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Ultimativer Ratgeber: Nikotinflecken, Wasserflecken, Ruß- und Fettflecken: richtig sperren & überstreichen

2026-05-13 12:00:00 / Streichen & Gestaltung Renovieren & Bauen Materialien & Oberflächen

Nikotin, Wasser, Ruß, Fett und Stockflecken dringen tief in die Wände ein und gelten als sehr hartnäckig. Eine Reinigung reicht hier meist nicht aus. Die Flecken werden deswegen mit einem Sperrgrund oder einer Isolierfarbe überstrichen. Sie verhindern, dass die Flecken durch den Luftaustausch in der Wand wieder durchschlagen.

Wir erklären dir, was du zu den Flecken wissen musst und wie du Sperrgrund richtig einsetzt.

Einie Reinigung von Flecken ist auf nicht saugenden Untergründen möglich. Handelt es sich aber um poröse also saugfähige Materialien ist eine Reinigung auzuschließen und eine Renovierung notwendig.

Was genau du bei der Renovierung beachten musst ist von der Art der Flecken abhängig. Z. B. können wasserlösliche Flecken nicht mit dispersionsfarbe überstrichen werden. 

Bevor du Flecken mit einem Sperrgrund überstreichst, ist es immer wichtig zu wissen, was der Grund für diesen Fleck ist. Denn wenn du z. B. einen Wasserschaden hast und den Wasserfleck einfach überstreichst, ist sicher, dass dieser trotz Isolierung bald wieder auftauchen wird. Bekämpfe also immer zuerst den Grund für die Flecken.

Richtig Absperren mit Jaeger und Pufas

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Arten von Wandflecken in der Wohnung

Es ist wichtig, die typischen Flecken voneinander zu unterscheiden, da sie auf unterschiedliche Probleme zurückzuführen sind. Hat man den Grund festgestellt, muss man diesen erst einmal beheben, bevor man mit einer Reinigung oder Renovierung beginnt. Je nach Fleck ist auch die Art der Renovierung unterschiedlich.

Wände, die sich durch Nikotin verfärbt haben, sind in der Regel leicht zu erkennen. Dabei entstehen meist keine einzelnen Flecken, sondern eine großflächige gelbliche Verfärbung. Auch Rußflecken sind gut erkennbar: Sie zeigen sich als dunkle bis schwarze, leicht verschwommene Verfärbungen, die wie ein feiner Schleier auf der Wand liegen.

Fettflecken sehen je nach Alter unterschiedlich aus: Frische Fettflecken sind transparent und bilden einen schimmernden Film, während ältere Flecken gelb-bräunlich werden. Bei diesen Flecken kann man oft genau erkennen, wo das Fett entlanggelaufen oder hingespritzt ist.

Wasser- und Stockflecken entstehen beide durch zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung. Dennoch lassen sie sich gut unterscheiden: Wasserflecken haben häufig einen gelb-bräunlichen Rand und deuten auf einen Wasserschaden hin. Hier sollte man immer von Feuchtigkeit im Inneren der Wand ausgehen, zum Beispiel verursacht durch einen Rohrbruch. Meist weisen sie auf ein größeres Problem hin.

Stockflecken zeigen sich als einzelne braune, schwarze oder grünliche Punkte auf der Wand. Oft ist auch ein leicht muffiger Geruch wahrnehmbar. Sie deuten auf zu hohe Luftfeuchtigkeit und eine schlechte Belüftung hin. Die Flecken entstehen vor allem an Stellen, an denen sich viel Kondenswasser bildet.

Wichtig: Stockflecken sind Vorboten von Schimmel. Sie entstehen ebenfalls durch Schimmelsporen und können gesundheitsschädlich sein.

Können Nikotin und Rußflecken mit normaler Farbe überstrichen werden?

Nikotin und Ruß sind wasserlösliche Stoffe, weswegen sie bei einem Anstrich mit Dispersionsfarbe mit dem enthaltenen Wasser in der Farbe reagieren. Während also die Farbe trocknet, zieht sie das Nikotin und den Ruß wieder an die Oberfläche. Deswegen ist bei stark verfärbten Wänden ein Sperrgrund notwendig, um die Wände wieder weiß zu bekommen.

Nikotin von Wänden entfernen – Reinigung vor dem Streichen

Rauchen in Räumen, auch wenn die Fenster oder Türen offen sind, führt zu einem sichtbaren Gelbstich an so gut wie allem in deiner Wohnung. Es zeichnet sich nicht nur visuell, sondern auch durch einen unangenehmen Geruch ab.

Diese Verfärbung und der Geruch dringen aufgrund des ausgestoßenen Nikotins und Teers tief in poröse Materialien wie Putz, Tapeten, Teppiche, Textilien und unbehandeltes Holz ein. Sie dringen bis in die Bausubstanz der Materialien ein, weswegen eine Reinigung meist nicht mehr ausreicht und im schlimmsten Fall sogar die Materialien entfernt werden müssen. Das heißt, auch Putz muss im Extremfall von den Wänden abgeschlagen und neu aufgetragen werden.

Tapeten kann man nicht wirklich durch eine Reinigung vom Nikotin befreien, deswegen muss man neu tapezieren.

Nikotinverschmutzungen sollten mit Wasser unter Zusatz fettlösender Haushaltsreinigungsmittel von der Wand abgewaschen werden, bevor sie mit Sperrfarbe überstrichen werden. Die Sperrfarbe ist trotz Reinigung unerlässlich, da die Verfärbung beim Trocknen wieder durchschlagen kann. 

Was Materialien wie Fliesen und Kunststoff angeht, kann man Nikotin durch eine Reinigung entfernen, da sie nicht sehr saugfähig sind.

Fensterrahmen, Türen und Schränke aus Kunststoff oder mit glatter Oberfläche können entweder mit Spülmittel, Seifenlauge oder einem speziellen Reiniger ganz einfach von Nikotin befreit werden. Hier können allerdings mehrere Durchgänge nötig sein.

Nikotingeruch und kalten Rauch aus der Wohnung entfernen

Dadurch, dass Nikotin und Teer so tief in Möbel und Textilien eindringen, ist auch der Geruch nur schwer zu entfernen. Da kann man noch so viele Raumerfrischer verwenden, der Nikotin- und Kaltrauchgeruch kommt immer wieder durch.

Vorab kann man sagen, dass man in einer Raucherwohnung, in der nicht nur ein- bis zweimal ausnahmsweise geraucht wurde, lieber renovieren sollte. Bei regelmäßigem Rauchen in der Wohnung steckt das Nikotin einfach zu tief in den Wänden und Böden drin.

Im allgemeinen ist Nikotin und der Geruch davon, einfach zu entfernen wenn man nur ausnahmsweise geraucht wurde. Handle am besten schnell und reinige deine Wohnung ganz normal. Dafür eignen sich Fettlöser, Zitrusreiniger, Spühlmittel und alle anderen Haushaltsüblichen Reniger. 

Teppiche, Linoleum und Laminat sollte man in einer ehemaligen Raucherwohnung besser austauschen, anstatt eine aufwendige Reinigung vorzunehmen. Was allerdings festgeklebte und hochwertige Böden angeht, ist eine Reinigung vorzuziehen.

Für Teppiche dieser Art und auch für Sofas, Sessel oder sonstige Textilien kann ein Teppichreinigungsgerät beziehungsweise Sprühsauger ausgeliehen und verwendet werden. Hierzu bekommt man einen Reiniger, den man mithilfe des Sprühsaugers auf das Material sprüht, kurz einwirken lässt und anschließend wieder absaugt. Diese Methode ist am effektivsten für die Reinigung und Entfernung von Nikotingeruch.

Holzböden können ebenfalls einfach mit haushaltsüblichen oder Spezialreinigern vom Nikotin befreit werden. Hier sind aber meist mehrere Durchgänge notwendig. Am besten seifst du den Boden ordentlich ein, lässt den Reiniger kurz sitzen und gehst dann mit klarem Wasser drüber.

Neben der Renovierung und der Herkömmlichen reinigung gibt es noch die Ozonbehandlung. Hierbei wird mithilfe eines Ozongeräts Sauerstoff in Ozon umgewandelt. Ozon ist ein sehr reaktionsfreudiges Gas und kann Geruchsmoleküle, Bakterien und Rauchpartikel aufspalten bzw. neutralisieren. Dadurch werden hartnäckige Gerüche nicht nur überdeckt, sondern abgebaut.

Sie wird angewendet, wenn starke Gerüche tief in Materialien sitzen, zum Beispiel nach Rauchen in der Wohnung, nach Brandschäden, bei Tiergeruch, Schimmelgeruch oder anderen hartnäckigen Geruchsbelastungen.

So eine Desinfizierung der Luft ist aber von Profis anzuwenden, da genaue Schutzmaßnahmen einzuhalten sind und sollte erst dann eingesetzt werden wenn die Reinigung ohne Erfolg war. 

Kurz gesagt kommt eine solche Reinigung aber nur infrage, wenn es sich um ein altes Haus oder eine alte Wohnung in sehr schlechtem Zustand handelt. Besprich die Notwendigkeit am besten immer mit einem Profi.

Nikotinsperre und Nikotinfarbe: Die richtige Lösung wählen

Vorab möchten wir betonen, dass Tapeten, die sich durch Nikotin verfärbt haben, unbedingt abgerissen werden sollten. Ob du danach streichst oder neu tapezierst, ist dir überlassen. Versuche aber nicht, die vergilbten Tapeten zu retten. Das ist vergebliche Mühe.

Nikotinsperrfarbe ist eine isolierende Wandbeschichtung, die den Untergrund absperrt und das Nikotin aus dem Untergrund daran hindert, durchzuschlagen.

Sie wird meist als Grundanstrich vor der eigentlichen Wandfarbe verwendet, kann aber auch allein als Deckfarbe verwendet werden.

Du kannst aber jede Sperr- oder Isolierfarbe für die Absperrung von Nikotin verwenden. Dafür benötigst du keine spezielle Nikotinfarbe. Diese beiden Produktarten bieten den gleichen Schutz.

Statt einer Farbe kann auch ein Isolier- oder Absperrgrund verwendet werden. Der Unterschied besteht darin, dass man ihn als Grundierung für einen weiteren Anstrich verwendet.

Sperrgrund kommt infrage, wenn deine Wände unterschiedlich stark saugen. Das Endergebnis würde fleckig aussehen. An Nikotinwänden ist das oft der Fall, weswegen ein Sperrgrund durchaus sinnvoll ist.

Wenn deine Wände aber sehr stark verschmutzt sind, kannst du besser eine Grundierung und anschließend eine Sperrfarbe verwenden. Diese sperrt starke Flecken besser ab.

Ab wann kann Nikotin nicht mehr überstrichen werden?

Man sollte das Nikotin in der Wand nicht einfach überstreichen, wenn Sie sich bereits in tiefen Braun verfärbt hat und sich schon eine Fettschicht gebildet hat. 

In diesem Fall sollte man versuchen, die Wand vor dem Anstrich von dem Schmierfilm mit einer Reinigung zu befreien. Nutze hierfür am besten Beize oder Anlauger. Der PUFAS Anlauger Konzentrat AK 250 ml zum beispiel ist auch für eine Reinigung von Nikotin konzipiert. Anschließend sollte eine Grundierung verwendet werden.

Wasserflecken an der Wand entfernen und überstreichen

Sobald Wasserflecken an der Wand auftreten, muss schnell die Ursache dafür festgestellt werden. Andernfalls kann es zu großen und teuren Schäden kommen.

Im Falle einer Mietwohnung sollte der Vermieter auch direkt Bescheid bekommen.

Wasserflecken an innenliegenden Wänden können aus undichten oder beschädigten Wasserrohren resultieren. Ist der Fleck an der Decke entstanden, sollte man den Grund in der darüberliegenden Etage feststellen können.

Wasserflecken an Außenwänden können auch durch von außen eindringende Feuchtigkeit auftreten.

Die Gründe für Wasserflecken sind selten oberflächlich und deswegen treten sie auch immer wieder auf, wenn man die Ursache nicht herausfindet und beseitigt.

Wasserflecken sollte man auf keinen Fall einfach überstreichen. Wurde die Ursache für den Fleck behoben und sind alle Reparaturen abgeschlossen, muss die Wand beziehungsweise Decke erst einmal völlig durchtrocknen. Wenn keine speziellen Geräte dafür benutzt werden, kann dies mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Hat sich aufgrund der Feuchtigkeit Schimmel gebildet, muss auch dieser zuerst entfernt werden. Dafür entfernt man zunächst, falls nötig, die Tapete, reinigt die Stelle mit Schimmelentferner und lässt die Fläche durchtrocknen.

Wie genau du vorgehen musst erfährst du in unserem Blogbeitrag zum Thema. Diesen findest du hier 👇

Egal, ob man nun neu tapezieren oder streichen will, eine Isolierfarbe ist in jedem Fall nötig. Obwohl die Wand nun trocken ist, können Rückstände des Flecks aus Salz und Rost durchschlagen.

Zuerst entfernst du lose Teile wie Putz oder Tapete und schleifst die Stelle am besten kurz an. Wenn du Tapete entfernen musst, lohnt es sich natürlich, die betroffenen Bahnen oder die komplette Wand neu zu tapezieren. Dann kann die Fläche mit Isolierfarbe überstrichen werden. Solltest du eine Sprüh-Isolierfarbe verwenden, schüttle diese gut durch und halte einen Abstand von 25 cm zur Wand ein.

Ist die Isolierfarbe getrocknet kannst du anschließend die Wand gestalten, wie du möchtest.

Ruß von Wänden entfernen

Die wichtigste Regel für Rußflecken: Versuche nicht, sie mit Wasser zu entfernen.

In Verbindung mit Wasser werden Rußflecken nur noch schwieriger zu entfernen. Stattdessen sollte der überschüssige Ruß von der Wand mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Man sollte den Ruß nämlich auf keinen Fall weiter einreiben.

Um den Fleck richtig zu entfernen, sollte man ihn nach seiner Entstehung unterscheiden. Ist der Fleck durch Kerzen oder den Kamin entstanden, kann man ihn durch eine Reinigung entfernen, solange er noch nicht alt und klein ist.

Ist ein Fleck durch einen Brand entstanden, ist Vorsicht geboten, denn diese Flecken können gesundheitsschädlich sein. Hier ist eine Renovierung vorzuziehen.

So reinigst du die betroffene Stelle

Wenn es sich um einen kleinen Fleck handelt, muss nicht immer gleich renoviert werden. Hier ist eine Reinigung durchaus möglich. Das Problem bei Tapete und Wandfarbe ist allerdings die Empfindlichkeit gegenüber fettlösenden Reinigern, die ein Rußfleck erfordert. Mit der Reinigung beschädigt man die Wandbeschichtung, wenn diese nicht waschbeständig ist.

Versuche also am besten immer, den Fleck trocken zu entfernen. Nach dem Absaugen kannst du versuchen, den Fleck mit einem trockenen Rußschwamm abzureiben.

Hat sich der Fleck nicht durch die Trockenreinigung entfernen lassen, kannst du es nun mit Reinigern und Hausmitteln versuchen. Aber auch diese können Flecken hinterlassen. Teste deinen Reiniger zuerst an einer unauffälligen Stelle.

Als Reiniger kannst du ein Gemisch aus Wasser und Fettlöser, Natron oder Essig herstellen. Trage die Lösung mithilfe eines Mikrofasertuchs auf die Stelle auf und versuche, den Ruß vorsichtig abzureiben.

Rußflecken überstreichen und dauerhaft sperren

Eine Reinigung reicht nicht mehr aus, wenn es sich um einen eingebrannten, großen Fleck handelt. Wichtig sind hier die Vorsichtsmaßnahmen. Schütze dich für die Reinigung auf jeden Fall mit Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhen.

Sind die Flecken durch einen richtigen Brand entstanden, sollte lieber eine Fachfirma beauftragt werden. Die Schäden können die Wand tiefer als nur an der Oberfläche angegriffen haben, und dafür sind entsprechende Renovierungsarbeiten einzuleiten.

Liegt der Schaden aber nur an der Oberfläche, kannst du dich auch selbst darum kümmern. Vorhandene Tapete wird zuerst entfernt und geprüft, ob der Ruß durchgeschlagen hat. Ist das der Fall, muss der Fleck trocken abgerieben und isoliert werden.

Dasselbe gilt auch für Rußflecken direkt an der Wand: Erst trocken absaugen und abreiben und dann isolieren. Bei einem hartnäckigen Fleck kann die Stelle vor der Behandlung mit Isolier-/Absperrfarbe oder Sperrgrund auch noch mit einem Fettreiniger behandelt werden.

Hier kann auch ein zweit Anstrich mit dem jeweiligen Absperrmittel nötig sein, wenn der Fleck nach dem trocknen noch durchschimmert.

Fettflecken an Wänden entfernen und überstreichen

Fettflecken an Wänden entstehen besonders oft in der Küche. Diese können sich als einzelne Fettflecken abzeichnen oder nach jahrelangem Kochen in der Küche zu einer fettigen Schicht auf der kompletten Oberfläche entwickeln. So eine Schicht entsteht bei unzureichender Belüftung, zum Beispiel, weil eine schlecht funktionierende oder gar keine Dunstabzugshaube vorhanden ist.

Im Falle eines kleinen, einfachen Fettflecks kann man die Wand oft reinigen. Ist der Fleck allerdings großflächig und schon älter oder handelt es sich um eine solche Fettschicht, muss renoviert werden.

In einer Küche streicht man im Normalfall mit einer robusten, waschbeständigen Wandfarbe oder tapeziert eine waschbeständige Tapete. Diese sind dazu konzipiert, solchen Reinigungen standzuhalten. Gehe aber dennoch vorsichtig vor.

Das Problem mit Fett ist, dass es neuer Wandfarbe oder Tapetenkleister nicht erlaubt, vernünftig zu haften. Aus diesem Grund wird auch vor jeglicher Arbeit empfohlen, die Fläche sauber und fettfrei vorzubereiten. Eine Wand sollte nach Möglichkeit also entfettet werden.

Kommen wir erst einmal zu den kleinen Fettflecken.

Fettflecken dringen schnell in die Fasern der Tapete und in die Wandfarbe ein. Deswegen werden Mittel benötigt, die das Fett herausziehen.

Verschiedene Möglichkeiten zur Reinigung:

  • Bei einfachen Vliestapeten und Dispersionsfarben kann Löschpapier auf den Fleck gelegt und mit dem Bügeleisen darübergebügelt werden. Wichtig: Bügle nur auf niedriger Stufe, sonst brennst du den Fleck noch tiefer ein.
  • Mische eine Paste aus Backpulver und Wasser. Trage die Paste auf, lasse sie trocknen und entferne anschließend das Pulver.
  • Für weiße Wände kann man den Fleck mit Kreide einreiben. Nachdem die Kreide getrocknet ist und das Fett aufgesogen hat, kann der Staub abgebürstet werden.

Fettflecken, die nicht so einfach entfernt werden können, dürfen nicht einfach überstrichen werden. Bei Verwendung von normaler Wandfarbe schlagen die Fettflecken durch.

Hier reinigst du die Wand zuerst mit einem fettlösenden Mittel und sperrst die Fläche anschließend mit einem Isolieranstrich oder Sperrgrund ab.

Sollte sich in deiner Küche eine Fettschicht an der gesamten Wand beziehungsweise Decke gebildet haben, muss diese zuerst so gut wie möglich abgelöst werden. Das geht am besten mit einem Anlauger. Vor einer neuen Beschichtung sollte die Fläche dann mit einer normalen Grundierung und Absperrfarbe oder einem Sperrgrund bearbeitet werden.

Wenn der erste Anstrich mit Sperrfarbe getrocknet ist, schaue nach ob die Flecken noch durchschimmern. Dann ist noch ein Zweitanstrich nötig.

Stockflecken und Schimmelprobleme behandeln

Der Unterschied zwischen Stockflecken und Schimmelflecken liegt einerseits in der Entstehung und andererseits im Umgang mit dem Fleck.

Stockflecken sind eine Vorstufe von Schimmel, jedoch um einiges leichter zu entfernen. Sie setzen sich an der Oberfläche ab und fressen sich noch nicht tief in das Material. Zu hohe Feuchtigkeit und eine schlechte Belüftung sind hierbei das Problem.

Schimmelflecken hingegen sind gesundheitsschädlich und entstehen bei größeren Problemen mit Feuchtigkeit. Sie bilden eine schwammige und pelzige Oberfläche. Hier müssen härtere Maßnahmen ergriffen werden. Eine Behandlung mit Schimmelentferner, die Trocknung der Fläche und eine Sanierung sind notwendig.

Du kannst Stockflecken mit normalen Reinigern entfernen. Wenn du danach allerdings neu streichen willst, ist auch hier ein Anstrich mit Isolierfarbe notwendig, sonst können sie durchschlagen. Sei dir auf jeden Fall sicher, dass du den Grund für die Feuchtigkeit beseitigt hast.

Die wichtigsten Produkte zum Sperren von Flecken

Isolierfarbe und Sperrgrund dienen dazu, den Untergrund abzusperren. Dadurch wird verhindert, dass Flecken oder Verfärbungen, zum Beispiel durch Nikotin, Wasser, Ruß oder Fett, später wieder durch die neue Farbe durchschlagen.

So ein Effekt kann mit normaler Wandfarbe, selbst wenn sie hochdeckend ist, nicht erreicht werden. Der Grund dafür ist, dass ein großer Anteil der Farbe aus Wasser besteht. Da die genannten Flecken alle wasserlöslich sind, zieht die Wandfarbe die Flecken beim Trocknen wieder aus dem Untergrund an die Oberfläche.

Unterschied Isolierfarbe, Sperrgrund und Nikotinsperrfarbe

Isolierfarbe kann als Grundanstrich vor der eigentlichen Wandfarbe verwendet werden. Je nach Produkt kann sie aber auch allein als Deckfarbe genutzt werden.

Sperrgrund beziehungsweise Isoliergrund wird als Grundierung verwendet. Er sperrt den Untergrund ab und bereitet die Fläche für einen weiteren Anstrich vor. Anschließend kann eine Deckfarbe aufgetragen werden, zum Beispiel Dispersionsfarbe oder Isolier-/ Sperrfarbe.

Spezielle Nikotinfarbe ist nicht zwingend notwendig. Auch normale Sperrfarben oder Isolierfarben können für die Absperrung von Nikotin verwendet werden, da sie einen ähnlichen Schutz bieten. Achte hier auf die Angaben vom Hersteller.

Aber wann verwende ich Sperrgrund und wann verwende ich Sperrfarbe?

Hier gilt das selbe wie bei einer normaler Farbe und Grundierung; Wenn der Untergrund ungleichmäßig saugt und das Endergebnis fleckig werden könnte, verwendest du eine Grundierung. 

Besonders bei Nikotinwänden ist es sinnvoll, Sperrgrund zu verwenden, da die Wände durch das Nikotin unterschiedlich stark saugen. Hier streicht man dann zweimal mit Sperrgrund und kann anschließend mit einer normalen Farbe darüberstreichen.

WICHTIG: Das gilt aber nur für leicht vergilbte Wände. Für stark verschmutzte Wände sollte lieber eine normale Grundierung und eine Sperrfarbe verwendet werden.

Lösemittelhaltige und wasserbasierte Produkte

Lösemittelhaltige Isolier- und Absperrfarben gelten als besonders wirksam und werden häufig von professionellen Malern verwendet. Allerdings können Lösemittel mit der Zeit an die Raumluft abgegeben werden und sind daher für Mensch und Umwelt belastender.

Wasserbasierte Isolier- und Absperrfarben sind für Privatpersonen oft die angenehmere Wahl. Sie funktionieren ebenfalls gut, wenn ein hochwertiges Produkt verwendet und die Farbe in zwei Anstrichen aufgetragen wird. Pufas Aqua Abdeckfarbe ist hierfür ein gutes Beispiel; Sie isoliert Flecken auch mit wasserbasierter Formel und erhält eine ungefährliche Raumluft.

Bei starken Flecken sind in der Regel zwei Anstriche empfehlenswert, damit die absperrende Wirkung zuverlässig ist.

Gesundheits- und Sicherheitsaspekte

Isolierfarben sind in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass lösemittelhaltige Produkte nach einiger Zeit Lösemittel an die Luft abgeben können. Das kann bei empfindlichen Personen zu Problemen wie allergischen Reaktionen führen.

Wenn du dieses Risiko nicht eingehen möchtest, entscheide dich einfach für ein wasserbasiertes Produkt. Dasselbe gilt auch bei Nikotinsperren.

Lüfte auf jeden Fall bei der Arbeit mit Sperrfarbe gut durch!

Schritt-für-Schritt: Flecken richtig sperren und überstreichen

Schritt 1: Wände vorbereiten und reinigen

Die Flecken sollten immer zuerst gereinigt werden, bevor man sie überstreicht. Das gilt auch für Nikotinwände.

Rußflecken werden zuerst abgesaugt und dann mit einem Rußschwamm abgerieben. Anschließend kann man eine weitere Reinigung vornehmen, wie unter "Ruß von Wänden entfernen" beschrieben. Bei einer guten Sperrfarbe ist das aber nicht nötig.

Starke Nikotinschichten und Fettflecken werden mit einem Gemisch aus Wasser und haushaltsüblichem Fettreiniger abgewaschen. Dafür verwendet man am besten Mikrofaserlappen.

Lasse die Wand nach der Reinigung gut trocknen.

Jetzt kannst du die umliegenden Flächen mit Klebeband und Abdeckpapier/-folie abdecken.

Bevor du nun deine Grundierung oder deine Deckfarbe auftragen möchtest, musst du die Wand noch einmal mit einem Besen sauber abfegen, damit der Haftung der Farbe nichts im Wege steht.

Schritt 2: Grundierung auftragen

Hast du deine umliegenden Flächen abgedeckt und die Wand nochmal abgefegt kannst du mit dem Auftrag der Grundierung beginnen.

Eine normale Grundierung kannst du vor dem Gebrauch verdünnen, Sperrgrund trägt man allerdings unverdünnt auf.

Nutze für den Auftrag einen Quast oder ein Drucksprühgerät. Der Auftrag sollte so gleichmäßig wie möglich erfolgen und keine Stelle ausgelassen werden. 

Danach folgt je nach Hersteller eine mehrstündige Trockenzeit. Bei starken Flecken kann der Sperrgrund auch zweimal aufgetragen werden.

Für Isoliersprays und Fleckenblocker gilt: Die zu isolierenden Flecken aus ca. 20 cm Entfernung kurz besprühen. Gegebenenfalls den Sprühvorgang nach Durchtrocknung (ca. 10 Minuten) nochmals wiederholen.
Die isolierten Verunreinigungen können nach 10 Minuten Trockenzeit mit Dispersionsfarbe überstrichen oder übertapeziert werden. 

Schritt 3: Sperranstrich und Deckfarbe aufbringen

Vorab: Lüfte während der Verarbeitung und Trocknung gut durch. Besonders bei Asperrfarbe ist das wichtig.

Die Farbe kann mit Pinsel, Rolle oder im Spritzverfahren aufgetragen werden. Wichtig ist ein gleichmäßiger Auftrag, damit die nötige Schichtdicke für die Isolier- und Schutzwirkung erreicht wird.

Für den Rollauftrag eignet sich ein Innenfarbroller mit etwa 12 mm Florhöhe. Auf glatten Untergründen sollte ein geeigneter Roller für glatte Flächen verwendet werden, um Rollstreifen und Oberflächenstrukturen zu vermeiden.

Arbeite möglichst nass in nass und rolle die Fläche zum Schluss gleichmäßig in eine Richtung ab.

Beim Spritzauftrag muss die Farbe auf die passende Spritzviskosität eingestellt werden. Beachte dabei die Angaben des Geräteherstellers. Für ein besonders gleichmäßiges Ergebnis kann die Fläche anschließend nachgerollt werden.

WICHTIG: Lasse die Absperrfarbe zunächst trocknen und schätze ein, ob weiterhin Flecken durchschimmern. Sollte das der Fall sein, trage noch eine zweite Schicht auf. Bei wasserbasierten Farben ist das fast immer der Fall.

Fazit & Prävention: Wie Flecken künftig vermieden werden

Hartnäckige Flecken steigen bei einem Anstrich mit normaler Farbe wieder durch, da sie durch den Kontakt mit der nassen Farbe angelöst werden. Im nassen Zustand sieht man das nicht gleich, aber je mehr die Farbe trocknet, desto stärker ziehen die Flecken wieder nach oben. Selbst bei einer Reinigung vor dem Anstrich ist das der Fall.

Deswegen benötigt man eine Sperrfarbe, da diese die Flecken endgültig absperrt.

Aber dieser Aufwand ist ohne vernünftige Prävention gar nicht nötig. Rauche also auf keinen Fall drinnen. Auch Lüften während des Rauchens hilft dabei nicht. Das Nikotin sorgt einfach für einen zu großen Schaden.

Da Fettflecken hauptsächlich in der Küche eine Gefahr sind, kannst du von vornherein eine waschbeständige Farbe oder Tapete verwenden. Noch besser ist es, direkt im Bereich des Herds eine Kunststoffwand oder Fliesen einzubauen. Waschbeständige Wandfarben erkennst du an ihrer Einstufung zur Nassabriebklasse. Klasse 1 ist dabei die höchste Stufe und sehr robust.

Feuchtigkeit und Wasserflecken an Innenwänden hingegen sind schwer zu verhindern, da sie durch Beschädigungen der Wasserrohre entstehen. An Außenwänden kann man hingegen mit baulichen Maßnahmen Feuchtigkeit verhindern. Dazu gehören der Anbau eines Dachüberstands, eine Imprägnierung der Fassade usw.

Häufige Fragen (FAQs)

Wie entfernt man Nikotin von Wänden?
Nikotinwände mit Wasser und fettlösendem Reiniger abwaschen, trocknen lassen und anschließend mit Sperrgrund oder Isolierfarbe absperren.

Warum kommen Wasserflecken nach dem Streichen wieder durch?
Weil die Ursache oft noch nicht behoben ist oder Rückstände wie Salze und Rost durch normale Farbe wieder durchschlagen.

Wie entfernt man Ruß von der Wand?
Ruß zuerst trocken absaugen und mit einem Rußschwamm abreiben. Wasser sollte man anfangs vermeiden, da es den Ruß verschmieren kann.

Welche Farbe eignet sich für Raucherwohnungen?
Eine Sperrfarbe beziehungsweise Isolierfarbe. Bei starken Nikotinbelastungen besser grundieren und danach mit Sperrfarbe streichen.

Ist eine Ozonbehandlung bei Raucherwohnungen sinnvoll?
Nur bei starkem, tief sitzendem Geruch und eher als Profi-Maßnahme. Vorher sollten Reinigung und Renovierung versucht werden.


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