wohngesunde Farben und atmungsaktive Materialien setzen. In unserem Online-Shop findest du dafür passende Produkte, die Wand und Raumklima langfristig schützen.

Bedeutung von wohngesunden Farben

Wohngesunde Farben sind frei von schädlichen Lösemitteln, Weichmachern und Konservierungsstoffen. Diese sogenannten schadstoffarmen oder emissionsarmen Farben tragen nicht nur zum Raumklima bei, sondern schützen auch die Gesundheit. Gerade während der Heizperiode, wenn seltener gelüftet wird, ist das wichtig: Schadstoffe aus herkömmlichen Farben können sich sonst in der Raumluft anreichern und Reizungen oder Kopfschmerzen verursachen.

Ein weiterer Vorteil wohngesunder Farben ist ihre Atmungsaktivität. Sie lassen Wasserdampf durch die Wand diffundieren und verhindern so, dass sich Feuchtigkeit staut – ein entscheidender Faktor, um Schimmel vorzubeugen. Im Mansholt-Shop findest du eine große Auswahl an atmungsaktiven Wandfarben, die speziell für ein gesundes Raumklima entwickelt wurden.

Schimmelresistente Farben und Putze

Neben wohngesunden Farben gibt es auch schimmelresistente Beschichtungen, die speziell für feuchtigkeitsanfällige Räume wie Bad, Küche oder Keller geeignet sind. Besonders bewährt haben sich hier Kalk- und Silikatfarben. Sie sind von Natur aus alkalisch, was Schimmelpilzen die Lebensgrundlage entzieht. Außerdem sind sie hoch atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend – also ideal für Räume mit wechselnder Luftfeuchtigkeit.

Viele dieser Produkte, wie etwa unsere SchimmelX Schutzfarbe für Wand und Decke, bieten bereits einen integrierten Antischimmel-Zusatz, der die Neubildung von Pilzen verhindert. Alternativ kannst du auch auf mineralische Putze zurückgreifen, die mit SchimmelX Anti-Schimmel-Imprägnierung behandelt werden – so bleibt deine Wand dauerhaft geschützt, auch bei wechselnden Temperaturen in der Heizzeit.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum gesund Streichen

1. Vorbereitung der Wände

Bevor du mit dem Streichen beginnst, sollte der Untergrund sauber, trocken und frei von Schimmel oder Staub sein. Bestehende Schimmelflecken müssen vorab entfernt und mit einem geeigneten Mittel behandelt werden – dafür findest du im Mansholt-Shop z. B. das Pufas Schimmel-Spray Aktiv-Chlor CL 1 L, das Schimmelpilze zuverlässig abtötet. Nach der Behandlung sollte die Fläche vollständig trocknen, bevor du mit der neuen Beschichtung startest.

2. Richtige Farbwahl und Verarbeitung

Verwende atmungsaktive, lösemittelfreie Farben mit hoher Deckkraft. Für feuchte Räume sind Kalk- oder Silikatfarben ideal, für Wohn- und Schlafzimmer bieten sich emissionsarme Dispersionsfarben an. Trage die Farbe in zwei gleichmäßigen Schichten auf – am besten mit einer Farbrolle. Achte darauf, dass die erste Schicht vollständig trocken ist, bevor du die zweite aufträgst.

3. Tipps für nachhaltiges Streichen

  • Raum gut lüften: Während und nach dem Streichen regelmäßig stoßlüften, um Feuchtigkeit und Dämpfe abzuführen.
  • Keine Heizkörper abdecken: So kann die Luft zirkulieren und die Farbe gleichmäßig trocknen.
  • Auf Qualität setzen: Hochwertige, wohngesunde Produkte halten länger und müssen seltener erneuert werden – das spart Material, Zeit und Energie.

Für langfristig saubere und gesunde Wände empfehlen wir, den Anstrich regelmäßig auf Feuchtigkeit zu prüfen und kleine Schäden sofort zu beheben. So bleibt dein Zuhause auch in der kalten Jahreszeit frei von Schimmel und sorgt für ein angenehmes, wohngesundes Klima.

Häufig gestellte Fragen

Kleine, oberflächliche Stellen bis etwa 0,5 m² kannst du mit passendem Reiniger und Schutzmaßnahmen selbst entfernen; ist der Befall größer, wiederkehrend oder die Ursache unklar, sollte eine Fachfirma ran.

Ziel sind etwa 40–60 % relative Luftfeuchte; regelmäßiges Stoß- bzw. Querlüften hilft, diese Werte zu halten, besonders in der Heizperiode

Mineralische Beschichtungen wie Kalk- und Silikatfarben wirken durch ihren hohen pH-Wert schimmelhemmend, ersetzen aber nicht die Ursachenbeseitigung (Feuchte/ Lüften/ Wärmebrücken).

Ursache professionell prüfen lassen (z. B. Feuchteeintrag, Wärmebrücke, mangelnde Lüftung) und baulich/klimatechnisch abstellen – sonst kommt der Befall zurück.

Ja, gerade im Winter ist kurzes, weites Öffnen der Fenster (Stoß-/Querlüften) besonders effektiv und beugt Schimmel vor, ohne die Wände auszukühlen.

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