DIY & Ratgeber: Badezimmer streichen & renovieren Step by Step
Du möchtest dein Badezimmer neu gestalten, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Keine Sorge! Wir zeigen dir, worauf es beim Streichen im Bad ankommt, von den besonderen Anforderungen durch Feuchtigkeit bis zur richtigen Umsetzung.
In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige zu Schimmelsanierung und -prävention, den Umgang mit Untergründen wie Fliesen und wie du alte Badezimmer ganz nach deinem Stil gestalten kannst.
Im Badezimmer herrscht eine sehr hohe Beanspruchung, weshalb man nicht einfach irgendeine Farbe wählen kann. Dasselbe gilt natürlich auch für die Wahl der Untergründe. So findet man zum Beispiel nur selten Holzelemente abseits von Möbeln im Badezimmer. Dabei dreht sich alles um die Prävention von Schimmel und die Wasserresistenz.
Im Allgemeinen müssen Farben im Badezimmer diffusionsoffen sein. Das bedeutet, sie müssen Wasserdampf aufnehmen und wieder abgeben können. Mit diesen Farben kann man Schimmel vorbeugen, da sich keine große Feuchtigkeit ansammelt.
Am häufigsten findet man im Badezimmer jedoch Fliesen. Auch diese können transformiert und gestrichen werden. Fliesen werden immer mit einem Lack gestrichen, da er einerseits besser auf den Fliesen haften und andererseits besonders robust sind.
Dadurch, dass es im Badezimmer so viel Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen gibt, ist die Schimmelprävention und Schimmelbeseitigung ein echter Kampf. Deswegen muss man sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, welche Farben und Materialien schimmelresistent sind.
Nicht nur die richtige Wahl der Materialien ist wichtig, sondern auch eine gute Belüftung. Ohne eine gute Belüftung bringt selbst eine schimmelresistente Farbe nichts, da sich Schimmel überall absetzen kann.
Planung und Farbkonzept
Wenn du keine konkrete Vorstellung hast, wie du dein Badezimmer gestalten möchtest, können wir dich vielleicht mit Trends, Farbpsychologie und optischen Aspekten inspirieren.
Wie du zum Beispiel ein kleines Badezimmer größer wirken lässt oder dein Badezimmer besonders modern oder altmodisch aussehen lässt, klären wir in diesem Abschnitt.
Die Farbwahl: Wie wirken Farben und was ist derzeit im Trend?
Mit Farben assoziieren wir Gefühle. Das nennt man Farbpsychologie. Diese können wir uns zunutze machen, wenn wir auf eine bestimmte Wirkung abzielen.
Du möchtest, dass dein Badezimmer eine besonders reine und saubere Wirkung hat? Dann bleibe bei Weißtönen und hellen, leichten Farben. Hier solltest du allerdings Akzente mit der Einrichtung setzen, denn ansonsten könnte das Badezimmer etwas zu steril wirken. Auch mit Hochglanz sollte man vorsichtig sein, da die Augen sonst geblendet werden könnten.
Wenn man die weißen Flächen mit Holzakzenten, besonders Eiche, und Pflanzen kombiniert, erhält man ein schlichtes, modernes und beruhigendes Gesamtbild.
Badezimmer sind oft mit einem schönen Braun oder Beige ausgestattet oder in einem dunklen Grau gehalten. Diese Farben sorgen für Entspannung, Ruhe und Gelassenheit. Setzt man sie großflächig und einheitlich ein, entsteht zudem ein luxuriöser Eindruck. Vor allem Beige und Schwarz sorgen für einen luxuriösen und gemütlichen Rückzugsort. Das ganze gilt auch für dunklere Farbtöne
Neben den eher ausgeglichenen, genannten Varianten sind derzeit auch bunte und eindrucksvolle Farbkombinationen im Trend. Vor allem tiefe, dunkle Rot-, Grün-, Lila-/Violett- und Blautöne sind sehr beliebt. Solche bunten und dunklen Farbtöne wirken sehr kreativ. Alle diese Farben haben ihre eigene Wirkung:
- Grün wirkt ausgleichend, erholsam, natürlich und regenerierend
- Rot wirkt energetisch
- Lila/Violett wirkt mystisch und luxuriös
- Blau wirkt beruhigend und kühl und fördert Konzentration sowie Klarheit
Terrakotta, Moosgrün, Erdgrün und Olivgrün werden ebenfalls immer häufiger verwendet. Diese Farben wirken sehr natürlich, entspannend und zugleich interessant und kreativ.
Die Farben werden meist in Form von dünnen Fliesen, zusammen mit einer ähnlichen Wandfarbe eingesetzt. So wird der einsatz der Farbe noch interessanter, kreativer und vielfältiger.
Mit solchen bunten Farben entfernt man sich von der öden Eintönigkeit und kann dem Badezimmer mehr Persönlichkeit verleihen.
Farbegestaltung für Gäste-WC und kleine Badezimmer
Um kleine Badezimmer etwas größer wirken zu lassen, kann man mit dem Einsatz von Farben spielen.
Im Allgemeinen gilt: Um kleine Räume größer wirken zu lassen, sollte der Fokus auf hellen Farben liegen. Große, helle Flächen sind optimal für kleine Badezimmer, weshalb man hier von kleinen Fliesen absehen sollte. Auch wenn der Farbton hell ist, kann dennoch ein warmer Farbton verwendet werden, da der Raum sonst schnell wie eine Abstellkammer wirkt.
Der Aspekt des warmen Farbtons ist vor allem bei sehr stark belichteten Badezimmern wichtig. Ein kühler Weißton würde die Augen stark blenden.
Viel, ebenmäßiges Licht ist in kleinen Badezimmern von Vorteil, da es Schatten reduziert und es größer wirken lässt.
Punktuell eingesetzte dunkle Farbtöne, zum Beispiel an der Duschwand, können für optische Tiefe sorgen und den Raum größer erscheinen lassen.
Wenn du mehr über das Thema Farbenlehre und Raumkonzept wissen möchtest, sieh dir gern unseren Blogbeitrag zu diesem Thema an.
In Gäste-WCs hat man gestalterisch eine größere Auswahl. Hier entsteht kein starker Wasserdampf, was die Schimmelgefährdung deutlich reduziert.
Anstelle von Wasserdampf muss man jedoch auf Spritzwasser achten. Dieses kann im Bereich des Waschbeckens zum Beispiel für Flecken an der Wand sorgen.
Wähle deswegen am besten eine robuste, abwischbare Farbe.
Die richtige Farbe fürs Badezimmer
Welche Farben eignen sich für den Einsatz im Badezimmer?
Um im Badezimmer zu streichen, müssen nicht unbedingt Anti-Schimmelfarben oder spezielle Badfarben verwendet werden. Wichtig ist, dass sie feuchtigkeitsbeständig und diffusionsoffen sind.
Es muss nicht einmal im ganzen Raum eine wasserfeste Farbe eingesetzt werden. Diese ist nur im Bereich von Dusche und Waschbecken empfehlenswert. Hier kommt die Wand öfter mit Wasser- oder Seifenspritzern in Kontakt, und diese hinterlassen auf manchen Anstrichen sichtbare Flecken.
Organische Farben sind zwar wohngesund und gut für das Raumklima, aber sie sind ein hervorragender Nährboden für Schimmel. Lehmfarben zum Beispiel sorgen für eine gute Raumluft, aber sie halten der Feuchtigkeit nicht sehr gut stand. Sie verblassen schnell, und Wasserspritzer können die Farbe lösen. Für schlecht belüftete Badezimmer sind sie auf jeden Fall keine Empfehlung.
Aufgepasst!
Für Badezimmer eignen sich am besten Silikatfarbe oder Kalkfarbe. Diese sind jedoch nur für mineralische Untergründe geeignet.
Wenn du keinen mineralischen Untergrund hast, kannst du auch auf eine Standard-Dispersionsfarbe zurückgreifen. Dabei ist es allerdings wichtig, auf eine gute Luftzirkulation zu achten und gegebenenfalls einen Antischimmelzusatz in die Farbe zu geben, zum Beispiel das Pufas Anti-Schimmel-Konzentrat AF.
Farben die sich fürs Badezimmer eignen und warum
Silikatfarbe bringt gleich mehrere Eigenschaften mit, die für gesundes Wohnen besonders wertvoll sind.
Sie kommt ohne Lösemittel, Weichmacher und Konservierungsstoffe aus, was sie für viele Innenräume besonders angenehm macht.
Ein großer Pluspunkt ist ihre Diffusionsoffenheit. Gleichzeitig unterstützt Silikatfarbe den Schimmelschutz noch auf eine zweite Art, denn sie besitzt einen hohen pH-Wert. Dadurch wird das Wachstum von Schimmel und Pilzen von vornherein gehemmt.
Praktisch ist auch, dass der Anstrich antistatisch wirkt. Staub bleibt dadurch weniger an der Oberfläche haften, was vor allem für Allergiker ein echter Vorteil sein kann.
Sie kann allerdings nur auf mineralischen Untergründen eingesetzt werden.
Kalkfarbe ist eine nachhaltige, mineralische und wohngesunde Alternative zu den Standardfarben und kann Schimmelbildung durch ihre desinfizierenden Eigenschaften verhindern. Man sollte jedoch beachten, dass sie keine hohe Deckkraft hat und starker Beanspruchung nicht sehr gut standhält.
Des Weiteren ist sie ebenfalls nur für mineralische Untergründe geeignet.
Da Silikatfarbe nicht für alle Untergründe geeignet ist, sondern nur auf mineralischen Untergründen verwendet werden kann, lässt sich als Alternative auch eine Dispersions-Silikatfarbe einsetzen. Hier werden Kunstharze hinzugefügt, die einerseits den pH-Wert verringern und andererseits den Anstrich auch für andere Untergründe einsetzbar machen.
Kurz gesagt bleiben die Vorteile so gut wie gleich.
Latexfarbe ist fürs Badezimmer sehr praktisch, weil sie wasserabweisend, robust und scheuerbeständig ist. Also eine gute Wahl vor Allem für Waschbecken und Duschbereich. Sie ist optimal fürs Badezimmer und kann als eine Alternative zur Fliese gesehen werden.
Ein Nachteil: Latexfarbe lässt sich später nur schwer entfernen und darf in manchen Mietwohnungen nicht verwendet werden. Außerdem sollte man sie am besten wieder mit derselben Farbart überstreichen. Wenn man zum Beispiel auf normale Dispersionsfarbe wechseln möchte, ist in der Regel eine Grundierung nötig.
Dies ist keine eigene Farbart, sondern beschreibt Farben mit einer niedrigen Abriebklasse. Das bedeutet, sie sind sehr widerstandsfähig und können sogar mit einem Lappen oder Schwamm gereinigt werden, ohne dass der Anstrich beschädigt wird. Meist handelt es sich dabei um eine Dispersions- oder Latexfarbe.
Wenn es eine Dispersionsfarbe ist, solltest du dennoch aufpassen: Nur weil sie abwaschbar ist, bedeutet das nicht, dass sie auch gegen dauerhafte Feuchtigkeit resistent ist.
Anti-Schimmelfarben
Antischimmelfarbe eignet sich eher für Bereiche, in denen sich bereits einmal Schimmel gebildet hat und entsprechend behandelt wurden.
Das Problem bei Antischimmelfarbe ist, dass sie nicht besonders wohngesund ist und mit der Zeit potenziell bedenkliche Stoffe an die Raumluft abgeben kann. Die Biozide und Fungizide in der Farbe können außerdem allergische Reaktionen auslösen, zum Beispiel Hautrötungen oder Atembeschwerden.
Deshalb sollte man Antischimmelfarbe nur in gefährdeten Bereichen und nicht großflächig verwenden.
Spezielle Anforderungen und Zertifizierungen
Gerade im Badezimmer ist eine wohngesunde, emissionsarme Wandfarbe sinnvoll, weil Wärme und Wasserdampf die Abgabe flüchtiger Stoffe aus Materialien begünstigen können. Mit guter Belüftung lässt sich das zwar stark reduzieren, trotzdem lohnt sich hier die richtige Farbwahl besonders.
Wenn du spezielle Wünsche an eine Wandfarbe hast, dann kannst du durch Zertifizierungen übersichtlich und schnell checken ob die gewählte Wandfarbe diesen auch entspricht.
Wir zeigen dir welche Zertifizierungen für welche Anforderungen stehen.
Blauer Engel für emissionsarme Innenwandfarben
Der Blaue Engel kennzeichnet Wandfarben, die besonders umweltfreundlich sind und über den gesamten Lebenszyklus hinweg strenge Umweltanforderungen erfüllen. Für Innenräume bedeutet das außerdem: Die Farben sind emissionsarm und schadstoffreduziert, also gut geeignet für ein wohngesundes Raumklima.
k. f. für konservierungsmittelfreie Farben
Die Kennzeichnung k. f. steht für konservierungsmittelfrei und bedeutet, dass die Farbe ohne Konservierungsmittel hergestellt wurde, was sie besonders für empfindliche Personen und Allergiker interessant macht. Konservierungsmittel werden Farben normalerweise zugesetzt, um sie im Eimer vor dem Verderben durch Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmel zu schützen.
e. l. f. emissionsminimiert, lösemittel- und weichmacherfrei
Die Kennzeichnung e. l. f. steht für emissionsarm, lösemittel- und weichmacherfrei und weist darauf hin, dass die Farbe kaum flüchtige Stoffe abgibt. Das sorgt für eine geringere Geruchsbelastung beim Streichen und ist besonders vorteilhaft für ein wohngesundes Raumklima.
Welche Farbe ist für die Baddecke geeignet
Die Badezimmerdecke hat besonders zu leiden, da sich hier das meiste Kondenswasser bildet. Der heiße Wasserdampf steigt nach oben und das Wasser setzt sich an der Decke ab. Hier muss die Farbe erst recht diffusionsoffen und schimmelresistent sein.
Die Silikatfarbe ist perfekt für die Badezimmerdecke geeignet. Andernfalls kannst du auch eine Farbe mit der Bezeichnung Feuchtraumfarbe verwenden, welche den Anforderungen entspricht. Es empfiehlt sich hier auch wieder, einen Anti-Schimmel-Zusatz in die Farbe zu geben.
Was die Farbtonwahl angeht, ist Weiß am beliebtesten, da es das Badezimmer hell und groß aussehen lässt.
Fliesen streichen & Fliesenfarbe
Mit Fliesen im Badezimmer kann man echtes Unglück haben. Der Vorbesitzer oder der Vermieter haben sich die grässlichsten Fliesen überhaupt ausgesucht, und du hast keine andere Wahl, als das Badezimmer neu zu verfliesen oder es hinzunehmen.
Falsch! Fliesen können problemlos überstrichen werden. Dabei gibt es ebenfalls tolle Gestaltungsmöglichkeiten.
Es gibt sowohl glänzende als auch matte Fliesenlacke und Farben, um dem Badezimmer einen neuen Look zu verpassen.
Vorausgesetzt, die Fliesen wurden vorher gründlich gereinigt, entfettet und gegebenenfalls Schadstellen ausgebessert. Das bedeutet auch, dass knirschende oder federnde Fliesen ausgetauscht werden müssen. Auch Risse sollten vorher ausgebessert werden.
Fliesenlack und Fliesenfarbe
Die Begriffe Fliesenlack und Fliesenfarbe werden meist synonym verwendet. Für dich ist es einfacher, die verschiedenen Produkte anhand ihrer Inhalte und Eigenschaften zu unterscheiden.
Technisch gesehen müssen für Fliesen nämlich Lacke verwendet werden, da alles andere nicht an der glatten Oberfläche haftet und zu instabil wäre.
Das musst du zur Materialauswahl wissen
Zum Streichen von Fliesen kommen mehrere Lacke in Frage. Darunter zählen 2K-Lacke, Kreidelacke, Acryllacke und Multilacke. Darüber hinaus gibt es noch die Oberkategorie Fliesenlack, wobei es sich immer um eine der genannten Varianten handelt.
Fliesenlack ist nicht immer automatisch derselbe Lack. Er kann unterschiedliche Zusammensetzungen haben, aber die Lacke zeichnen sich alle durch einen besonders festen Halt und eine hohe Widerstandsfähigkeit aus, was für die glatte Oberfläche von Fliesen wichtig ist. Die meisten von ihnen sind lösemittelfrei, was gut für die Wohngesundheit ist.
Ein 2K-Lack besteht aus zwei Komponenten in verschiedenen Verhältnissen, dem Stammlack und dem Härter. Diese müssen von dir miteinander vermischt werden. Sie zeichnen sich durch ein besonders robustes Endergebnis aus. Die lackierte Oberfläche ist schlagfest und abwischbar.
Kreidelack/Kreidefarbe ist beliebt, weil er wasserbasiert und umweltfreundlich ist. Was ihn vor allem von anderen Lacken unterscheidet, ist die raue, matte Oberfläche. Hier muss man aufpassen: Kreidefarben sind meist nicht so robust wie andere Lacke und sollten, wenn nötig, versiegelt werden. Es mangelt dem Lack außerdem häufig an Deckkraft, was unbedingt beachtet werden sollte.
Acryllacke sind ebenfalls wasserbasiert, somit wohngesund und gut für den Innenbereich geeignet. Sie sind jedoch leider nicht sehr robust und nicht wirklich wasserfest. Deswegen sollte man sie nach dem Auftragen versiegeln und bei spiegelnden Fliesen einen Haftvermittler auftragen.
Wichtig!
Egal, für welchen Lack du dich entscheidest, die meisten sind nicht für Flächen mit stehendem Wasser geeignet. Flächen mit stehendem Wasser sind zum Beispiel der Boden der Dusche oder Seifenschalen. Achte hierbei unbedingt auf die Angaben des Herstellers und die Produktbeschreibung.
Hierfür können nur spezielle Lacke verwendet werden.
Wann beönrige ich einen Haftgrund?
Da Fliesen, besonders glasierte Fliesen und Keramikfliesen, eine glatte, nicht saugfähige Oberfläche haben, bieten sie keine idealen Voraussetzungen zum Lackieren. Deswegen wird oft ein Haftgrund verwendet. Dieser bildet eine Brücke zwischen Oberfläche und Lack, sodass dieser besser an den Fliesen haftet.
Ohne Haftgrund besteht die Gefahr, dass der Lack nach der Lackierung abblättert oder sich bei der Reinigung löst. Besonders im Badezimmer ist das problematisch, wegen der Feuchtigkeit.
Ob du einen Haftgrund benötigst, erkennst du an den Angaben des Herstellers zum jeweiligen Lack. Im Allgemeinen gilt, dass bei einem 2K-Lack, Multilack und den meisten Fliesenlacken kein Haftgrund verwendet werden muss.
Badezimmerfliesen in Betonoptik
Betonoptik im Badezimmer liegt derzeit voll im Trend und lässt sich auch auf bestehenden Fliesen umsetzen.
So kannst du deinem Badezimmer einen neuen Look verpassen, ohne die Fliesen herausnehmen zu müssen. Das Ganze hat auch einen ziemlichen Vorteil: Dadurch, dass du die Fliesen im Untergrund behältst, bleibt dieser schimmelbeständig.
Um deine Fliesen dekorativ zu überspachteln, benutzt du am besten eine Mikrozement-Spachtelmasse in Betonoptik. Hierbei musst du dir keine Sorgen über Schimmelgefahr machen. Der Zement hat eine gute Haftung sowie wasser- und schutzabweisende Eigenschaften.
Die Arbeitsschritte sind einfach umzusetzen:
- Fläche Grundlich reinigen.
- Haftvermittler auftragen.
- Die erste Schicht Putz mit einer Venezianerkelle grade und glatt auftragen.
- Nach dem Trocknen erneut eine Schicht Haftvermittler auftragen.
- Anschließend die zweite Schicht Dekorputz auftragen. Hier kannst du mit der Kelle die Betonoptik erzeugen, indem du das Material kreuz und quer aufträgst und wieder abziehst.
- Versiegelung auftragen.
Um die Betonoptik bestmöglich zu erzielen, kannst du zwei unterschiedlich getönte Putze verwenden: den Grundputz in einem dunklen Grau und den zweiten Putz in einem etwas heller getönten Grau als das des Grundputzes. So erkennt man das Muster besser und es entsteht eine realistische Schattierung.
Bodenfliesen streichen
Der Lack für Bodenfliesen muss besonders robust und schlagfest sein.
Die Untergrundvorbehandlung muss gründlich und umfangreich durchgeführt werden, denn ein fester Halt ist hier notwendig. Nach dem Saugen und der normalen Reinigung können am besten noch technische Geräte wie eine Poliermaschine verwendet werden. Vom Schleifen der Fliesen sollte ebenfalls nicht abgesehen werden.
Anschließend sollte auch eine Versiegelung aufgetragen werden, wenn der Lack laut Herstellerangaben nicht schon genug Halt bietet.
Wenn du deine Fliesen gestrichen hast, kannst du mit einer Versiegelung zusätzlich für weitere Eigenschaften sorgen, die den Boden angenehmer machen. Wenn du deinen Boden zum Beispiel nach dem Anstrich rutschfest machen willst, was im Badezimmer durchaus sinnvoll ist, kann das mit einer entsprechenden Versiegelung verbessert werden.
Wer also ein langanhaltendes Ergebnis möchte, sollte von einer gründlichen Vorbehandlung und Versiegelung nicht absehen.
Auch hier kannst du die Fliesen spachteln und für eine Betonoptik sorgen. Allerdings gibt es hier mehr Arbeitsschritte und eine umfangreichere Vorbehandlung. Der Boden muss nämlich zuerst gespachtelt und dann nivelliert werden.
Das Ganze gilt als ein etwas größeres Projekt, kann aber dennoch selbst durchgeführt werden.
Vorbereitung der Fliesen
Zuerst beginnst du mit der Reinigung. Hier musst du gründlich sein, am besten verwendest du etwas Fettlösendes wie das Pufas Anlauger Pulver SC.
Nachdem die Fläche dann wieder getrocknet ist, kannst du mit dem Schliefen beginnen. Die Wichtigkeit von diesem Schritt solllte nicht übersehen werden. Den erst hier sorgst du für den nötigen Halt. Abgesehen davon kann so auch zuverlässig Kalk entfernt werden, welcher sich auf den Fliesen angesammelt hat. Für das Schleifpapier kannst du am besten 240er Körnung verweden.
Wichtig: Trage zum schliefen umbedingt eine Atemschutzmaske!
Anschließend muss der Staub gründlich abgefegt werden. Dann kann auch schon der Grundanstrich oder der Haftvermittler aufgetragen werden.
Badfliesen überstreichen in der Mietwohnung
Ist das Streichen von Fliesen in einer Mietwohnung erlaubt oder nicht?
Generell kannst du in deiner Mietwohnung keine dauerhaften Veränderungen vornehmen, ohne diese vorher mit deinem Vermieter abzusprechen. Da Lack von Fliesen nicht so leicht entfernt werden kann und durch das Schleifen die Fliesen beschädigt werden können, muss auch das Streichen mit dem Vermieter abgesprochen werden.
Du kannst statt des Streichens, die Fliesen auch einfach mit einer Folie überkleben. Das ist nicht ganz so robust, aber eine gute Alternative, vor allem wenn man mit dem Aussehen des Badezimmers sehr unzufrieden ist. So kannst du auch das alte Badezimmer in der Mietwohnung verschönern.
Vorbereitung aller Oberflächen
Egal, um welche Beschichtung und welchen Untergrund es sich handelt: Die Fläche muss immer sauber, staub- und fettfrei sein. Abgesehen davon müssen Ausbrüche und Beschädigungen repariert werden.
Wenn es sich um eine einfache Wand mit Tapete oder Putz handelt, kannst du hier ganz normal vorgehen. Die Fläche einmal gründlich abfegen, umliegende Bereiche abkleben, gegebenenfalls grundieren und dann mit dem Streichen beginnen.
Da es sich hier um ein Badezimmer handelt, ist es wichtig, den Raum während der Arbeits- und Trocknungszeiten so gut wie möglich trocken zu halten. Sorge also für so wenig Feuchtigkeit wie möglich.
Wenn du Risse oder Abplatzungen an der Wand hast, musst du diese nach der Reinigung und Grundierung ausbessern. Dafür trägst du die Spachtelmasse mit einem Spachtel auf die Beschädigung auf. Achte dabei darauf, dass die Stelle vollständig ausgefüllt ist. Danach ziehst du die Masse glatt ab und schleifst sie nach dem Trocknen noch einmal leicht an.
Beim Abkleben und Abdecken der anliegenden Flächen und Möbel solltest du darauf achten, dass auch wirklich alles abgedeckt ist. Silikatfarbe kann nämlich Flecken hinterlassen, die nicht so leicht zu entfernen sind.
Für angrenzende glatte Flächen wie Fliesen oder Fensterbänke solltest du am besten Acryl zum Abdichten verwenden, da Abdeckband nicht immer ausreicht.
Grundierung für Badezimmerwände
Du musst wissen um was für einen Untergrund es sich bei deiner Badezimmerwand handelt. Ist die Wand tapeziert oder bereits gestrichen? Und ist der Untergrund stark oder schwach saugend?
Wichtig: Je nachdem, welche Farbe du gewählt hast, solltest du auf die Angaben des Herstellers achten.
Es gibt unterschiedliche Arten der Grundierung, die hier in Frage kommen: Haftgrund, Tiefengrund und Isoliergrund.
- Haftgrund eignet sich für nicht saugende Untergründe wie Fliesen.
- Tiefengrund eignet sich für stark saugende, sandende oder kreidende Untergründe.
- Isoliergrund verhindert das Durchschlagen von Nikotin-, Wasser- oder Stockflecken.
Ob deine Wand stark saugend oder tragfähig ist, kannst du testen, indem du sie mit einem nassen Schwamm abtupfst. Wenn das Wasser schnell einzieht, benötigst du einen Tiefengrund.
Wenn deine Wand tapeziert ist, kann leider keine Silikatfarbe verwendet werden. Hier eignet sich eher eine Dispersions- oder Silikatdispersionsfarbe, die ohne Grundierung aufgetragen werden kann.
Wenn deine Wand bereits einmal gestrichen wurde, musst du auch hier prüfen, ob der Untergrund stark oder schwach saugend ist. Denk daran, dass deine Wand nicht mit reiner Silikatfarbe gestrichen werden kann, wenn zuvor eine andere, nicht mineralische Farbe aufgetragen wurde.
Für Badezimmerwände, die längere Zeit nicht renoviert wurden, ist die Wahrscheinlichkeit von Wasserflecken sehr hoch. Diese müssen zunächst vollständig getrocknet und anschließend isoliert werden, damit sie nicht wieder durchschlagen.
Wände & Decke streichen
Die gestrichenen Badezimmerwände werden meist schlicht gehalten, da sie als Grundlage dienen. Die Akzente setzen dann die Fliesen oder die Einrichtung. Man sollte also bei der Wahl der Farbe und des Musters auf die vorhandenen Fliesen achten.
Wenn du ein Badezimmer ohne Fliesen hast, ist die Wahl der Gestaltung natürlich grenzenlos.
Man sieht immer öfter Strukturputz an den Badezimmerwänden, da dieser für einen lebendigen, weniger sterilen und natürlicheren Look sorgt. So kann man dem Raum mehr Tiefe verleihen.
Das Selbe gilt für Badezimmerdecken.
So gehst du beim Streichen vor
Wie bereits erwähnt, ist Silikatfarbe die beste Wahl für Badezimmer, wegen ihres hohen pH-Werts. Deswegen ist beim Streichen aber auch besondere Vorsicht geboten, denn sie sollte besser nicht auf die Haut oder in die Augen geraten. Schütze deine Haut und Haare und trage eine Schutzbrille.
Für das Streichen des Badezimmers gibt es keine besondere Vorgehensweise. Aber es ist wichtig, während des Streichens immer für ein trockenes Raumklima zu sorgen, auch während der Trockenzeit.
Du fängst ganz normal damit an, die Kanten und Ränder vorzustreichen. Lass diese aber nicht antrocknen.
Denke immer daran, nass in nass zu streichen. Das bedeutet: Hast du Bahnen auf die Wand gestrichen, dürfen diese nicht antrocknen, bevor du die anderen Bahnen aufträgst. So verhinderst du farbliche Unterschiede.
Am besten ist es, eine Wand immer zweimal zu streichen. Warte hierzu nicht zu lange mit dem zweiten Anstrich. Auch hier sollte nass in nass gestrichen werden.
Für Silikatfarbe gelten keine besonderen Regeln. Was allerdings Kalkfarbe angeht, muss man etwas auf die Oberflächenstruktur achten. Hier kann es nämlich passieren, dass man den Verlauf der Rolle sieht. Deshalb streiche je nach Qualität der Farbe lieber eine Schicht mehr.
Schimmel im Bad – Ursachen, Entfernung & Vorbeugung
Das tropische Klima im Badezimmer sorgt für eine besondere Schimmelgefahr. Schimmel ist nicht nur unschön anzusehen, sondern auch gesundheitsschädigend, besonders für empfindliche Personen.
Deswegen muss man sich vor der Renovierung genau mit dem Thema auseinandersetzen. Was sind die Ursachen von Schimmel? Wie kann ich ihm vorbeugen? Und was kann ich tun, wenn es bereits schimmelt?
Ursachen und Vermeidung von Schimmel
Schimmelsporen verbreiten sich durch die Luft und setzen sich, wenn die Bedingungen stimmen, fest und beginnen zu wachsen. Diese Bedingungen sind Feuchtigkeit und schlechte Belüftung und genau das ist im Badezimmer oft der Dauerzustand.
Um das Badezimmer vor Schimmel zu schützen, musst du dir erst einmal über die genauen Ursachen bewusst werden.
Die Ursachen für Schimmel im Badezimmer:
- Hohe Luftfeuchtigkeit
- Falsches oder unzureichendes Lüften
- Zu geringe Raumtemperatur
- Wärmebrücken
- Kondenswasser
- Undichte Fugen oder Silikon
- Falsche Wandfarbe oder Beschichtung
- Bauliche Mängel (wie ein Rohrbruch)
So vermeidest du Schimmelbildung:
Um Schimmelbildung zu vermeiden, muss das Badezimmer immer gut gelüftet werden.
- Ein Fenster sollte nicht dauerhaft auf Kipp stehen, während die Heizung voll aufgedreht ist. Stelle die Heizung stattdessen auf eine moderate Temperatur (18-22 °C) ein und lüfte das Badezimmer regelmäßig stoßweise.
- Wenn du kein Fenster im Badezimmer hast, ist eine gute Lüftungsanlage unerlässlich. Sollte diese nicht vernünftig funktionieren, sieh dir an, ob du sie vielleicht reinigen kannst. Andernfalls ziehe einen Experten zu Rate.
- Die Dusche solltest du nach der Verwendung mit einem Handtuch trocknen. Die restliche Feuchtigkeit kann dann durch Stoßlüften beseitigt werden.
Wie erkennt man Schimmel
Es gibt unterschiedliche Arten von Schimmel: gelber, schwarzer, weißer, grüner und roter Schimmel. Dabei stellen Schwarz-, Gelb- und Weißschimmel ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Deswegen gilt es, im Badezimmer genau die Augen aufzuhalten und Schimmel frühzeitig zu erkennen.
Am häufigsten findet man im Badezimmer Schwarzen Schimmel vor, dieser setzt gesundheitsschädliche Sporen sowie sogenannte Mykotoxine frei. Schon eine geringe Belastung kann Beschwerden wie Allergien, Husten, Atemwegsreizungen oder Kopfschmerzen auslösen.
So erkennst du Schimmel im Badezimmer:
- Dunkle oder feuchte Flecken an Wand, Decke und Silikonfugen sind Anzeichen für Schimmel. Besonders an den Fugen ist es schwer, diese von Dreck zu unterscheiden. Wenn du jedoch genauer hinsiehst, erkennt man bei Schimmel, dass sich die Flecken eindeutig im oder unter dem Silikon befinden.
- Ein muffiger Geruch breitet sich bei Schimmelbefall im Raum aus.
- Tapeten können Blasen und Verformungen bilden, wenn sich Schimmel auf oder unter ihnen befindet.
- Abblätternde Farbe ist hier ebenfalls ein Anzeichen.
Entfernung vom Schimmel im Badezimmer
Wenn sich Schimmel in deinem Badezimmer angesetzt hat, musst du schnell handeln, bevor es zu teuren Schäden kommt.
Kann ich den Schimmel selber beseitigen?
Zuerst musst du prüfen, ob du den Schimmel selbst entfernen kannst oder ob du lieber eine Fachfirma beauftragst: Kleine bis mittlere Stellen bis etwa 0,5 m² kannst du meist selbst entfernen, zum Beispiel schimmelnde Silikonfugen, ein Fleck an der Fensterbank oder ein einzelner Fleck hinter Möbeln. Bei größerem Befall oder unklarer Ursache solltest du eine Fachfirma hinzuziehen.
Sicherheitsmaßnahmen
Wenn du den Schimmel selbst entfernen möchtest, musst du dich natürlich schützen: Beim Reinigen werden Sporen aufgewirbelt. Trage eine FFP2-Maske, Handschuhe und bedecke die Haut. Sorge für Luftzirkulation (Fenster auf), halte aber die Türen zu anderen Räumen geschlossen, damit sich die Sporen nicht verteilen.
Alles, was mit Schimmel in Berührung gekommen ist oder selbst Schimmel aufweist, sollte in einer Plastiktüte luftdicht verschlossen entsorgt werden.
Fliesen und Fugen richtig behandeln
Schimmel kann sich in Fliesen nicht wirklich hinein fressen. Hier kannst du einfach einen Schimmelentferner auftragen und den Schimmel anschließend abwischen.
Bei Silikonfugen ist es am besten, nicht nur einzelne Stellen herauszuschneiden, sondern die ganze Fuge zu entfernen. Du schneidest also die Fuge heraus, reinigst die betroffene Stelle gründlich und lässt sie gut trocknen. Anschließend kannst du das neue Silikon aufspritzen.
Wand und Decke vom Schimmel befreien
Entferne Schimmel an Wand und Decke, indem du zuerst die betroffenen Stellen komplett schimmelfrei machst: Oberfläche reinigen, vorhandene Schimmelflecken mit einem geeigneten Schimmelmittel behandeln und danach alles vollständig trocknen lassen, bevor du weiterarbeitest. Sitzt der Schimmel zu tief, reicht Reinigen nicht aus, dann muss der Putz abgeschlagen und anschließend wieder ausgebessert werden.
Nach der Entfernung folgt die Isolierung: Dafür kannst du Anti-Schimmelfarben oder Schimmel-Isolierungssprays einsetzen, die einen Langzeit-Filmschutz bilden und so die Neubildung reduzieren.
Wenn du noch mehr zum Thema Schimmelprävention und -entfernung wissen möchtest, dann sieh dir unseren Blogbeitrag zum Thema an.
Boden für das Badezimmer wählen
Am häufigsten findet man im Badezimmer einen Fliesenboden. Er ist unbestreitbar auch die beste Wahl fürs Badezimmer.
Fliesen sind eine dauerhafte Lösung, können aber mit der Zeit zu Unzufriedenheit führen. In diesem Fall hast du die Möglichkeit, die Fliesen zu streichen oder darauf einen anderen Bodenbelag wie Klick-Vinyl zu verlegen.
Designbeläge aus Vinyl/PVC können hervorragend im Badezimmer eingesetzt werden, da sie wasserfest sind, vorausgesetzt, sie werden richtig verlegt. Achte vor dem Kauf eines Designbelags immer darauf, was der Hersteller zum Einsatz in Feuchträumen schreibt.
Die Verlegung ist hier besonders wichtig, denn es dürfen keine Fugen offen bleiben, da diese zu Schimmel führen können. Hier kann Rollware eine bessere Wahl sein als Klick-Vinyl.
Kork ist eine sehr wohngesunde Wahl, und viele Varianten können auch im Badezimmer verlegt werden. Er sorgt für einen besonders natürlichen Look und ein angenehmes, warmes Laufgefühl.
Badezimmer neu gestalten: Einrichtung
Nach der Gestaltung von Wänden und Böden kommt natürlich noch die Einrichtung. Denn auch hier gibt es ein paar Tipps zur Auswahl und zur Erneuerung.
Feste Bestandteile des Badezimmers
Einige Einrichtungsstücke im Badezimmer sind schwer zu tauschen, wie zum Beispiel die Badewanne. Ältere Modelle haben nämlich oftmals einen unschönen Farbton. Doch auch die Badewanne kann lackiert werden. Obwohl sie als Fläche mit stehendem Wasser gilt, gibt es einige Lacke, die auch hier guten Halt versprechen. Nimm also am besten einen speziellen Badewannenlack.
Holzmöbel
Holzmöbel müssen nicht immer ausgetauscht werden. Man kann sie auch mit einem neuen Anstrich versehen. Achte allerdings darauf, dass der verwendete Lack wasserfest und schimmelresistent ist. Andernfalls kann auch eine Lasur verwendet werden, um die Holzmaserung zu erhalten.
Mit einem Anstrich kannst du auch neue Holzmöbel vor den Belastungen im Badezimmer schützen. So kannst du Holz schimmelresistent machen.
Beleuchtung
Das Licht im Badezimmer sollte funktional sein, aber nicht blenden. Es gibt nichts Schlimmeres, als morgens im Badezimmer das Licht anzumachen und unangenehm geblendet zu werden. Ideal sind LED-Leuchten mit verstellbaren Farbtemperaturen. Das eignet sich vor allem dann, wenn man sich mit Mitbewohnern nicht auf eine Lichtfarbe einigen kann.
Wem das zu umständlich ist, sollte Folgendes über Lichtfarben wissen:
- Warmweißes Licht (ca. 2.700 bis 3.300 K) lässt dein Badezimmer besonders gemütlich wirken. Hier sollte aber keine Lampe mit milchigem Glas verwendet werden. Das kann dazu führen, dass das Licht zu stark gedämpft wird und der Raum schäbig aussieht.
- Neutralweißes bis tageslichtweißes Licht (ca. 4.000 bis 5.300 K) wirkt angenehm klar, ohne zu blenden. Es eignet sich perfekt für einen präzisen Blick, zum Beispiel beim Schminken oder Rasieren.
- Eine Kombination dieser Lichtfarben ist natürlich auch möglich, indem man zum Beispiel das klare Licht am Spiegel einsetzt und das warme Licht nutzt, um den ganzen Raum zu beleuchten.
Typische Fehler & wie man sie vermeidet
Um deine Badezimmerrenovierung genau zu planen solltest du dich auch mit den typischen Fehlern auseinandersetzen. Damit du diese nicht auch begehst, zeigen wir dir welche Fehler du oft vorkommen und wie du sie vermeiden kannst.
Falsche Farbwahl
Viele entschieden sich für eine organische Farbe, da sie Umweltfreundlich ist. Das ist auch sehr lobenswert allerdings kommt es hier sehr schnell zu schimmelbildung. Die natürlichen Stoffe sind für Schimmelsporen ein hervorragender Nährboden. Sie sind für die Feuchtigkeit auch nicht resistent genug, die Farbe kann ausbleichen.
Ergebnis: Obwohl richtig lüftest und Heizt bilden sich Flecken an deiner Wand und Sie bleichen aus.
Organische Farben können besser in trockenen Räumen verwendet werden. Wenn du aber umbedingt organische Farben verwenden musst, dann nutze eine Schimmelhemmende Grundierung und Versiegelung.
Unzureichende Grundierung
Du hast deine Wand gestrichen, aber die Farbe deckt nicht richtig: Es zeigen sich Flecken auf der frisch gestrichenen Wand oder die Wand ist an einigen Stellen dunkler als an anderen.
Diese Probleme sind meist auf einen ungrundierten Untergrund zurückzuführen. Ein typischer Fehler von Heimwerkern ist eine unzureichende Vorbehandlung der Wand, da viele davon ausgehen, dass es nicht mehr braucht als eine Rolle und einen Eimer Farbe.
Die Vorbehandlung ist aber nicht allzu umständlich und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden. Teste daher auf jeden Fall zuerst deine Wand, bevor du die Farbe aufträgst.
Häufige Fehler beim Fliesenlackieren
Fliesen können mit ihrer glatten Oberfläche schnell für Probleme sorgen. Das häufigste Problem ist das Abblättern der Farbe oder ein unzureichendes Deckvermögen.
Das ist auf eine zu geringe Vorbehandlung zurückzuführen. Die Oberfläche der Fliesen muss zuerst entfettet und angeschliffen werden, andernfalls hat der Lack keinen Halt.
Du hast im Badezimmer viele Gestaltungsmöglichkeiten. Wichtig ist dabei, auf schimmelresistente Farben zu setzen.
Standardmäßig wird im Badezimmer Silikatfarbe oder Kalkfarbe verwendet. Es können auch Feuchtraumfarben genutzt werden, wobei man hier auf die Abgabe fungizider Stoffe achten muss. Diese können nämlich, besonders für Allergiker, gefährlich für den Menschen sein.
Anti-Schimmel-Farbe sollte aus diesen Gründen nicht großflächig im Badezimmer eingesetzt werden. Sie eignet sich eher zur Isolierung von Wänden, an denen eine außergewöhnlich hohe Schimmelgefahr besteht, zum Beispiel dort, wo Schimmelflecken immer wieder auftreten.
Eine gute Vorbereitung schützt vor Schimmel und sorgt für ein langanhaltendes Ergebnis.
Wir hoffen, dieser Beitrag hat dir einen Überblick über das Thema verschafft, und wünschen dir gutes Gelingen!
Ja. Badfliesen können problemlos überstrichen werden, wenn du dafür einen geeigneten Lack/Fliesenlack verwendest. Wichtig ist die richtige Vorbereitung, damit der Anstrich auf der glatten Oberfläche hält.
Geeignet sind Farben, die feuchtigkeitsbeständig und diffusionsoffen sind. Am besten passen Silikatfarbe oder Kalkfarbe (wenn der Untergrund mineralisch ist). Alternativ geht auch Dispersionsfarbe – dann aber mit guter Lüftung und ggf. Anti-Schimmel-Zusatz; im Spritzwasserbereich ist Latexfarbe besonders praktisch, weil sie wasserabweisend und robust ist.
Schimmel entsteht vor allem durch Feuchtigkeit und schlechte Belüftung, deshalb sind richtiges Lüften und das Senken der Feuchte entscheidend. Wenn Schimmel schon da ist, solltest du schnell handeln: Kleine bis mittlere Stellen (bis ca. 0,5 m²) kannst du meist selbst entfernen, bei größeren/unklaren Fällen besser eine Fachfirma.
An der Decke braucht es besonders diffusionsoffene und schimmelresistente Farbe, weil sich dort viel Kondenswasser sammelt. Silikatfarbe ist dafür laut deinem Entwurf perfekt geeignet; alternativ eine passende Feuchtraumfarbe, gern zusätzlich mit Anti-Schimmel-Zusatz.
Ja, wenn die Vorbereitung stimmt. Ohne Haftgrund kann der Lack sonst abblättern oder sich bei der Reinigung lösen. Gerade im Bad durch die Feuchtigkeit. Mit gutem Haftgrund und einem widerstandsfähigen Fliesenlack ist die Haltbarkeit deutlich besser.