DIY & Ratgeber: Gemütliche Leseecke mit Farbe, Tapete & Boden gestalten
In Wohnungen gibt es oft leere, ungenutzte Ecken, bei denen man nicht genau weiß, wie man sie sinnvoll nutzen soll. Dabei lassen sich solche Flächen wunderbar in gemütliche Leseecken verwandeln. Sie sind eine tolle Möglichkeit, deiner Wohnung mehr Persönlichkeit und Komfort zu verleihen.
Mit Gestaltungsideen und praktischen Umsetzungshilfen zeigen wir dir, wie du eine leere Fläche in eine einladende und gemütliche Atmosphäre verwandelst.
In erster Linie klingt dieses Projekt nach einer rein optischen Verbesserung. Allerdings kann eine Leseecke, auch Reading Nook oder Reading Corner genannt, ebenfalls die Lebensqualität steigern.
Sie lädt dazu ein, sich Zeit für sich selbst und seine Hobbys zu nehmen. Diese Zeit ist sehr wichtig, wird jedoch oft unterschätzt und vernachlässigt. Ob du deine Leseecke nun zum Lesen, zum Spielen eines Instruments oder einfach nur zum stillen Sitzen und Tee trinken nutzt: Diese kleinen Momente können die psychische Gesundheit und die mentale Leistungsfähigkeit allgemein verbessern.
Planung & Nutzung
Deine Leseecke sollte gut geplant sein, denn sie soll in erster Linie einladend auf dich wirken und die Konzentration auf dich und dein Hobby fördern.
Einerseits bringt es nichts, eine schöne Ecke zu gestalten, wenn der Sessel super unbequem ist oder der Bereich einfach zu wenig Bewegungsfreiheit bietet. Andererseits ist es auch nicht sinnvoll, wenn du es zwar bequem hast, dir die Ecke optisch aber ein Dorn im Auge ist.
Deine Planung sollte in der richtigen Reihenfolge ablaufen:
- Ausmessen der Fläche und Festlegen der Eingrenzung
-
Durch Inspiration und auf Grundlage der Bemaßungen die Art der Möbelstücke aussuchen.
Hier stellen sich unter anderem folgende Fragen:- Sessel oder Couch?
- Regale oder Schrank?
- Stehlampe oder Tischlampe?
- Zusätzlicher Teppich?
-
Inspiration raussuchen und das Raumkonzept visuell darstellen
- Auch eine grobe Zeichnung kann hierbei sehr hilfreich sein und vor Enttäuschung bewahren.
- Bildbearbeitungs-Apps oder KI können hierbei sehr hilfreich sein.
- Versuche dabei unbedingt, den Maßstab einzuhalten, ansonsten hast du am Ende weniger Platz als geplant.
- Die Erstellung einer Farbpalette ist ebenfalls hilfreich
- Möbel- und Materialauswahl
Das Schöne an einer Leseecke ist, dass es nicht viel braucht, um sie zu gestalten. Du erreichst mit wenigen zusätzlichen Möbeln eine maximale Wirkung auf kleinem Raum.
Ein paar Regale, ein Sessel, eine Lampe und ein Teppich und schon sieht dein Zimmer ganz anders aus. Ein schlichtes Design mit warmen Lichtquellen sorgt für die optimale Gestaltung einer ruhigen und entspannten Wohlfühloase. Dabei muss beachtet werden, dass es nicht zu dunkel sein darf, da sich diese Ecken oft ohnehin in dunkleren Raumbereichen befinden. Eine helle, aber dennoch gedämpfte Steh- oder Tischlampe ist ideal und macht das Lesen angenehmer für die Augen.
Doch natürlich kannst du auch voll aufs Ganze gehen und die Ecke ausbauen. Zum Beispiel, indem du die Wände mit Paneelen verkleidest oder eine Erhöhung des Bodens einbaust. Es gibt viele kreative Ideen, wie man eine kleine Ecke eines Raumes zu dessen Highlight machen kann.
Zielgruppenorientierte Leseecken
Leseecken sind personalisierte Rückzugsorte, weshalb man sie hervorragend auf bestimmte Zielgruppen abstimmen kann. Am besten unterscheidet man hierbei zwischen Kindern und Erwachsenen, da beide Gruppen mit unterschiedlichen Mitteln zum Entspannen eingeladen werden sollten.
Hier erfährst du Wissenswertes über die Gestaltung, angepasst an diese beiden Altersgruppen.
Leseecken für Kinder
Mit einer Leseecke wird ein personalisierter Rückzugsort entworfen. Besonders für heranwachsende Kinder bietet ein eigener Rückzugsort viele Vorteile. Sie können sowohl selbst zur Ruhe kommen als auch zum Lesen, Spielen und kreativ sein motiviert werden.
Abgesehen davon kann man das Chaos, welches Kinder gerne veranstalten, in einem begrenzten Bereich halten. 😉
Der Klassiker ist eine themenbasierte Leseecke, die dem Kind gut gefällt, wie zum Beispiel Dinosaurier, Weltraum oder Feen. So kann man Kinder ganz einfach zu einem pädagogischen Hobby wie dem Lesen motivieren.
In der Gestaltung kann man kreativ werden. Es ist aber dennoch wichtig, auf die Materialien zu achten. Ein Teppich ist in einer Leseecke passend, aber da hier ein hohes Verschmutzungsrisiko besteht, sollte man einen mit widerstandsfähigen Materialien und kurzem Flor wählen.
Leseecken für Erwachsene
Leseecken für Erwachsene lassen sich eher stilvoll und ruhig gestalten. Hier soll man sich zurückziehen können und zur Ruhe kommen. Und obwohl man eine Leseecke an jedes Interior Design anpassen kann, erzeugt sie dennoch immer eine beruhigende Atmosphäre. Jeder muss hier für sich selbst entscheiden, was am beruhigendsten wirkt.
Obwohl es gemütlich sein soll, muss man trotzdem auf die Ergonomie achten. Achte darauf, dass du durch den gewählten Sessel oder die Couch nicht zu krumm sitzt. Es kann nämlich durchaus dazu kommen, dass man Stunden in sitzender Position auf dem gewählten Möbelstück verbringt. Da kann es leicht zu Rückenschmerzen kommen.
Räumliche Gegebenheiten
Wo genau du deine Leseecke einrichtest, hängt von den räumlichen Gegebenheiten und deinen Mitbewohnern ab.
Du kannst deine Leseecke in einen Raum integrieren, den du bevorzugt, oder auch in einen Raum, der derzeit nicht oft genutzt wird, aber künftig häufiger genutzt werden soll.
Überlege dir allerdings vorher gut, ob du diesen Raum dann wirklich öfter nutzen wirst oder ob du dadurch nur die Leseecke vernachlässigst und dich doch wieder in deinem bevorzugten Raum aufhältst.
Damit ist gemeint, dass du deine Leseecke zwar ins Schlafzimmer einbauen kannst. Wenn du dich aber im Allgemeinen lieber im Wohnzimmer aufhältst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du die Leseecke nicht unbedingt nutzt.
Wer gerne aus dem Fenster schaut und bei Tageslicht liest, für den sind große, freie Fensterplätze besonders gut geeignet. Sie bieten den idealen Standort für eine gemütliche Lesestunde.
Ebenso kann ein Platz vor einem großen Regal sinnvoll sein. Dieser vermittelt direkt den Anreiz, sich hinzusetzen und ein Buch aufzuschlagen.
Das Wohnzimmer bietet sich eigentlich perfekt an, hier liegt der Fokus sowieso schon auf Gemütlichkeit. Aber das ist davon abhängig, ob du alleine wohnst oder nicht. Wenn du weißt, dass du und deine Familienmitglieder oder deine Mitbewohner hier oft zusammenkommen, ist dieser Raum vielleicht nicht der beste, um deine eigene kleine Ecke zu gestalten. Dann solltest du vielleicht eher das Schlafzimmer wählen.
Es kann schwer sein, sich für die richtige Ecke im Raum zu entscheiden. Aber eine Entscheidungshilfe ist das einfallende Licht. Nimm nicht unbedingt die dunkelste Ecke im Raum. Teste, in welcher Ecke sich das meiste Tageslicht am längsten hält.
Oder miss die verschiedenen Optionen aus und wähle die Ecke, die am meisten Platz bietet.
Achte vor allem auch darauf, ob sich in unmittelbarer Nähe eine Steckdose befindet, falls du eine Stehlampe aufstellen möchtest.
Wie geht man mit Dachschrägen um?
Dachschrägen sorgen durchaus für eine Herausforderung und stehen oft leer, obwohl man auch hier eine gemütliche Ecke daraus machen könnte. Man muss nur etwas kreativ sein und aus der dunklen Ecke wird ein gemütlicher Reading Nook. Achte aber dennoch darauf, dass du nicht zu gekrümmt sitzt, weil die Schräge zu nah an deinem Kopf ist. Wenn dies der Fall sein sollte, lohnt es sich vielleicht doch, die anderen Möbel etwas umzustellen und sich eine andere Ecke zu suchen.
Man kann hier auch gut mit Farben oder Tapeten arbeiten, um die Ecke etwas aufzuhellen.
Ist eine Leseecke im Wintergarten sinnvoll?
Welcher Ort könnte besser für eine Leseecke sein als der Wintergarten? Das Einzige, worauf du achten solltest (aber das gilt sowieso) ist, die Luftfeuchtigkeit gering zu halten, andernfalls kann es zu Schimmel führen, auch an Möbelstücken und Kissen.
Wenn man hier Holzelemente einsetzen möchte, was sich durchaus anbietet, sollte man diese genügend vor schwankenden Temperaturen und Feuchtigkeit schützen.
Hierfür bieten sich neben den Hauptanstrichen wie Lack oder Lasur auch extra Versiegelungen und Pflegeprodukte an. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, sieh dir gern unseren Blogbeitrag zum Thema Holz streichen an. Wir verlinken diesen auch im nächsten Text.
Leseecke auf Balkon oder Loggia
Im Frühling, Sommer und Herbst kommt eine Leseecke im Freien richtig gut. Die Geräusche der Natur und die frische Luft sorgen für ein gesundes, regenerierendes Umfeld.
Je nach Größe des Balkons, der Loggia oder des Gartens kannst du mit Holzverkleidungen arbeiten, um deine Ecke vom Rest abzuheben. Ob als Wandpaneele oder als Bodenplatten, Holz bringt einen schönen, wohnlichen Effekt in den Außenbereich.
Holzelemente im Outdoor-Bereich müssen auf jeden Fall geschützt und regelmäßig gepflegt werden. Egal, ob du eine Holzterrasse, eine Wand oder Möbel hast: Wenn das Holz draußen langsam abgenutzt aussieht, kannst du es auffrischen. Entweder erhältst du dabei den bisherigen Look oder du lackierst es in einer neuen Farbe.
Grob zusammengefasst kannst du dich zwischen buntem Lack, Lasur oder einem transparenten Schutzanstrich entscheiden. Hierzu erfährst du mehr in unserem Blogbeitrag zum Thema Holz streichen.
Am besten kann man eine Outdoor-Leseecke mit einem Teppich abrunden. Allzu viel Pflege benötigen Outdoor-Teppiche nicht. Du kannst sie zur Reinigung einfach mit Wasser abspritzen. Trotz der leichten Reinigung empfiehlt es sich, den Teppich bei Regen vorsorglich zusammenzurollen.
Was besonders wichtig ist: Der Teppich sollte UV-beständig sein. Ist das nicht der Fall, bleicht er ziemlich schnell aus, und zwar erstaunlich schnell.
Wir bieten seit Kurzem in unserem Online-Shop eine Reihe von Outdoor-Teppichen an, die alle wichtigen Eigenschaften mit sich bringen. 😄
Ergonomie & Komfort
Da man sich lange in so einer Ecke aufhalten möchte, ist es nicht nur wichtig, auf Bequemlichkeit zu achten, sondern auch auf Ergonomie. Wenn man sich so in seinem Lesefluss befindet und in einem bequemen Sessel sitzt, passiert es natürlich auch schnell, dass man schläfrig wird und besonders dann kommt es meist zu Positionen, die nach dem Aufstehen ordentlich im Rücken oder an den Beinen schmerzen. Das soll von vornherein verhindert werden.
Deswegen gehen wir einmal durch, worauf man bei der Möbelwahl achten kann, um eine bequeme und gleichzeitig gesunde Haltung einnehmen zu können.
Sitzhöhe, Rückenlehne und Armauflage
Sitzhöhe
Ob das gewählte Möbelstück die richtige Sitzhöhe hat, kannst du ganz leicht einschätzen. Deine Füße sollten vollständig auf dem Boden stehen und die Knie dabei auf Hüfthöhe oder leicht darunter. Wenn der Sessel dann noch eine breite Sitzfläche hat, sodass deine Beine nicht gegeneinander drücken, hast du einen ergonomischen Sessel gefunden.
Um das Gesäß zusätzlich zu entlasten, kann ein Hocker für die Füße dazugestellt werden.
Rückenlehne
Das Problem bei den meisten Sesseln ist, dass sie den unteren Rücken nicht unterstützen. Sie gehen ganz gerade nach oben, wie zum Beispiel bei den meisten Ohrensesseln, was dazu führt, dass man zusammensackt. Deswegen sollte man auf eine leichte Wölbung der Rückenlehne achten und wenn möglich, sollte sie auch ein leichtes Zurücklehnen erlauben. Die Lehne sollte außerdem nicht zu weich sein. Anfangs ist das zwar gemütlich, führt aber auf Dauer zu Rückenschmerzen.
Armauflagen
Wer schon einmal länger gelesen hat, weiß, dass die Arme dabei ziemlich schnell müde werden können. Deswegen sollten die Armlehnen möglichst lockere Schultern erlauben und möglichst nah am Körper liegen.
Müdigkeit & Verspannungen vermeiden
Gedimmtes Licht, Ruhe, eine warme Decke und Lesen - all das trägt dazu bei, dass man ziemlich schnell einschläft, sobald man sich in seine Ecke setzt. Obwohl man sich entspannen soll, ist Einschlafen nicht das Ziel einer Leseecke.
Es reicht allerdings schon eine aufrechte Sitzhaltung, um der Schläfrigkeit entgegenzuwirken und wer sich um einen ergonomischen Sessel bemüht hat, muss hier nicht mehr viel tun, außer sich um ein spannendes Buch zu bemühen.
Um Verspannungen zu vermeiden, sollte man sich gelegentlich noch einmal aufrichten und sich etwas stretchen. So schwer es auch klingt.
Farbgestaltung für Leseecken
Für die farbliche Gestaltung einer Leseecke kommen eher ruhige Farbtöne infrage. Beige, Braun, dunkles Grün in dezenten Tönen oder Marineblau sind besonders beliebt. Helle Farben eignen sich gut, da die Ecke dadurch nicht noch kleiner oder gedrängter wirkt. Einige dunklere Akzente machen den Bereich jedoch weicher und gemütlicher.
Geht man nach der Farbpsychologie, ist Blau eine geeignete Farbe, da sie die Konzentration steigert. Kalte Farben haben das im Allgemeinen an sich. Warme Farben hingegen wie Rot, Orange und Gelb legen den Fokus auf ein wohliges Gefühl und einladenden Komfort.
Akzentwände bieten sich hier perfekt an. Dunkle Farben sorgen für mehr Tiefe, was in einer Leseecke durchaus hilfreich bei mangelndem Platz und beruhigend für das Gesamtbild sein kann. So kann man einen besonders eleganten Look schaffen. Man sollte dunkle Farben allerdings nicht in sowieso schon wenig belichteten, kleinen Räumen einsetzen. Auch an Dachschrägen kommen dunkle Farben nicht so gut zur Geltung.
In den meisten Fällen stattet man eine Leseecke mit Regalen aus. Ein Regal ohne Rückwand oder Böden, die man nicht mit genug Gegenständen und Büchern füllen kann, sieht mit einem bunten Farbton dahinter direkt etwas voller aus. Stelle oder hänge sie also an die gestrichene Wand.
Wenn du mehr über die Farbpsychologie wissen willst und Hilfe bei der Erstellung einer Farbpalette für deine Leseecke benötigst, sieh dir gerne unseren Blogbeitrag an.😊
Tapeten & Wandgestaltung
Eine Mustertapete im ganzen Raum kann ziemlich überladen wirken. An einer Wand neben der Leseecke ist sie jedoch bestens geeignet. Du grenzt den Bereich damit ab und sorgst für einen interessanteren Look.
Für die Wahl der richtigen Tapete solltest du dich fragen, wie viel Deko du im Raum stehen haben möchtest und ob du viele verschiedene Farben verwendest. Bei vielen Farben und viel Deko eignet sich eine ruhige Tapete, entweder komplett ohne Muster oder mit großen Mustern. Wenn du allerdings weniger Deko und Farben geplant hast, kannst du auch mit einer auffälligen Mustertapete für mehr Stimmung sorgen.
Mustertapeten können dafür sorgen, dass der Raum größer wirkt und sie verleihen ihm mehr Tiefe. Tapeten mit einem realistischen Muster, das Holzpaneele, Rattan oder Steinoptik zeigt, geben dem Raum deutlich mehr Dimension und in gewisser Weise auch ein wohligeres Gefühl, da die Wände einen nicht so erdrücken.
Besonders beliebt im modernen Einrichtungsstil ist die Holzpaneel-Optik. Die Mischung aus Schwarz und Braun oder Beige bringt Tiefe und Eleganz in den Raum.
Die Kollektion Botanica 2 von Marburg eignet sich hervorragend für den modernen, aber natürlichen Look einer Leseecke.
Neben der Mustertapete gibt es noch die Strukturtapete. Visuell sorgt sie für einen lebendigeren Eindruck und mehr tiefe im Raum. So kannst du ganz einfach Akzente setzten, ohne starke Farben oder aufällige Muster.
Für die Wandgestaltung kannst du aber auch ein großes Regal verwenden. So kannst du auch ohne eine Tapete oder einer Wandfarbe für eine Abgrenzung der Ecke und Gestaltungsvielfalt sorgen. Auch wenn du nicht so viele Bücher hast um eine großes Regal auszufüllen, kannst du es auch mit Dekogegenständen füllen. Oder du lagerst dort deine Wolldecken um in deiner Ecke für mehr ordnung zu sorgen.
Boden & Teppiche
Für eine Leseecke kann man jeden Boden verwenden. Am besten eignet sich jedoch ein Teppichboden oder ein Teppich über dem bereits vorhandenen Boden.
Der einfache Grund dafür ist, dass ein Teppich die Akustik verbessert und den Schall abdämpft. Um für eine ruhige Atmosphäre zu sorgen, ist das ideal.
Vor allem für große Räume oder ein offenes Raumkonzept sind Teppiche zu empfehlen. Teppiche und Textilien helfen hier sehr. Decken, Kissen und Vorhänge sind in offenen Raumkonzepten ein Muss.
Wenn du dir nicht sicher bist, welchen Teppich du wählen möchtest, hilft es, die Materialien und Florhöhen zu unterscheiden.
Die Florhöhen im Überblick
Kurzflor
Strapazierfähig, pflegeleicht und gut für stark genutzte Räume wie den Flur oder das Arbeitszimmer.
Mittlerer Flor
Eine gute Balance aus Komfort und Pflegeaufwand, geeignet für Wohnräume.
Langflor
Besonders weich und gemütlich, aber pflegeintensiver. Eher für weniger genutzte Räume geeignet, aber auch Leseecken zählen dazu.
Wenn du mehr über Teppiche erfahren willst, empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag zum Thema Bodenbeläge.
Stilrichtungen & Design
Was genau gemütlich bedeutet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Derzeit ist der moderne, minimalistische Stil am weitesten verbreitet. Deswegen ist die Möbelsuche teilweise auch sehr schwer, da die meisten Sitzmöbel zum Beispiel von diesem Stil geprägt sind.
Wer einen wirklich individuellen Stil haben will, hat es bei der Suche zugegebenermaßen etwas schwerer. Aber davon wollen wir uns nicht abhalten lassen. Es hilft, sich vorher Gedanken darüber zu machen, welchen Stil man eigentlich gut findet und dann den passenden Begriff dafür zu kennen. So lassen sich Möbel viel einfacher finden.
Gehen wir also die verschiedenen Stilrichtungen durch, um für deine Leseecke das Richtige zu finden.
Modern, Skandinavisch & minimalistisch
Zwischen diesen 3 Einrichtungsstilen verschwimmen manchmal die Linien und für die Suche von Einrichtungsstücken und auch tapeten kann es helfen sich auf diese 3 Begriffe zu konzentrieren wenn einem der Stil gefällt.
Der moderne Stil zeichnet sich durch klare Linien, reduzierte Formen und einen Materialmix aus Glas, Metall und Holz aus. Dabei stehen Funktionalität und ein aufgeräumtes Gesamtbild im Mittelpunkt.
Der skandinavische Stil setzt auf helle Farben, viel Holz und natürliche Materialien. Er wirkt gemütlich, schlicht und lichtdurchflutet und schafft eine wohnliche, warme Atmosphäre.
Der minimalistische Stil folgt dem Prinzip „Weniger ist mehr“. Typisch sind eine stark reduzierte Einrichtung, neutrale Farben und kaum Dekoration. Klare Strukturen und viel freier Raum sorgen hier für Ruhe und Ordnung.
Cozy, Landhaus & hygge
Hygge ist ein schwedisches Wort, das sich nicht nur auf einen Einrichtungsstil beschränkt. Es beschreibt Gemütlichkeit und den Genuss kleiner Momente der Entspannung. Ein wohlig-warmes Gefühl ist dabei das Hauptziel, perfekt für eine Leseecke.
Auch der Landhausstil legt Wert auf eine gemütliche Atmosphäre. Helle Farben, viel Holz und natürliche Materialien wie Leinen oder Baumwolle prägen den Look. Er unterscheidet sich jedoch durch einen leicht rustikalen Touch vom Hygge- und Cozy-Stil.
Japandi
Der Japandi-Stil ist eine Kombination aus japanischer und skandinavischer Einrichtung. Er verbindet klare, minimalistische Formen mit natürlichen Materialien und einer ruhigen Farbpalette. Typisch sind Holz, schlichte Möbel und wenige, bewusst gewählte Dekoelemente. Der Fokus liegt auf Funktionalität, Ruhe und einer harmonischen, aufgeräumten Atmosphäre.
Midcentury, Retro & Vintage
Diese Stilrichtungen zeichnen sich vor allem durch einzigartige Einrichtungsstücke aus. Nicht alles stammt aus derselben „Kollektion“. Verschiedene Schränke und Möbel im Stil der 50er-, 60er-, 70er- und 80er-Jahre prägen den Look.
Warme Farben, auffällige Muster und eigenwillige Formen zeichnen den Mid-Century- und Retro-Stil aus. Der Vintage-Stil hebt sich noch stärker durch Charakter, Gebrauchsspuren, Charme und eine leichte Romantik hervor.
Mediterran
Der mediterrane Einrichtungsstil ist inspiriert von Ländern wie Italien, Spanien oder Griechenland. Typisch sind warme, erdige Farben wie Beige, Terrakotta, Weiß und Sandtöne sowie natürliche Materialien wie Holz, Stein und Keramik. Helle Räume, luftige Stoffe und rustikale Elemente sorgen für eine entspannte, sonnige und einladende Atmosphäre.
Klassik, Kolonial und Britisch
Diese Stile zeichnen sich durch eine zeitlose Eleganz aus.
Die Stile Klassisch und Britisch ähneln sich sehr stark. In der heutigen Zeit spricht man in Bezug auf diese Einrichtung auch oft von dem Begriff „Old Money“. Typisch sind symmetrische Anordnungen, hochwertige Materialien und edle Möbel mit Verzierungen. Die Farben sind meist ruhig und warm, zum Beispiel Beige, Creme oder Dunkelholz, oft kombiniert mit Stoffen wie Samt oder Seide.
Insgesamt entsteht ein gehobenes, stilvolles und eher traditionelles Wohngefühl. Typisch sind außerdem Chesterfield-Sofas, dunkles Holz, schwere Vorhänge und florale Muster. Oft wird vieles kombiniert, statt perfekt aufeinander abgestimmt zu sein, was den Look besonders wohnlich macht.
Der Kolonialstil zeichnet sich ebenfalls durch dunkle, massive Holzmöbel aus. Diese werden hier jedoch mit hellen Stoffen und natürlichen Materialien kombiniert. Er verbindet europäische Eleganz mit exotischen Einflüssen aus Afrika, Asien oder Südamerika.
Inspiration & Ideen
Wer den klassischen Stil mag, kann historische Bilder und Vasen dekorativ aufstellen, um einen gewissen Vintage-Stil zu erzeugen.
Steinoptik und Ton eignen sich gut für kleine Akzente.
Stoffe wie Leinen und Strick sind ebenfalls sehr beliebt, zum Beispiel in Form einer Wolldecke. Ein schöner Teppich lockert das Design zusätzlich auf und sorgt für mehr Wärme.
Weidenkörbe sind derzeit sehr beliebt und passen zu jedem Einrichtungsstil. In einer Leseecke sind sie immer ziemlich hilfreich, egal ob du deine Kissen oder Wolldecke darin lagern möchtest oder vielleicht sogar Strickzeug und Wolle hineinlegen willst. Für kleine Materialien sind sie sehr praktisch.
Häufige Fehler vermeiden
Damit deine Leseecke am Ende nicht nur schön aussieht, sondern auch wirklich genutzt wird, solltest du typische Planungsfehler vermeiden.
Eingrenzung
Einer der häufigsten Fehler ist, die Fläche nicht genau auszumessen oder den Maßstab bei der Planung zu ignorieren. Dadurch wirken Möbel auf Bildern passend, nehmen im Raum später aber zu viel Platz ein oder schränken die Bewegungsfreiheit ein.
Ergonomie
Ebenso ungünstig ist es, nur nach der Optik zu entscheiden. Ein schöner Sessel bringt wenig, wenn er unbequem ist, keine gute Sitzhaltung erlaubt oder die Ecke am Ende zu dunkel zum Lesen ist.
Standort
Die dunkelste Ecke im Raum wirkt zwar auf den ersten Blick gemütlich, ist aber ohne gutes Licht oft unpraktisch. Tageslichteinfall, zusätzliche Beleuchtung und eine Steckdose in der Nähe sollten deshalb immer mitgedacht werden. In kleinen Bereichen können außerdem zu viele dunkle Farben, auffällige Muster oder überladene Dekoration schnell erdrückend wirken. Sinnvoller ist ein stimmiges Gesamtkonzept, das zu Raum, Stil und Nutzung passt.
Materialien und Ausstattung
Wichtig ist außerdem, Materialien und Ausstattung an den Einsatzort anzupassen. In Kinderzimmern sollten robuste, pflegeleichte Materialien gewählt werden, im Wintergarten oder Outdoor-Bereich müssen Möbel, Teppiche und Holzelemente gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen geeignet sein.
Häufige Fragen
Für Kinder darf die Leseecke verspielter, robuster und pflegeleichter sein. Bei Erwachsenen stehen eher Stil, Ruhe und ergonomischer Komfort im Vordergrund.
Wichtig sind ein bequemer Sitzplatz, gutes Licht und eine passende Planung für den verfügbaren Platz. Teppiche, Kissen, Regale und warme Lichtquellen machen die Ecke zusätzlich gemütlich.
Ruhige Farben wie Beige, Braun, Dunkelgrün oder Marineblau eignen sich besonders gut. Bei Tapeten passen Akzentwände, ruhige Muster oder natürliche Optiken wie Holz, Rattan oder Stein.
Wir hoffen, mit Hilfe dieses Beitrags ist dir die Entscheidung darüber, was du mit der freien Fläche in deinem Zimmer machst, leichter gefallen.
Eine Leseecke verschönert nicht nur den Raum, sondern erinnert dich auch daran, dir wichtige Zeit für dich selbst und deine Hobbys zu nehmen.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Einrichten!