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Heizkörper lackieren & streichen – Der ultimative Ratgeber (inkl. Spray, Kosten, Tipps und Anleitung)

2026-06-08 16:07:00 / Streichen & Gestaltung Renovieren & Bauen Materialien & Oberflächen

Heizkörper können mit der Zeit vergilben und schäbig aussehen oder sie stören die Einrichtung einfach durch ihren hellen Weißton. So oder so können Heizkörper zu einem Störfaktor in der Inneneinrichtung werden. Dem kann man mit einem Neuanstrich entgegenwirken.

Der Neuanstrich bringt aber auch Vorteile für das Material, denn der richtige Lack schützt den Heizkörper vor Korrosion. Wie genau du einen Heizkörper lackierst und was du dabei wissen musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Es lohnt sich, einen Heizkörper zu streichen, wenn er optisch in einer sehr schlechten Verfassung ist. Das bedeutet, er ist bereits stark vergilbt, die Farbe blättert ab oder es bildet sich Rost.

Die Vergilbung eines Heizkörperanstrichs weist auf die Verwendung eines Alkydharzlacks hin. Sie können durch Oxidationsprozesse vergilben, besonders bei Wärme und wenig UV-Licht. Nach einiger Zeit geben die Lacke den Alkydharz ab und mischt sich dieser Stoff mit Wärme, entsteht eine Vergilbung des Heizkörpers.

Andernfalls kannst du deinen Heizkörper auch mit einer bestimmten Farbe überstreichen, damit er besser zur Wandfarbe oder zur Raumgestaltung passt. 
Das solltest du aber nicht zu oft machen. Ein Heizkörper wird im besten Fall alle 5 bis 10 Jahre neu angestrichen.

Eine Lackierung bietet nicht nur optische Vorteile, sondern schützt auch das Material. Der richtige Lack bietet einem Heizkörper zudem Korrosionsschutz, also Schutz vor chemischer Zersetzung des Metalls, die sich durch Rost äußert.

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Voraussetzungen für das Lackieren von Heizkörpern

Du kannst Heizkörper überstreichen, solange sie nicht zu viel Rost angesetzt haben. Auch wenn der Heizkörper bereits gestrichen wurde, stellt das kein Problem dar. Du musst den alten Anstrich nur vorher gründlich anschleifen, damit der neue Anstrich gut haften kann.

Der Heizkörper sollte vor der Lackierung auf jeden Fall kalt sein. Am besten nimmt man den Anstrich außerhalb der Heizperiode vor, da die Raumtemperatur auch während des Streichens nicht unter 8 Grad fallen und nicht über 30 Grad steigen darf.

Eine Demontage des Heizkörpers ist vor dem Lackieren natürlich nicht notwendig. In den meisten Fällen ist das auch gar nicht so einfach. Die Rückseite zu streichen, ist vielleicht etwas schwieriger, aber mit ein bisschen Feingefühl ist auch das schnell gemacht.

Heizkörper streichen oder sprühen – welche Methode ist besser?

Um deinen Heizkörper zu lackieren, kannst du dich zwischen Pinsel, Rolle und Sprühdose entscheiden.

Pinsel und Rolle haben den Vorteil, dass weniger Fläche abgedeckt werden muss. Abgesehen davon besteht ein geringeres Risiko für Farbnasen.
Man hat im Allgemeinen eine bessere Kontrolle über den Lack als bei der Verwendung einer Sprühdose. Wenn hier nämlich etwas mit dem Lack schiefläuft, kann es nur schwer ausgebessert werden.

Sprühlacke sind aber sehr viel beliebter als Pinsel und Rolle, da man leichter an schwer erreichbare Stellen kommt und enorm viel Zeit spart.
Besonders wenn du mehrere Heizkörper lackieren möchtest, ist die Verwendung von Sprühlack ratsam.

Noch besser wäre aber ein Farbsprühgerät, da es damit noch schneller geht.

Welche Farbe ist für Heizkörper geeignet?

Die Besonderheiten bei Heizkörpern sind zum einen die glatte Oberfläche des Metalls und zum anderen die Temperaturschwankungen.

Man braucht also einen Lack, der nicht nur auf Metall hält, sondern auch hitzebeständig ist. Deswegen fällt normale Metallfarbe schon mal weg. Sie ist nicht elastisch genug, um den Temperaturen standzuhalten.

Für das Lackieren solltest du ausschließlich Heizkörperlack verwenden. Es gibt zwar auch hitzebeständige Lacke, diese sind aber eher für extreme Temperaturen bis zu 800 °C gedacht. Diese hohen Temperaturen werden außerdem benötigt, damit der Lack überhaupt richtig aushärtet.

Trotzdem gibt es verschiedene Heizkörperlacke, zwischen denen man sich entscheiden muss. Es gibt wasserbasierte Acrylharzlacke und lösemittelhaltige Alkydharzlacke.

Die wesentlichen Vorteile bietet der wasserbasierte Acrylharzlack: Er vergilbt langsamer, trocknet schneller und ist besonders robust. Allerdings ist dieser etwas teurer als Alkydharzlack. Er ist zudem geruchsärmer und weniger umweltschädlich.

Alkydharzlacke oder auch Kuntharzlacke haben einen Preisvorteil und einen höheren Glanzgrad.

Beliebte Heizkörperlacke und Farbauswahl

Die klassischen Varianten sind weiße, matte und seidenglänzende Lacke. Ganz einfach, weil sie nicht groß auffallen und im Blickfeld so gut wie untergehen. Sie eignen sich am besten für Rippenheizkörper.

Es gibt aber auch noch Hochglanzlacke für einen modernen Eindruck. Diese werden vor allem für Flachheizkörper verwendet.

Welchen Glanzgrad du haben möchtest, ist natürlich ganz dir und deinem Geschmack überlassen, denn große Qualitätsunterschiede machen sich hier nicht bemerkbar.

Da inzwischen die Farbtöne Anthrazit, Grau und Schwarz für das Streichen von Heizkörpern sehr beliebt geworden sind, gibt es die meisten Heizkörperlacke auch in diesen Varianten.

Neben den einfachen Standardfarben bekommst du aber auch bunte Farbtöne. Nicht jeder Lackhersteller bietet sie an, aber du kannst sie durchaus bekommen.

Mit den Farbtönen kann man entweder einen schönen Akzent setzen oder die Heizung optisch mit der Wand verschmelzen lassen, egal welche Farbe sie hat. So kannst du das Beste aus dem notwendigen Heizkörper machen und ihn in deine Raumgestaltung mit einfließen lassen.

Sprühlack und Spray-Lacke

Heizkörperlack aufzusprühen ist häufig die beliebtere Wahl, da es enorm Zeit spart. Dafür muss man es aber auch richtig machen, denn es ist nicht immer so einfach, wie es aussieht, ein glattes Finish zu erhalten.

Vorab ist es wichtig, die umliegenden Flächen in einem großen Radius abzudecken, da sich der Sprühnebel sehr weit ausbreiten kann und später nicht mehr so leicht zu entfernen ist. Auch der Boden unter der Heizung muss ausgiebig abgedeckt werden.

Bei der Verwendung eines Sprühlacks kommt es auf die richtige Verarbeitung an. Wichtig ist zuerst, die Dose kräftig zu schütteln. Sobald die Kugeln zu hören sind, muss die Dose etwa 3 Minuten lang geschüttelt werden. Auch zwischen den einzelnen Sprühgängen sollte sie immer wieder kurz geschüttelt werden.

Die Dose darf während des Sprühens nicht zu nah an den Heizkörper gehalten werden. Außerdem sollte man nicht zu lange auf eine Stelle sprühen, da sonst Farbnasen entstehen und die Lackfläche ungleichmäßig wird.

Wird die Dose allerdings zu weit entfernt gehalten, kann es passieren, dass der Lack schon beim Sprühen antrocknet. Das Ergebnis ist eine raue und körnige Oberfläche.

Ein Abstand von 15 cm ist ideal. Achte dabei aber immer auf die Angaben des Herstellers.

Jetzt ein wichtiger Tipp: Neble den Heizkörper vor dem eigentlichen Anstrich leicht vor. Dabei sprühst du zuerst nur eine sehr dünne, leichte Nebelschicht auf den Heizkörper, um die Fläche leicht zu benetzen. Das wirkt wie eine Art Haftschicht.

Bester Heizkörperlack im Überblick

Es gibt also Alkydharz- und Acryllacke, Sprühlacke und Lacke zum Streichen aber welcher ist der beste für deinen Einsatz?

Das stellen wir dir in einer kruzen Übersicht dar.

Alkydharzlack für Heizkörper

Eigenschaften:
Lösemittelhaltiger Lack, besonders strapazierfähig, kratzfest und gut deckend

Vorteile:
Sehr widerstandsfähig, robuste Oberfläche, gute Deckkraft

Nachteile/Hinweise:
Kann mit der Zeit schneller vergilben, besonders bei weißen Farbtönen

Geeignet für:
Gut für stark beanspruchte Heizkörper und für bunte Farbtöne, zum Beispiel Grau

Acryllack für Heizkörper

Eigenschaften:
Wasserbasierter Lack, geruchsärmer und wohngesünder

Vorteile: 
Gibt nach dem Trocknen weniger Lösemittel an die Raumluft ab, vergilbt weniger stark

Nachteile/Hinweise:
Meist etwas weniger robust als Alkydharzlack

Geeignet für:
Gut geeignet für weiße Farbtöne und Wohnräume

Sprühlack für Heizkörper

Eigenschaften:
Lack aus der Spraydose, wird aufgesprüht

Vorteile:
Schnelle Verarbeitung, gut für schwer zugängliche Stellen und Zwischenräume

Nachteile/Hinweise:
Sprühnebel breitet sich weit aus, umliegende Flächen müssen sehr sorgfältig abgedeckt werden

Geeignet für: 
Gut bei Heizkörpern mit vielen Zwischenräumen oder wenn es schnell gehen soll

Lack zum Aufstreichen

Eigenschaften:
Wird mit Pinsel oder Rolle aufgetragen

Vorteile:
Präziseres Arbeiten, weniger Gefahr, umliegende Flächen zu verschmutzen

Nachteile/Hinweise:
Dauert länger als Sprühlack, schwer zugängliche Stellen können aufwendiger sein

Geeignet für:
Gut für kontrolliertes Arbeiten und kleinere Flächen

Vorbereitung: Alte Heizkörper reinigen und schleifen

Es lohnt sich immer, die Heizkörper vor dem Schleifen einmal gründlich zu reinigen, egal ob sie alt oder neu sind. 

Grober Schmutz muss entfernt werden. Das erledigt man am besten mit einem Handfeger oder, bei starken Staubablagerungen, mit dem Staubsauger.

Anschließend kann die Heizung mit Kernseife und Wasser gereinigt werden. Man sollte dafür aber keine haushaltsüblichen Reiniger verwenden, die eine Anti-Fett-Schicht hinterlassen. Denn diese kann den Halt vom Lack beeinflussen. 
Das Mittel auftragen, kurz einwirken lassen und dann abwaschen. Wichtig ist, beim Abwaschen immer mit klarem Wasser nachzugehen.

Achte wirklich darauf, dass der Schmutz und Staub auch an schwer zugänglichen Stellen entfernt wird, andernfalls hält der Lack an diesen Stellen nicht.

Für die Reinigung und Lackierung nimmt man am besten das Abdeckgitter, welches oben auf der Heizung aufliegt, ab. Besonders hier sammelt sich Staub an.

Lackreste und abgeplatzten Lack entfernen

Abgeplatzen Lack und lose Teile kannst du einfach mit einem Spachtel entfernen und anschließend die entstandenen Übergänge abschleifen. 

Lackierte Heizkörper musst du sowieso immer vollflächig anschliefen. 

Rost entfernen und Metall vorbereiten

Trage auf jeden Fall eine Atemschutzmaske bei der Entfernung des Rosts, denn beim Schleifen entsteht viel Feinstaub, der gefährlich für dich ist.

Um Rost zu entfernen, gehst du in folgenden Schritten vor:

1. Staub von der Fläche entfernen

Dafür verwendest du am besten einen Pinsel für kleine Flächen und einen Besen oder Abstäuber für den Rest der Fläche. Arbeite mit etwas Druck auf den rostigen Flächen. So können bereits lose Teile abgetragen werden.

2. Die Fläche abschleifen

Nun wollen wir die rostigen Stellen so lange schleifen, bis das Grundmaterial wieder blank ist. Zuerst werden dabei die obere Lackschicht und lose Teile der Stelle abgeschliffen und danach der ganze Rost. Dafür eignet sich ein K80-Schleifpapier.

Das kann bis zu 20 Minuten dauern.

Wenn du das Metall wieder siehst und keinen groben Rost mehr abtragen kannst, gehst du zum K150-Schleifpapier über. Hierbei wird das Metall wieder blank und glänzend geschliffen.

Mit diesem Schleifpapier wird dann auch die komplette Heizung für den Anstrich aufgeraut.

Achte auch darauf, dass du Übergänge zwischen Grundmaterial und festen Lackschichten gründlich abschleifst, sonst führen sie zu einem unschönen Endergebnis.

3. Reinigung

Nachdem du deine Fläche geschliffen hast, müssen wir den ganzen Schleifstaub entfernen. Dafür saugen wir die umliegenden Flächen und die Heizung mit dem Staubsauger gründlich ab.

Danach musst du die Heizung noch einmal mit Wasser abwaschen. Dazu kannst du bei starken Verschmutzungen auch Reiniger verwenden. Wichtig ist, dass du hierfür keine haushaltsüblichen Reiniger wie Fettlöser oder Küchenreiniger verwendest. Diese können eine Anti-Fett-Schicht hinterlassen, welche den Halt vom Lack sabotiert.

Es sind oft mehrere Durchgänge mit der Lösung notwendig, bis das Wasser nicht mehr schmutzig ist.

4. Rostschutz auftragen

Bevor du deinen Heizkörper nun lackierst, solltest du einen Rostschutz auftragen. Die Grundierung hilft, die Bildung von neuem Rost zu verhindern.

Wichtig ist, dass dieser vor der Lackierung gut durchgetrocknet ist.

Nachdem du diese Schritte umgesetzt hast, kannst du den Heizkörper wie gewohnt lackieren. Genau so werden auch rostige Heizungsrohre vorbereitet.

Ein Heizkörper kann aber auch zu verrostet sein, um ihn neu zu lackieren. Das ist der Fall, wenn der Rost so tief in das Metall eingedrungen ist, dass es zu Leckagen oder Wasserdruckproblemen beim Heizen kommt.

Heizkörper schleifen – wann ist das nötig?

Deine Heizung sollte vor dem Anstrich angeschliffen werden, da es sich um eine besonders glatte Fläche handelt. Der Lack kann so viel besser halten. Es sorgt für ein saubereres Ergebnis, weil du auch Unschönheiten wie Farbnasen oder Übergänge von abgeblättertem Lack entfernen kannst.

Du musst nicht die komplette Farbschicht der Heizung abschleifen. Es reicht, wenn du sie anraust.

Soweit die Heizung in einwandfreiem Zustand ist, kannst du das Schleifen auch weglassen und mit einem Anlauger arbeiten. Durch den Anlauger wird die Heizung entfettet, was ebenfalls Halt gewährleistet.

Einwandfreier Zustand bedeutet, dass der Lack nirgendwo Abplatzungen oder Rost hat und keine Unschönheiten von einer schlechten Lackierung vorhanden sind, wie Farbnasen oder überlackierter Schmutz etc.

Grundierung für Heizkörper

Eine Grundierung ist zwar nicht immer notwendig, aber in jedem Fall vorteilhaft. Sie gewährleistet die Haftung des Lacks und vor allem auch die Langlebigkeit. Die Grundierungen für Heizkörper enthalten nähmlich einen Korrisionsschutz, welcher durchaus aufgefrischt werden sollte. Auch die Profis arbeiten grundsätzlich mit Grundierung. Wenn du allerdings keine Grundierung verwendest, solltest du zumindest die Fläche schleifen. Der Lack könnte sonst schnell wieder abblättern.

Notwendig wird eine Grundierung aber nur, wenn nacktes Metall gestrichen wird oder der Heizkörper rostig ist.

Die Grundierung trägt man am besten mit Pinsel und Rolle auf. Achte auch hier darauf, sauber zu arbeiten und die Grundierung nach Herstellerangaben trocknen zu lassen.

Viele Lacke sind 2-in-1-Produkte, was bedeutet, dass eine Grundierung enthalten ist. Hier musst du natürlich keine extra Grundierung kaufen.

Achte in jedem Fall darauf, dass die Grundierung Korrosionsschutz bietet und hitzebeständig ist.

Werkzeuge und Materialien zum Heizkörper streichen

Die Auswahl an Pinseln und Rollen kann ziemlich überwältigend sein. Wenn du deinen Heizkörper nicht ansprühen, sondern streichen möchtest, achte auf die folgenden Punkte:

Art des Materials:

  • Nutze Naturborstenpinsel für Alkydharzlacke, also lösemittelhaltige Lacke.
  • Für Acryllacke verwendet man Synthetikborsten, da diese für wasserbasierte Lacke geeignet sind.
  • Achte auch bei der Wahl deiner Heizkörperwalze darauf, ob diese für wasserbasierte oder lösemittelhaltige Lacke geeignet ist.

Pinselform:

  • Für Heizkörper mit Zwischenräumen eignet sich am besten ein gekrümmter Heizkörperpinsel. Andernfalls kannst du für die Zwischenräume auch eine Rolle und für die leicht zugänglichen Flächen einen Pinsel verwenden.
  • Einen Heizkörper ohne Zwischenräume kannst du mit einem normalen kleinen Lackpinsel oder einer Heizkörperrolle bearbeiten. Hier musst du selbst entscheiden, was für dich handlicher ist.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Heizkörper streichen

1. Raum vorbereiten und abdecken

Stelle die Heizungen vor der Arbeit ab und sorge dafür das Sie komplett abgekühlt ist bevor du beginnst.

Bevor du überhaupt mit irgendetwas beginnst, ist es hilfreich, schon einmal Staub vom Heizkörper abzuwischen oder abzusaugen. Das machst du am besten noch vor dem Abkleben, da die statische Aufladung der Abdeckfolie hier für Probleme sorgen kann.

Wische also jetzt schon einmal den Staub vom Heizkörper ab.

Für das Abdecken benötigst du Abdeckfolie, Klebeband und Zeitung oder ein paar Stücke Tapete.

Die Zeitung oder die Tapete klebst du an der Wand hinter dem Heizkörper fest. Danach kommt noch Abdeckfolie darüber. Diese sollte alle umliegenden Flächen weitgehend abdecken und nicht zu lose befestigt sein. Decke auch den Boden auf die gleiche Weise oder mit Malervlies sorgfältig ab.

Wenn du den Lack mit einem Sprühgerät oder direkt aus der Dose aufsprühst, musst du eine größere Fläche abdecken.

Wenn deine Heizung abnehmbare Teile hat, wie ein Abdeckgitter oder Seitengitter, dann nimm diese zum Streichen ab.

2. Heizkörper reinigen und anschleifen

Hast du alles abgedeckt, kannst du deinen Heizkörper zunächst reinigen, falls er stark verschmutzt ist. In jedem Fall sollte jeglicher Staub entfernt sein.

Danach geht es ans Schleifen. Trage unbedingt eine Atemschutzmaske und Handschuhe!

Jetzt benötigst du Schleifpapier mit 80er-Körnung zum Entfernen von Rost oder mit 120er-Körnung zum Anschleifen der alten Farbschicht. Du musst dabei nicht die ganze Schicht abschleifen. Sie soll nur etwas angeraut werden, um die Fläche griffiger zu machen.

Schleife dabei auch die Zwischenräume an und sorge dafür, dass Übergänge von losen Lackschichten und Farbnasen abgeschliffen sind.

Anschließend wird der entstandene Staub mit einem großflächigen Pinsel oder einem Handfeger entfernt.

3. Lack/ Grundierung auftragen

Sprühen

Schüttle die Sprühdose mindestens 3 Minuten lang und teste den Sprühauftrag anschließend auf einem Stück Pappe oder etwas Ähnlichem. Wenn sich der Lack einwandfrei sprühen lässt, kannst du beginnen.

Halte die Dose beim Sprühen etwa 15 cm entfernt und achte auf eine gleichmäßige, große Bewegung. Besprühe zuerst die schwer zugänglichen Flächen und beneble dann die gesamte Fläche leicht. Das bedeutet, dass du den Lack zunächst nur sehr dünn aufträgst. Das unterstützt die Haftung der Folgeschicht. Danach kannst du den Lack in einer dünnen Schicht auftragen.

Vor dem zweiten Anstrich solltest du die Trockenzeit beachten. Die besten Ergebnisse erzielst du, indem du die Fläche noch einmal leicht anschleifst, bevor du die zweite Schicht aufträgst. Vergiss danach aber nicht, den Schleifstaub wieder abzufegen.

Bei einem guten Lack sollten zwei Schichten genügen. Wenn du mit dem Anstrich jedoch noch nicht zufrieden bist, kannst du noch eine dritte Schicht aufsprühen.

Streichen

Beginne damit, schwer zugängliche Flächen mit einem Pinsel anzustreichen. Anschließend arbeitest du mit dem Lack beziehungsweise der Grundierung von außen nach innen. Das heißt, du startest bei der Umrandung der Heizung und streichst dann die Rillen entlang.

Bei einem Heizkörper mit Zwischenräumen startest du in den Zwischenräumen und streichst anschließend die äußeren Flächen.

Für das Abdeckgitter kannst du eine Rolle verwenden.

Arbeite gleichmäßig und trage nicht zu viel Lack auf einmal auf. Streiche den Pinsel nach dem Eintauchen immer etwas ab und arbeite nass in nass. Auch eine Rolle solltest du nach dem Eintauchen kurz abrollen, entweder an einer Farbwanne oder auf einem Stück Tapete.

Nach einer kurzen Trockenzeit, je nach Herstellerangaben, wiederholst du den Vorgang. Öffne am besten während des Trocknens das Fenster und Lüfte den Raum gut durch.

Du solltest mindestens zwei Schichten auftragen. Bevor du allerdings die zweite Schicht aufträgst, muss die Fläche noch einmal leicht angeschliffen werden. So erreichst du die maximale Haftung. Vergiss aber nicht, den Schleifstaub wieder abzufegen, bevor du die nächste Lackschicht aufträgst.

Falls du nach der zweiten Schicht nicht zufrieden bist, kannst du noch eine dritte Schicht auftragen.

Nachdem du deine Heizung fertig gestrichen hast, sollte sie für mindestens 48 Stunden ausgeschaltet bleiben und bei der nächsten Verwendung langsam auf die gewünschte Temperatur gebracht werden.

Spezielle Heizkörperarten streichen oder lackieren

Beim Streichen von Rippenheizkörpern oder Handtuchheizkörpern kommt es öfter zu Farbnasen. Vielleicht habt ihr sogar noch welche von der letzten Lackierung am Heizkörper. Diese können vor dem neuen Anstrich abgeschliffen werden.

Damit es beim neuen Anstrich nicht zu Farbnasen kommt, ist es wichtig, nicht zu viel Farbe auf einmal aufzutragen, egal ob beim Streichen oder beim Sprühen. Streiche deinen Pinsel vor dem Streichen gut ab, nachdem du ihn eingetunkt hast. Danach streichst du die Farbe dünn auf den Heizkörper auf.

Beim Sprühen musst du genügend Abstand einhalten und mit schnellen Bewegungen arbeiten, damit du ein gleichmäßiges Ergebnis erzielst. Sprühe hier zuerst die Zwischenräume an.

Um Heizungsrohre zu streichen, kannst du genauso vorgehen wie beim gesamten Heizkörper. Warte, bis sie abgekühlt sind, schleife sie an und streiche sie anschließend mit einem hitzebeständigen Lack.

Wenn du Heizungsrohre aus Kupfer streichen möchtest, solltest du ebenfalls einen Heizkörperlack verwenden. Da Lack auf Kupfer jedoch schlecht haftet, ist eine entsprechende Grundierung notwendig. Diese sorgt für den Schutz des Metalls und für die Haftung des Anstrichs.

Kostenübersicht Heizkörper streichen

Das Streichen eines Heizkörpers ist ein relativ kostengünstiges Projekt. Allerdings variiert der Preis natürlich je nach Qualität der gewählten Produkte.

Wir geben dir eine Kostenübersicht mit unseren empfohlenen Produkten für einen Heizkörper.

Du benötigst zum Sprühen: 

2 x Jaeger Sinolin Heizkörperlack-Spray plus 279 400ml

2 x mako Korund-Schleifpapier PREMIUM p 80 (oder p 120)

1 x Abdeckfolie Storch CoverQuick EasyTOP 30cm x 33m

1 x Klebeband Storch MaskUp SunnyTOP 50m 30 mm

1 x Atemschutzmaske

Das benötigst du zum Streichen: 

1 x PROFITEC P350 Heizkörperlack LH 0,75L

1 x mako Heizkörperpinsel PREMIUM 35 mm

1 x mako Kleinflächenroller Goldfaden, PREMIUM 10 cm

1 x mako Farbwanne superGRIP PREMIUM

2 x mako Korund-Schleifpapier PREMIUM p 80 (oder p 120)

1 x Abdeckfolie Storch CoverQuick EasyTOP 30cm x 33m

1 x Klebeband Storch MaskUp SunnyTOP 50m 30 mm

1 x Atemschutzmaske

Für beide Wege kannst du mit 47 € pro Heizkörper rechnen. 

Fazit

Das Streichen eines Heizkörpers ist nicht nur für die Optik vorteilhaft, sondern auch, um den Korrosionsschutz aufrechtzuerhalten. Vor jedem Anstrich hilft eine Grundierung gegen Rost und Abnutzung des Heizkörpers und verlängert seine Lebensdauer.

Vor jedem Farbauftrag solltest du die Fläche anschleifen, um einen sicheren Halt zu gewährleisten.

Beim Aufstreichen oder Sprühen ist das Vorgehen in einzelnen, dünnen Schichten das A und O. So verhinderst du Farbnasen und ein ungleichmäßiges Ergebnis.

Häufige Fragen

Kann man Heizkörper streichen ohne schleifen?

Ja, aber nur wenn der Heizkörper in einwandfreiem Zustand ist. Der alte Lack darf keine Abplatzungen, Roststellen oder Farbnasen haben. Dann kann statt Schleifen auch ein Anlauger verwendet werden, damit der neue Lack besser hält.

Welche Farbe ist die beste für Heizkörper?

Am besten eignet sich spezieller Heizkörperlack. Wasserbasierter Acryllack ist besonders empfehlenswert, weil er geruchsärmer ist, schneller trocknet und weniger stark vergilbt.

Heizkörper streichen: Pinsel oder Rolle?

Für schwer erreichbare Stellen und Zwischenräume eignet sich ein Heizkörperpinsel. Für größere, glatte Flächen oder das Abdeckgitter ist eine kleine Rolle praktisch. Oft ist die Kombination aus Pinsel und Rolle am besten.

Kann man Heizungsrohre streichen?

Ja, Heizungsrohre können wie Heizkörper gestrichen werden. Sie müssen vorher abgekühlt, gereinigt, angeschliffen und mit hitzebeständigem Lack gestrichen werden. Bei Kupferrohren ist zusätzlich eine passende Grundierung wichtig.

Wie lange muss Heizkörperlack trocknen?

Die genaue Trockenzeit hängt vom Hersteller ab. Nach dem Streichen sollte der Heizkörper aber mindestens 48 Stunden ausgeschaltet bleiben und danach langsam wieder aufgeheizt werden.

Kann man vergilbte Heizkörper reinigen statt streichen?

Das kommt auf die Ursache an. Wenn die Vergilbung vom alten Lack kommt, lässt sie sich nicht einfach reinigen und der Heizkörper sollte neu gestrichen werden. Kommt die Vergilbung dagegen von Nikotin oder Schmutz, kann eine gründliche Reinigung helfen.

Ist Sprühlack für Heizkörper besser als Streichen?

Sprühlack ist schneller und kommt besser an schwer erreichbare Stellen. Streichen mit Pinsel und Rolle ist dafür kontrollierter und verursacht weniger Sprühnebel. Welche Methode besser ist, hängt also vom Heizkörper und der eigenen Erfahrung ab.

Muss man Heizkörper zum Streichen abmontieren?

Nein, der Heizkörper muss zum Streichen normalerweise nicht abmontiert werden. Die Rückseite ist zwar etwas schwieriger zu erreichen, kann aber mit etwas Geduld ebenfalls gestrichen werden.


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