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Vinylboden verlegen: Klick-Vinyl und Klebevinyl richtig verarbeiten
Vinylböden sind gerade wegen ihrer einfachen Verlegung, ihrer Langlebigkeit und ihrer vielen Einsatzgebiete sehr beliebt.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du Vinylboden zum Klicken und zum Verkleben richtig verarbeitest. Inklusive einer Schritt-für-Schritt Anleitung sowie Materialliste.
Inhaltsverzeichnis
Bei der Verlegung von Vinylboden kommt es besonders auf den Ansatz und die Berechnung an. Sieh dir also deinen Boden vorher genau an und nimm die Maße.
Die Vorbereitung ist dabei sehr wichtig. Viele beachten zum Beispiel nicht die Akklimatisierung. Informiere dich vor der Verarbeitung immer über die Angaben des Herstellers, da sich diese je nach Produkt und Hersteller unterscheiden können. So bist du immer auf der sicheren Seite.
Vinylboden verlegen: Klick-Vinyl und Klebevinyl richtig verarbeiten
Für die richtige Verarbeitung sollte vorher alles genau geplant sein: die Dehnungsfugen, der Verschnitt, Hindernisse in der Fläche wie Heizungsrohre etc.
Wichtig ist vor allem die Untergrundvorbereitung, da der Boden komplett eben sein muss, egal ob für das Klicksystem oder das Kleben.
Für die richtige Verarbeitung solltest du vor allem auf die Herstellerangaben achten.
Klick-Vinyl oder Klebevinyl – Welcher Boden ist der richtige?
Klebe- und Klickvinyl lassen sich durch die folgenden Punkte unterscheiden:
Klickvinyl ist relativ einfach und vor allem schnell zu verarbeiten. Der Aufwand verringert sich, da nicht zusätzlich Kleber und Grundierung eingesetzt werden müssen. Der Boden kann außerdem schneller und einfacher entfernt werden als verklebter Vinylboden. Das macht die Klickvariante so beliebt.
Klebevinyl hingegen ist stabiler, langlebiger und besonders für stark belastete Flächen geeignet. Es hat außerdem eine bessere Wärmeleitung, da sich keine Hohlräume zwischen Untergrund und Bodenbelag bilden. Das macht es besonders beliebt für Fußbodenheizungen.
Das musste für die Vorbereitung wissen
Bevor du überhaupt irgendeinen Bodenbelag kaufst, ist es wichtig, dass dein Boden keine Unebenheiten aufweist. Vor allem bei einem zu verklebenden Bodenbelag ist es wichtig, dass der Untergrund sauber und saugfähig ist.
Wie du deinen Boden vor der Verlegung vorbereitest, erfährst du in unserem Blogbeitrag:
https://mansholt-shop.de/diy-und-ratgeber/unebenen-boden-ausgleichen
Für die Verlegung deines Bodens sind Dehnfugen entscheidend. Bei Klebevinyl reichen 2 bis 5 mm, da es sich kaum bewegt. Bei Klickvinyl hingegen kommt es auf die Größe des Raumes und den Bodenbelag an.
Grundsätzlich muss eine Dehnfuge mindestens 5 mm betragen. Du kannst die benötigte Dehnfuge einfach anhand der Länge deines Raumes berechnen. Für jeden Meter Raumlänge wird 1 mm Dehnfuge benötigt. Das bedeutet: Wenn dein Raum 7 Meter lang ist, brauchst du mindestens 7 mm Dehnfuge.
Für besonders warme Räume mit viel Sonnenlicht solltest du vorsichtshalber 1,5 mm Dehnfuge pro Meter berechnen.
Achte auch hier wieder unbedingt auf die Herstellerangaben zu deinem Bodenbelag, dieser kann vielleicht andere Richtwerte vorgeben.
Um die benötigte Menge an Bodenbelag zu ermitteln, geht man von ungefähr 10 % Verschnitt aus, die man zur errechneten Fläche hinzurechnet. Etwas mehr einzuplanen, ist dabei immer besser.
Klick-Vinyl verlegen – Schritt für Schritt
Das brauchst du für die Verlegung von Klick-Vinyl
Materialien
- Übergangsschiene
- Schlagbohrmaschiene
- Dügel
- Schrauben
- Säge (je nach Material der Schine die passende Säge wählen)
- Cuttermesser
- Trittschalldämmung mit Dampfsperre (pflicht bei Naturholzboden)
- Winkel
- Abstandskeile
- Massband
- Bleistift
Schritt 1: Boden vorbereiten
Bevor du mit dem Verlegen beginnst, muss dein Untergrund eben, trocken, sauber und fest sein. Lass deinen Vinylboden mindestens 48 Stunden (in den Wintermonaten 72 Stunden), ungeöffnet und flach liegend im späteren Verlegeraum akklimatisieren. Beachte dabei die Herstellerangaben.
Während der aklimatisierung und des verlegens sollten die Temperaturen zwischen 18 °C und 25 °C liegen.
Mische beim Verlegen die Dielen aus mehereren Paketen damit ein natürliches Bodenbild ensteht.
Sorge dafür das der Boden sauber, trocken und fettfrei ist.
Säubere den Boden und entferne alle losen Teile, Schmutz und Staub. Achte besonders auf Klebereste eines vorherigen Belags, dieser kann dem Material des neuen Boden schaden.
Für den Übergang in angrenzende Räume benötigst du eine Übergangsschiene, die am Boden befestigt wird.
Vorraussichtlich muss die Schiene noch mit einer Säge passend zugeschnitten werden.
Die Löcher bohrst du mit einer Schlagbohrmaschine in den Boden, schiebst Dübel hinein und befestigst anschließend die Schiene.
Schritt 2: Verlegung Planen
Wenn der Raum den du mit Boden auslegen willst, größer als 400m² hat, es sich um einen langen Flur handelt oder Baudehnfugen vorhanden sind, müssen Bewegungsprofile eingebaut werden.
Überlege dir zunächst, in welche Richtung du die Dielen verlegen möchtest. Lege die erste Reihe probeweise aus und prüfe, ob am Ende ausreichend lange Dielenstücke übrig bleiben. Die letzte Reihe sollte nicht schmaler als 5cm werden. Ist das aber der Fall muss auch die erste Reihe etwas schmaler geschnitten werden.
Dasselbe gilt für die letzte Diele der Reihe. Würde die letzte Diele kürzer als 20 cm werden, muss die erste Diele ebenfalls zugeschnitten werden.
Plane auch den Versatz der Stirnfugen ein. Die kurzen Seiten der Vinyldielen (Stirnseiten) sollten nicht in jeder Reihe an derselben Stelle aufeinandertreffen. Das verbessert einer seits die stabilität des Bodens uns sorgt für ein gleichmäßiges Bodenbild.
Schritt 3: Dielen zuschneiden und erste Reihe verlegen
Nachdem du die Verlegung geplant hast, kann es sein, dass du Dielen zuschneiden musst. Das kannst du ganz einfach mit einem Cuttermesser und einem Winkel erledigen.
Lege die erste Dielenreihe aus und verbinde die einzelnen Vinyldielen miteinander. Die letzte Diele der Reihe muss in der Regel zugeschnitten werden. Zeichne die Markierung für den Zuschnitt auf der Rückseite der Diele an und berücksichtige dabei die erforderliche Dehnungsfuge zur Wand. Verwende zum Ausmessen einen Winkelmesser.
Hast du die Dielen zugeschnitten, kannst du die erste Reihe an den Stirnseiten zusammen klicken. Achte allerdings das die kurze nut, zu wand zeigt und die lange in den Raum. Dort wird nämlich die nächste Reihe angeklickt.
Abschließend werden die Sockelleitsen angebracht. Wie genau du vorgest erfährst du Schritt für Schritt in der unserem Blobeitrag:
https://mansholt-shop.de/diy-und-ratgeber/decken-und-fussbodenleisten-anbringen
Klebevinyl verlegen – Schritt für Schritt
Das brauchst du für die Verlegung von Klebevinyl
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