DIY & Ratgeber: Unebenen Boden ausgleichen - Step-by-Step-Anleitung
Bevor du anfängst, auf deinem Boden schöne Bodenbeläge zu verlegen, muss dieser erst einmal eine ebene, glatte Oberfläche haben. Wie du deinen Boden dafür ausgleichst und was es über Ausgleichsmasse, Nivellierung und Alternativen zu wissen gibt, erfährst du in diesem Ratgeber!
- Arten von Bodenunebenheiten
- Ursachen unebener Böden
- Bestandsaufnahme & Messmethoden
- Ab wann Boden ausgleichensinnvoll ist
- Ausgleichsmasse & Nivelliermasse
- Schichtdicken
- Ausgleichsmasse auf verschiedenen Untergründen
- Alternativen zur Ausgleichsmasse
- Werkzeug & Zubehör
- Vorbereitung des Untergrunds
- Trocknungszeit & Belegreife
- Kompatibilität mit Bodenbelägen
- Mengenberechnung & Planung
- Häufige Fehler
- Wann ein Profi notwendig ist
- Häufige Fragen (FAQs)
Ein unebener Boden muss ausgeglichen werden, um Schäden am Bodenbelag zu vermeiden und den Trittschall zu reduzieren. Bei großflächigen Unebenheiten und Wellen wird der Boden in der Regel mit selbstverlaufendem Estrich ausgeglichen. Wenn du auf deinem Boden einen Designbelag verkleben möchtest, muss der Untergrund saugfähig und absolut glatt sein. Dafür wird eine selbstnivellierende Spachtelmasse verwendet. Dieser Vorgang wird auch Nivellieren genannt.
Estrich erhöht das Bodenniveau meist stärker, während Nivelliermasse den Boden nur leicht ausgleicht.
In diesem Zusammenhang hört man auch oft das Wort Egalisieren, das ebenfalls das Ausgleichen des Bodens beschreibt.
Wenn sich Unebenheiten von 2 bis 3 mm auf einer Länge von 2 Metern zeigen, muss der Boden ausgeglichen werden. Das kannst du mit einer Richtlatte (Richtscheit) und einem Messkeil oder mit einer Wasserwaage feststellen.
Für das Baugewerbe gibt es die DIN 18202, welche die Ebenheitstoleranzen vorgibt. Diese Grenzwerte werden je nach Messpunktabstand festgelegt.
- Bei einem Messpunktabstand von 0,1 m liegt die Grenze bei 2 mm.
- Bei einem Messpunktabstand von 1 m liegt die Grenze bei 4 mm.
- Bei einem Messpunktabstand von 4 m liegt die Grenze bei 10 mm.
- Bei einem Messpunktabstand von 10 m liegt die Grenze bei 12 mm.
Diese Werte fallen bei erhöhten Anforderungen allerdings strenger aus.
Arten von Bodenunebenheiten
Die Unebenheiten im Boden können durch Wellen, Löcher und Gefälle unterschieden werden.
Fangen wir mit dem geringsten Übel an: punktuelle Unebenheiten und Löcher. Wenn sich auf dem Boden vereinzelt Löcher finden lassen, ist keine Nivelliermasse notwendig. Hierfür verwendet man Ausgleichsmörtel. Mit diesem füllt man die Löcher und schleift die Masse nach dem Trocknen etwas glatt.
Wenn der Boden zusätzlich Wellen und Senken aufweist, müssen zuerst die Vertiefungen mit Ausgleichsmörtel gefüllt und der Boden anschließend nivelliert werden.
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Handelt es sich dabei nur um einen kleinen Bereich mit solchen Unebenheiten, muss nicht der komplette Boden neu nivelliert werden. In diesem Fall kann auch nur die betroffene Stelle ausgeglichen werden. Achte dabei allerdings auf die Schichtstärke deiner Masse.
Wenn sich der ganze Boden von Höhenunterschieden geprägt ist und sich somit auf der ganzen Fläche Wellen ziehen, muss der komplette Boden nivelliert werden.
Wenn der Boden ein Gefälle aufweist, so wie es auf dem Bild oben zu sehen ist, wird der Boden NICHT mit Nivelliermasse ausgeglichen, da Nivelliermasse nur eine geringe Schichtdicke erzeugen kann. Eine falsche Verwendung von Nivelliermasse kann daher zu Spannungsrissen führen.
Stattdessen kannst du ein spezielles Gefällemörtel oder standfeste Ausgleichsmasse verwenden.
Ursachen unebener Böden
Verschiedene Einflüsse können dafür sorgen das ein Boden unebenheiten aufweist. Zum Beispiel die Verarbeitung, Feuchtigkeit oder Alter des Gebäudes.
Setzungen |
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Im Bauwerk kann es zu Setzungen kommen, welche durch Spannungsunterschiede entstehen. Genau gesagt verändert sich das Volumen des Untergrundes unter der Bodenplatte (Basis des Gebäudes, meist aus Beton/Stahlbeton). Dadurch kann sich der Boden senken und zu Höhenunterschieden führen oder es bilden sich Risse. Wenn sich auch tiefe Risse in Wänden zeigen kann es sich hier um ein schwerwiegendes Problem handeln und sollte überprüft werden. |
Estrichfehler & Baupfusch |
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Wurde der Estrich nicht vernünftig eingebaut, kann das viele Folgen haben. Die häufigsten Gründe dafür, dass der Boden am Ende Fehler enthält, sind folgende:
Dieser „Baupfusch“ kann sich in Unebenheiten, Hohlstellen, Rissen und Abplatzungen äußern. |
Feuchtigkeit, Kellerprobleme |
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Teilweise können Probleme mit Feuchtigkeit ebenfalls auf Baupfusch zurückzuführen sein. Besonders wenn sich Schimmel im Untergrund feststellen lässt, ist dies häufig auf eine fehlende Absperrung und unzureichende Feuchtigkeitsprüfung zurückzuführen. Estrich nimmt Feuchtigkeit auf und quillt dadurch auf, was ebenfalls zu Wellen und Unebenheiten im Boden führen kann. Dieses Problem tritt häufig in Kellern auf. Hier muss allerdings mehr getan werden, als nur die Unebenheiten auszugleichen, da die Feuchtigkeit nicht weiter aufsteigen darf. |
Durchbiegung, Schüsselung (Holzböden) |
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Holzböden können sich mit der Zeit verformen und sich durch hohe Belastung durchbiegen. Es können auch sogenannte Schüsselungen auftreten, bei denen sich das Holz quer verformt und sich an den anliegenden Holzdielen hochbiegt oder wellt. Die häufige Veränderung des Holzvolumens durch wechselnde Feuchtigkeit und Temperatur führt zu Spannungen und somit zu den genannten Beschädigungen. |
Bestandsaufnahme & Messmethoden
Um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, muss der Zustand des Bodens zunächst ermittelt werden. Bei einer falschen Behandlung des Untergrunds kann es schnell kostenintensiv werden. Wird der Untergrund nicht vernünftig abgesperrt, kann Feuchtigkeit eindringen und zu Schimmel oder Wellenbildung führen.
Wie genau du dabei vorgehen musst und welche Prüfungen infrage kommen, erklären wir dir.
Wichtig zu wissen ist das, dass Augenmaß auf keinen Fall ausreicht. Unebenheiten können für das Auge unauffällig sein. Deshalb solltest du den Boden direkt mit einer Wasserwaage oder einer Richtlatte überprüfen.
Wie bereits erwähnt, sollten die Unebenheiten auf einer Länge von 2 Metern nicht größer als 2 bis 3 mm sein.
Um die Unebenheiten zu ermitteln und messen zu können, legst du die Richtlatte oder Wasserwaage, idealerweise 2 Meter oder länger, auf den Boden und blickst darunter. Befindet sich unter dem Gegenstand eine Vertiefung, misst du diese mithilfe eines Zollstocks oder Richtkeils aus. So erkennst du, wie tief die Unebenheiten sind.
Um die Unebenheiten auf der kompletten Fläche zu erfassen und die benötigte Spachtelmasse zu berechnen, teilst du die Fläche in verschiedene Zonen ein. Teile die Zonen am besten in Quadratmeter ein, passend zur Länge deines Richtscheits.
Bei einem Richtscheit mit einer Länge von 2 Metern teilst du die Bereiche zum Beispiel in 2 x 2 Meter große Felder ein.
In jeder dieser Bereiche misst du dann die tiefste Stelle ab, ermittelst dann den Durchschnitt der Zonen und teilst das Ergebnis nocheinmal durch 2.
Es kann auch ein Laser, zum Beispiel ein Rotationslaser, oder ein Nivelliergerät verwendet werden, um die Unebenheit zu messen. Solche Geräte werden allerdings eher von Profis eingesetzt und kommen meist bei größeren Projekten infrage.
Ab wann Boden ausgleichen sinnvoll ist
Man muss sich hierbei zwei Fragen stellen:
- Sind die Unebenheiten meines Bodens noch innerhalb der Toleranzgrenze?
- Welche Anforderungen stellt mein geplanter Bodenbelag?
Wie wir bereits geklärt haben, liegt die allgemeine Toleranzgrenze für Untergründe bei 2 bis 3 mm auf einer Länge von 2 Metern. Das bedeutet: Ist der gemessene Tiefpunkt höher als 3 mm, muss der Boden in jedem Fall ausgeglichen werden.
Für manche Bodenbeläge sind die Toleranzen allerdings strenger, da schon kleinere Unebenheiten zu Schäden führen können oder die Unebenheiten durch den Bodenbelag spürbar sind. Dazu zählen Parkett, Laminat, Klick-Böden und dünne, geklebte Designbeläge.
Bevor wir die Toleranzen nennen, solltest du wissen, dass dies allgemeine Kennzahlen sind, die sich aus der DIN 18202 ergeben. Du solltest bei deinem ausgewählten Bodenbelag immer prüfen, welche Werte der Hersteller vorgibt.
Hier gelten folgende Toleranzen:
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Parkett
3 mm auf dem ersten Meter und 2 mm je weiterem laufenden Meter -
Laminat und Klick-Böden
3 mm pro laufendem Meter -
Dünne, geklebte Designbeläge
Hier wird eine Spachtelung als notwendig empfohlen. Empfohlen wird eine Spachtelung mit 2 mm Schichtstärke.
Ausgleichsmasse & Nivelliermasse
Es gibt verschiedene Arten von Nivellier- und Ausgleichsmasse. Dabei unterschiedenen sie sich in ihrer Zusammensetztung aber hauptsächlich durch ihre Konsistenz. Man unterschiedet zwischen standfester und selbst nivellierender Masse.
Was genau du über die verschiedenen Arten wissen musst erfährst du hier.
Nivelliermasse
Nivellier- bzw. Ausgleichsmasse verteilt sich von selbst auf der Fläche. Sie ist „selbstnivellierend“. Durch ihre flüssige Konsistenz findet sie jede Kuhle und jeden Spalt und verschließt diese. Wenn sie richtig verarbeitet wurde und getrocknet ist, ergibt sie einen sauberen und saugfähigen Untergrund.
Die getrocknete Schicht kann auch fein geschliffen, versiegelt und direkt als Boden verwendet werden.
Die Masse wird vollflächig verwendet und auf dem kompletten Boden gleichmäßig verteilt.
Hierbei ist es wichtig, Randdämmstreifen zu verwenden. Sie entkoppeln Wand und Boden und verhindern so lauten Trittschall. Verwende mindestens 5 mm dicke Randdämmstreifen.
Mit Nivelliermasse können unterschiedlich dicke Schichten erreicht werden. Entscheidend ist hierfür das Mischverhältnis. Wie dick oder dünn man Nivelliermasse ausziehen kann, ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Nehmen wir unseren Standard als Beispiel: Bei der Bostik C350 Nivelliermasse ist eine Schichtdicke von 2 mm bis 5 mm möglich.
Es gibt viele verschiedene Arten von Nivelliermasse. Du kannst so gut wie jeden Untergrund egal ob Holz, Zemenestrich, Betontestrich oder Gussasphalt ausgleichen.
Standfeste Spachtelmassen
Die standfeste Spachtelmasse verteilt sich nicht von selbst wie die Nivelliermasse. Sie ist formbar und lässt sich mit der Glättkelle gezielt auftragen.
Sie wird für gewöhnlich nicht auf dem kompletten Boden verteilt, sondern benutzt, um Risse, Ausbrüche und Löcher zu füllen. Zum Beispiel wird vor dem Auftrag von Nivelliermasse die standfeste Spachtelmasse benutzt, um Unebenheiten auszugleichen und den Boden entsprechend vorzubereiten.
Eine standfeste Spachtelmasse kann auf so gut wie jedem Boden eingesetzt werden, wie Zement-, Calciumsulfat-, Magnesit- und Gussasphaltestrichen, auf Span- und OSB-Platten, Holzdielen oder keramischen Fliesen.
Das Gute an der Masse ist, dass sie beim Abbinden kaum schrumpft. Die meisten Produkte trocknen auch ziemlich schnell. Dabei können sie von 0 mm bis zu einer Schichtstärke von 10 mm aufgetragen werden.
Die Basis einer standardmäßigen Bodenspachtelmasse ist üblicherweise zementär, gemischt mit mineralischen Füllstoffen wie Quarzsand und kleinen Anteilen Kunstharz. Neben der zementären Spachtelmasse werden auch Gipsspachtelmassen auf Calciumsulfat-Basis häufig verwendet.
Der Unterschied zwischen Zement und Gips ist, dass Zement feuchtigkeitsbeständiger ist und Gips nur im trockenen Innenbereich eingesetzt werden kann.
Faserverstärkte / faserarmierte Systeme
Bei einer faserverstärkten Spachtelmasse werden kleine Fasern, zum Beispiel aus AR-Glas, einer Spachtelmasse zugesetzt, um sie stabiler und rissunempfindlicher zu machen.
Genauer gesagt erhöhen die Fasern die Zug- und Biegezugfestigkeit, verbessern die Duktilität, steigern die Scherfestigkeit und die Haftzugwerte und reduzieren Schwindrisse.
Es gibt sowohl fertige faserverstärkte Spachtelmassen als auch Fasern, die man einer Spachtelmasse beimischen kann.
Diese Systeme eignen sich für kritische, bewegliche oder vorgeschädigte Untergründe, bei denen eine normale Spachtelmasse schneller reißen oder versagen könnte. Typische Anwendungsfälle sind Holzdielen, Spanplatten, alte Mischuntergründe, marode Estriche, alte Fliesenbeläge oder Böden mit Fußbodenheizung.
Die Faserverstärkung ist sowohl für selbstnivellierende Massen als auch für standfeste Spachtelmassen geeignet.
Selbstnivellierend vs. Standfest
Kurz gefasst verwendet man Nivelliermasse dann, wenn man einen saug- und tragfähigen Untergrund benötigt. Die Nivelliermasse macht den Boden absolut eben.
Genau diese Eigenschaften muss der Boden haben, wenn du einen Designbelag kleben möchtest oder ihn anschließend versiegeln und so verwenden willst.
Mit der standfesten Bodenspachtelmasse wird der Boden für alles Mögliche vorbereitet, wie zum Beispiel für die Nivelliermasse. Hiermit besserst du nur Risse, Löcher und Unebenheiten aus oder überbrückst Höhenunterschiede.
Hier siehst du weitere wesentlichen Unterschiede zwischen selbstnivellierender und standfester Spachtelmasse in einer Tabelle gegenübergestellt.
Schichtdicken
Die Standardschichtdicke für eine Ausgleichsmasse liegt bei 3 mm. Dabei kommt es auch auf die Qualität der Ausgleichsmasse an. Hochwertigere Ausgleichsmassen können in einem Arbeitsgang eine Schichtdicke von 20 bis 30 mm erreichen.
Eine Schichtdicke von mehr als 30 mm bewegt sich eher im Bereich des Estrichs. Wenn deine Unebenheiten also eine höhere Schichtdicke als 30 mm erfordern, musst du den Boden mit Estrich ausgleichen.
Um zu ermitteln, welche Schichtdicke du benötigst, musst du Folgendes berücksichtigen:
- die Wahl deines Bodenbelags und deiner Nivelliermasse
- die Höhe deiner Unebenheiten
Manche Bodenbeläge wie Vinyl- und LVT-Beläge setzen eine Spachtelung voraus. In diesem Fall wäre eine Mindestschichtdicke von 2 mm erforderlich. Du musst aber auch beachten, ob deine Nivelliermasse eine Mindestschichtdicke vorgibt.
Die Regel lautet hier: Benötigte Schichtdicke = gemessene Höhe deiner Unebenheit + erforderliche Mindestschichtdicke
Beispiel:
Wenn das Ergebnis deiner Unebenheitsberechnung 4 mm beträgt und die Ausgleichsmasse am Ende 2 mm Schichtdicke haben soll, brauchst du eine Schichtdicke von 6 mm.
Ausgleichsmasse auf verschiedenen Untergründen
Beim Ausgleichen von Betonboden oder Bodenplatte, Fliesenboden, Estrich, Fließestrich und Trockenestrich kommt es meist eher auf die passende Grundierung als auf eine besondere Ausgleichsmasse an. Das bedeutet, dass du für diese Böden in der Regel eine Standard-Spachtelmasse auf Zementbasis verwenden kannst. Dafür eignet sich zum Beispiel die Bostik SL C350 Universal Spachtelmasse.
Eine Ausnahme bilden Holzböden sowie gewünschte Schichtdicken über 5 mm. Hier sollte man entweder eine Gipsspachtelmasse verwenden, da diese spannungsärmer ist, oder auf faserverstärkte Spachtelmassen zurückgreifen.
Für die unterschiedlichen Untergründe gilt jedoch immer: Wenn die Unebenheiten größer als 3 bis 5 cm sind und keine gleichmäßige Lastverteilung gegeben ist, muss ein Estrich verlegt werden. Eine Ausgleichsmasse reicht in diesem Fall leider nicht aus.
Wenn dein Boden jedoch in gutem Zustand ist und keine zusätzliche Lastenverteilung benötigt, also nicht stark beansprucht wird, kannst du ihn einfach mit Nivelliermasse ausgleichen.
Für Fußbodenheizungen kann ebenfalls eine Standard-Spachtelmasse verwendet werden. Wenn die Heizung allerdings nachträglich in den Estrich gefräst und die Heizrohre eingelegt wurden, müssen diese Kanäle zuerst mit standfester Spachtelmasse verspachtelt werden, bevor nivelliert wird.
Die richtige Grundierung für deinen Boden finden
Natürlich gilt auch hier: Vor jedem Auftrag muss der Untergrund trocken und sauber sein, also frei von Schmutz, Öl, Fett, Wachs und anderen Trennmitteln.
Betonboden, Estriche, Natur- und Kunststein sowie keramische Fliesen und Platten: Hier kannst du eine Universal-Haft- und Grundierdispersion verwenden, sofern der Boden nicht saugfähig ist. Diese eignet sich sowohl für saugfähige als auch für nicht saugfähige Untergründe. Als Beispiel von Bostik kann hier der Grip A500 Multi Haftgrund genommen werden.
Für nicht saugende Untergründe wie Fliesen eignet sich auch eine Haftbrücke mit Quarzsand. Diese rauht den Boden auf und sorgt für eine gute Haftung.
Alternativen zur Ausgleichsmasse
Bei den Alternativen ist es wichtig, den Einsatzzweck zu unterscheiden. Oft ist Ausgleichsmasse oder Nivelliermasse nicht nur notwendig, um Unebenheiten auszugleichen, sondern auch, um einen saugfähigen und glatten Untergrund zu schaffen. Möchte man zum Beispiel einen Bodenbelag verkleben, ist diese Schicht notwendig.
Wenn du nur Schadstellen ausgleichen möchtest und nicht unbedingt einen Bodenbelag kleben willst, kommen auch Alternativen infrage.
Boden ausgleichen ohne Ausgleichsmasse
Wenn sich Unebehneiten nicht auf dem ganzen Boden verteilen und nicht allzu Gravierend sind, können Sie auch punktuell mit ausgleichsmörtel ausgebessert werden.
Für DIY ist das oft dann sinnvoll, wenn du nur einzelne hohe Nasen, Kanten, Kleberreste, lokale Löcher oder ein paar Problemstellen hast.
Die Grenze ist dort, wo der ganze Raum Schieflage hat oder wo ein empfindlicher Belag wie geklebtes Vinyl, Designbelag oder Parkett eine wirklich plane Oberfläche braucht.
Ausgleichsschüttung (trocken)
Für große Höhenunterschiede im Raum ist es oft technisch passender eine Aufschüttung für den Ausgleich zu verweden. Man erreicht hiermit eine sehr hohe Schichtdicke ohne zusätzliche Baufeuchte entsteht, was eine hervorragende Eigenschaft ist.
Die Schüttung kann allerdings nicht allein verwendet werden; Sie wird nur als Teil eines Bodensystems verwendet, was beduetet das anchließend eine weitere Schicht nötig ist.
Sie kann nicht für Feuchträume und schwer belastete Böden (z. B. durch Waschmaschinen) eingesetzt werden.
Die Ausgleichsschüttung wird am häufigsten für Holzbalkendecken verwendet.
OSB- und Plattensysteme
Die Platten werden schwimmend auf dem alten Untergrund oder auf einer Schüttung verlegt. Sie können ebenfalls für eine ebene Fläche sorgen, jedoch sollte man auf ihnen keinen Bodenbelag verkleben.
Die Platten sollten nicht verlegt werden, wenn sich dadurch Hohlräume unter ihnen bilden.
Fliesenkleber als Ausgleich
Mit Fliesenkleber können Unebenheiten auf keinen Fall ausgeglichen werden. Das wird oft missverstanden, denn Fliesenkleber gleicht vielleicht kleine, unbedeutende Unebenheiten mit aus, aber er sorgt weder für einen ebenmäßigen Untergrund noch bietet er zusätzliche Stabilität.
Es handelt sich hierbei also nicht um eine Alternative zur Ausgleichsmasse.
Werkzeug & Zubehör
Um deinen Boden ausgleichen zu können, benötigst du folgendes Werkzeug:
- Wasserwaage oder Richtlatte
- Besen und Staubsauger
- Quast oder Malerwalze zum Grundieren
- Baukübel, Eimer oder Mörtelwanne (Bei größeren Flächen werden mehr Eimer benötigt)
- Bohrmaschine mit Rührquirl
- Glättekelle, Flächenspachtel oder Rakel
- Stachelwalze
- Handschuhe, Atemmaske und Schutzbrille
- Schleifgerät
- Gegebenenfalls einen Tacker
Hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich:
- Nagelschuhe: Mit Nagelschuhen kannst du dich auf der frischen Fläche bewegen. Das eignet sich besonders für große Flächen.
Bei sehr großen Flächen kann zum Mischen der Nivelliermasse auch eine Estrichpumpe verwendet werden. Diese rührt die Ausgleichsmasse an und pumpt sie anschließend auf den Boden. Das erleichtert die Arbeit enorm.
Wir empfehlen, zum Verteilen einen Rakel mit einem langen Stiel zu verwenden, da es sehr anstrengend sein kann, die Masse mit einer kleinen Glättekelle oder einem Spachtel zu verteilen.
Vorbereitung des Untergrunds
Die Vorbereitung ist ein wichtiger Schritt und sollte nicht vernachlässigt werden. Denn egal, wie gut dein Produkt ist, es hat keine Chance, wenn der Boden keinen Halt bietet.
Was genau du bei der Vorbereitung beachten musst, gehen wir nun durch.
Reinigung und anschließende Haftprüfung
Wie bei jedem Projekt beginnst du damit, den Untergrund zu reinigen. Am Ende wollen wir nämlich, dass der Boden sauber, trocken, fest und tragfähig ist.
Entferne alte Bodenbeläge, lose Teile, Staub, Schmutz, Fett, Öl sowie Kleber- und Lackreste. Dafür kannst du zunächst mit einem Spachtel die losen Teile lockern und sie anschließend beim gründlichen Durchfegen aufsammeln. Nachdem du den Raum ausgefegt hast, solltest du ihn noch einmal absaugen.
Falls du dafür Reinigungsmittel verwendest, solltest du immer alles mit klarem Wasser nachwaschen, damit sich auch wirklich keine Rückstände auf der Fläche befinden. Allgemein gilt bei einer Reinigung mit Flüssigkeiten, alles danach immer gut trocknen zu lassen.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Boden tragfähig ist, solltest du das mit einer Haftprüfung feststellen. Dazu klopfst du den Boden mit dem Hammer ab, um Hohlräume und Abplatzungen festzustellen und kratzt mit einem Messer oder einer Drahtbürste an der Oberfläche, um die Festigkeit des Bodens zu prüfen. Sollten tiefe Spuren nach dem Kratztest entstehen, sollte ein Produkt zur Verfestigung des Bodens benutzt werden.
Randdämmstreifen, Abdichtung und Spachtelmasse
Jetzt werden erst einmal die Randdämmstreifen angebracht. Je nach Produkt musst du diese einfach ankleben oder festtackern. Diese werden auch benutzt, um das Herausfließen der Ausgleichsmasse in andere Räume zu verhindern.
Pass also gut auf, dass alles fest und ohne Lücken an den Türöffnungen angebracht ist. Überall dort, wo die Masse nicht hinlaufen soll, wird mit Acryl abgedichtet.
Jetzt werden mit standfester Ausgleichsmasse oder Ausgleichsmörtel Risse, Löcher und sonstige Schadstellen geschlossen. Fülle die Schadstellen mit der Masse und ziehe sie mit der Kelle glatt. Achte unbedingt auf die Trocknungszeiten des Herstellers
Grundierung & Haftgrund
Jetzt wird die Grundierung aufgetragen. Welche sich für deinen Boden eignet, haben wir ja bereits geklärt. Du trägst deine Haftbrücke mit einer Rollenwalze oder einem Quast auf. Hier ist es auch wieder unheimlich wichtig, auf die Trockenzeiten zu achten. Ob du deine Haftbrücke verdünnen musst, kannst du dem jeweiligen technischen Datenblatt entnehmen.
Pass darauf auf, dass du auch die ganze Fläche komplett bedeckt hast.
Verarbeitung: Überblick der Arbeitsschritte
Nachdem du die Fläche vorbereitet hast, geht es an das Verarbeiten der Ausgleichsmasse. Wichtig ist, dabei mit mindestens zwei Personen zu arbeiten, da die Masse relativ schnell verarbeitet werden muss. Außerdem solltest du dir die Verarbeitungshinweise des Herstellers vorab genau durchlesen.
Ausgleichsmasse anrühren
Das Wichtigste zuerst: Beim Anmischen musst du zu deinem Schutz eine Atemschutzmaske und Handschuhe tragen.
Zuerst füllst du das Wasser nach Herstellerangaben in deinen Baukübel oder in die Mörtelwanne, danach gibst du das Pulver hinzu.
Anschließend mischst du beides mit dem Quirl und der Bohrmaschine zu einer klumpenfreien Masse. Rühre zunächst nur so viel an, wie du auch verarbeiten kannst, da die Masse schnell anzieht. Am Besten sollte eine Person die Masse verteilen und eine andere die weitere Masse anrühren.
Ausgleichsmasse verteilen
Du startest mit dem Verteilen in einer Raumecke und arbeitest dich dann in Richtung Ausgang vor. Zum Verteilen der Masse kannst du einen Rakel, Flächenspachtel, eine Zahnkelle oder ein Abziehbrett verwenden. In großen Räumen empfiehlt es sich, einen Rakel mit Stiel zu benutzen, da sich die Masse damit auf Dauer leichter verteilen lässt.
Achte darauf, dass der Boden vollständig mit der Masse bedeckt ist und verteile sie gleichmäßig, damit nichts spritzt oder an den Wänden hochschwappt.
Während des Verteilens kommt auch schon die Stachelwalze zum Einsatz. Mit ihr rollst du über die Ausgleichsmasse. Dieser Schritt ist sehr wichtig, da so die Bildung von Luftblasen verhindert wird.
Sobald die gesamte Masse verteilt und entlüftet worden ist, kann sie trocknen.
Nacharbeiten
Nachdem der Boden entsprechend der Herstellerangaben getrocknet ist, überprüfst du ihn auf Unebenheiten und schleifst diese mit einem Schleifgerät ab. Auch dabei ist es wichtig, eine Atemschutzmaske zu tragen.
Je nachdem, welchen Bodenbelag du auf deiner neuen Schicht verlegen möchtest, musst du vielleicht etwas genauer arbeiten. Wenn ein Designbelag geklebt werden soll, fällt hier jede Unebenheit auf, weshalb du besonders sorgfältig schleifen solltest.
Trocknungszeit & Belegreife
Wie lange eine Ausgleichsmasse zum Trocknen benötigt, hängt von der Höhe der aufgetragenen Schicht, der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab.
Für dein gekauftes Produkt gibt es immer ein technisches Merkblatt, in dem all diese Angaben zu finden sind, falls sie nicht direkt auf dem Produkt erkennbar sein sollten.
Standardmäßig ist die Ausgleichsmasse nach wenigen Stunden begehbar. Bei der Bostik SL C350 UNIVERSAL sind es 2 Stunden, bis man die Fläche begehen kann.
Bevor man weitere Beläge auf der Schicht verlegt, ist es wichtig, dass der Boden komplett durchgetrocknet ist. Verlegereif ist der Großteil der Ausgleichsmassen nach ungefähr 1 Tag, sofern die Schichtdicke bis zu 3 mm beträgt. Andernfalls dauert es definitiv länger.
Wichtig ist aber, auf die genauen Angaben des Herstellers zu achten. Nicht für alle Massen und Schichtstärken kann man sich auf pauschale Zeitangaben verlassen. Bei den faserverstärkten Spachtelmassen von Bostik muss zum Beispiel ab einer Schichtdicke von 3 mm zunächst eine CM-Messung durchgeführt werden, um die Verlegereife festzustellen.
Kompatibilität mit Bodenbelägen
Mit der Ausgleichsmasse schaffst du einen saugfähigen und glatten Untergrund. Aber was genau kann nun darauf verlegt werden?
Zunächst solltest du bei deiner gewählten Spachtelmasse in das technische Merkblatt schauen und prüfen, ob sie für deinen geplanten Belag geeignet ist. Außerdem sollte vor jeder Verlegung noch einmal eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden, um den Untergrund gegebenenfalls entsprechend vorbehandeln zu können.
Laminat und schwimmend verlegter Vinylboden können problemlos auf Ausgleichsmasse verlegt werden. Bei Laminat sollte man jedoch vorher eine Trittschalldämmung oder, je nach Anforderung, eine Dampfsperre einbauen, besonders bei Fußbodenheizung.
Wenn man Designbeläge wie Vinyl, Teppich oder Parkett verkleben möchte, muss der Boden absolut eben sein, und der Belagskleber muss wirklich zum Untergrund passen. Je nachdem, welche Ausgleichsmasse man verwendet, können bestimmte Klebstoffe ungeeignet sein. Für die Verklebung von Parkett ist eine 2 mm dicke Schicht Ausgleichsmasse teilweise sogar erforderlich.
Teppich eignet sich im Allgemeinen gut für einen nivellierten Boden. Aber auch hier muss der Untergrund natürlich trocken, tragfähig, sauber und eben sein.
Fliesen können ebenfalls auf Nivelliermasse verlegt werden. In Feuchträumen ist jedoch ein zusätzlicher Feuchtigkeitsschutz notwendig.
Naturstein kann man nicht ohne Weiteres auf einer Standard-Nivelliermasse verlegen. Hier muss zunächst ein passendes System aufgebaut werden, da es sonst zu Verfärbungen oder Verformungen kommen kann.
Mengenberechnung & Planung
Bei der Planung ist es immer wichtig, sich zu fragen, in welchem Zustand sich der Untergrund befindet und was du am Ende auf dem Boden verlegen möchtest.
Wenn du das festgestellt hast, kannst du dich für eine passende Ausgleichsmasse und eine geeignete Haftbrücke entscheiden.
Während du bei der Haftbrücke nur nach dem Verbrauch des Produktes und den Quadratmetern gehst, benötigst du für die Berechnung der Ausgleichsmasse zusätzlich die Schichtdicke.
Dafür schaust du in das technische Merkblatt des Produktes und prüfst, welchen Verbrauch es bei der jeweiligen Schichtstärke pro m² hat.
Anhand eines Beispiels lässt sich die Berechnung besser erklären:
Du möchtest eine Schichtdicke von 3 mm erreichen und hast einen Raum mit 15 m². Das technische Datenblatt von Bostik SL C350 gibt einen Verbrauch von ca. 1,5 kg/m² pro 1 mm Schichtdicke an.
Die Berchenung: 4,5 kg x 15 m² = 67,5 kg
Ergebnis: Du benötigst 67,5 kg Spachtelmasse für deinen Boden.
Häufige Fehler
Wer sich vor der Verarbeitung mit den typischen Fehlern vertraut macht, kann damit viel Zeit und Geld sparen. Deswegen gehört es auch zur Planung, sich dieser einmal bewusst zu werden und sie vermeiden zu können.
Fehlende oder falsche Grundierung |
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Es gibt verschiedene Arten von Grundierungen. Es gibt welche die die Saugkraft regulieren oder sie verstärken. Du musst herausfinden welche für deinen Untergrund die richtige ist, denn wenn die Ausgleichsmasse nicht den richtigen Halt hat, kann es zu den folgenden Problemen kommen
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Falsche Schichtdicke |
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Ist die Schichtdicke dünner oder dicker eingebaut, als vom Hersteller freigegeben, oder wird die Mindestdicke für den Belag nicht eingehalten, kann auch das zu schweren Problemen führen. Bei einer zu dünnen Schicht werden Unebenheiten nicht sauber ausgeglichen, und die Tragfähigkeit des Bodens verschlechtert sich. Bei zu hoher Belastung kann der Boden beschädigt werden. Bei einer zu dicken Schicht kommt es zu langen Trocknungszeiten und oft zu Feuchtigkeitsproblemen unter dem Belag. Da es hierbei auch zu Spannungen kommen kann, führt dies häufig zu Rissen. |
Unzureichendes Entlüften |
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Eine Stachelwalze zu verwenden und den Boden zu entlüften, ist essenziell, da die Ausgleichsmasse sonst Luftblasen einschließen kann. Das führt zu Poren, Kratern und einer verminderten Tragfähigkeit. Das Ziel der Ausgleichsmasse wäre damit nicht erreicht, nämlich eine glatte und tragfähige Fläche zu schaffen. Beim Entlüften kann man auch nicht viel falsch machen. Du fährst einfach mit der Stachelwalze über die aufgetragene Masse. |
Keine einheitliche Trocknung |
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Wenn es während der Trocknung zu Temperaturunterschieden oder zu starker Sonneneinstrahlung kommt, führt das meist zu Rissen. Auch Zugluft kann dazu führen. |
Wann ein Profi notwendig ist
Ein Profi ist vor allem dann notwendig, wenn grundlegende Probleme wie Feuchtigkeit oder unklare Mängel bei der Bodenprüfung auftauchen.
Das bedeutet: Wenn du selbst eine Feuchtigkeitsmessung an deinem Boden durchführst und der Wert zu hoch ist, muss zuerst die Ursache der Feuchtigkeit festgestellt und entsprechend behoben werden.
Wenn dein Boden außerdem sehr starke Höhenunterschiede aufweist und du dir über die Ursachen nicht im Klaren bist, sollte ebenfalls ein Fachmann hinzugezogen werden.
Sollte sich bei deiner Untergrundprüfung herausstellen, dass Hohlräume und starke Abplatzungen vorhanden sind, bedeutet das oft, dass der Estrich entfernt und neu aufgebaut werden muss. Auch das eignet sich nicht als Heimwerker-DIY-Projekt, wenn man nicht über die nötige Erfahrung verfügt.
Du solltest dich im Allgemeinen aber auch nicht übernehmen. Das Ausgleichen eines Bodens ist eine wichtige Arbeit, die bei falscher Planung viel Geld kosten kann. Wenn es sich nicht um einen Standardfall handelt, kann das Vorhaben schnell sehr komplex werden und sollte bei fehlender Erfahrung zumindest mit einem Fachmann abgesprochen werden.
Fazit
Ob ein Boden mit Nivelliermasse, standfester Spachtelmasse, trockener Ausgleichsschüttung oder Estrich ausgeglichen werden sollte, hängt vor allem von Methode, Untergrund und späterer Nutzung ab. Kleine Schadstellen lassen sich oft punktuell ausbessern, während bei großflächigen Unebenheiten meist eine vollflächige Nivellierung nötig ist.
Entscheidend ist außerdem, welcher Bodenbelag später verlegt wird, da empfindliche Beläge einen besonders ebenen, trockenen und tragfähigen Untergrund brauchen. Wer den Boden zuerst sorgfältig prüft und danach Grundierung, Schichtdicke und Trocknungszeit beachtet, schafft die beste Basis für einen dauerhaft haltbaren Bodenaufbau.
Häufige Fragen (FAQs)
Wie kann man einen unebenen Boden ausgleichen?
Meist wird der Untergrund zuerst gereinigt, vorbereitet und grundiert. Danach wird die passende Ausgleichsmasse in der nötigen Schichtdicke aufgetragen.
Boden uneben – welche Ausgleichsmasse?
Für kleine bis mittlere Unebenheiten auf Beton, Estrich oder Rohdecke eignet sich meist eine zementäre Nivelliermasse. Für höhere Schichtdicken, Heizestriche oder Holzuntergründe sind eher faserarmierte oder spannungsarme Systeme geeignet.
Was kostet Boden ausgleichen pro m²?
Im DIY-Bereich liegen die Materialkosten meist bei etwa 7 bis 12 Euro pro m². Mit Grundierung, Vorarbeiten oder Fachbetrieb wird es teurer.
Wie lange trocknet Nivelliermasse wirklich?
Nivelliermasse ist oft nach 2 bis 3 Stunden begehbar, aber meist erst nach rund 24 Stunden verlegereif. Bei dickeren Schichten dauert es länger.
Kann man Boden ohne Ausgleichsmasse ausgleichen?
Es kommt darauf an welchen Bodenbelag du am Ende haben möchtest. Je nach Aufbau auch mit Ausgleichsschüttung, Trockenestrich oder Plattensystemen.
Ab wann ist Bodenausgleich zwingend?
Wenn die Unebenheiten die zulässigen Toleranzen überschreiten oder der spätere Bodenbelag eine ebene Fläche verlangt.