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Kratzputz außen auftragen - In 4 Schritten zur schicken Fassade | Mansholt

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Der schützende Kratzputz ist ein Oberputz für verschiedenste Bereiche wie Fassaden, Treppenberiche, Dielen und vieles mehr.

Er hat verschiedene positive Eigenschaften, einerseits durch seine Alkalität und durch seine Körnung wie zum Beispiel:

  • Vorbeugen von Rissen in der Fassade
  • Selbstreinigungseffekt - durch die Körnung wird Schmutz von Regen wie durch eine Rinne heruntergespült.
  • Minderung von Schimmel und Pilzen

Wir zeigen euch in diesem Beitrag wie man einen Kratzputz richtig aufträgt.

Welche Körnungen gibt es?

Bei einem Kratzputz kann man zwischen einer 1mm bis 8mm Körnung wählen. Desto geringer der Wert der Körnung ist, desto feiner wird die Struktur deines Putzes.

Am häufigsten wird für die 3mm Körnung verwendet, welches eine etwas gröbere Struktur bietet. Viele Putze diverser Hersteller lassen sich sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich einsetzten.

Bedenke bei deinem Vorhaben je feiner der Kratzputz, desto genauer müssen die Vorarbeiten sein 😉.

Kratzputz auf Fassade auftragen

Die verschiedenen Kratzputzarten

Grundsätzlich kann man zwischen „organischen“ und „mineralischen“ Kratzputzen unterscheiden.

In der Regel sind organische Putze fertig angerührt und mineralische ist meisten Sackware, hier muss man noch selber ran und im richtigen Mischungsverhältnis mit Wasser seinen Oberputz anrühren.

Es gibt aber natürlich auch ein paar Unterschiede zwischen beiden Varianten:

Organischer Kratzputz:
  • Besteht meistens aus Kunstharzbindemitteln oder anderen Kunstoffdispersionen
  • Ist dadurch etwas flexibler als ein mineralischer Putz.
  • Können oft in einer Vielzahl von tönen eingefärbt werden.
  • Müssen in den meisten Fällen nicht mehr gestrichen werden.

Mineralischer Kratzputz:

  • Sind zusammengesetzt aus natürlichen Materialien wie Kalk, Zement, etc.
  • Dadurch nicht so flexibel wie ein organischer Kratzputz.
  • Sie sind sehr dampfdurchlässig (atmungsaktiv).
  • In der Regel umweltfreundlicher, da sie aus natürlichen Materialien bestehen.
  • Müssen meistens noch gestrichen werden, nach der Trocknung.

4 Schritte Anleitung zum Auftragen von Kratzputz im Außenbereich

Mansholt beim Kratzputz auftragen

1. Die Untergrundvorbereitung – Reinigen der Fassade

Der Untergrund muss Trocken, Staub- ,Riss- und Fettfrei sein. Grundsätzlich bei Fassadenarbeiten gilt immer wir brauchen einen sauberen Untergrund!

Daher ist auch der erste Arbeitsschritt für einen Kratzputz, die Fassade hochdruckreinigen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass ebenfalls alle losen Teile entfernt werden. Falls das Hochdruckreinigen nicht reicht, muss mittels Schaber oder Maschinen nachgeholfen werden.

Nach dem Reinigen muss die Fassade natürlich erstmal abtrocknen, bevor ihr fortfahren könnt.

Wenn man einen Kratzputz außen auftragen möchte, dann geht das in der Regel auch eine vollflächige Armierung der Fassade einher. Das Thema ist allerdings sehr komplex und würde einen eigenen Blogpost füllen, daher konzentrieren wir uns hier primär auf das Aufbringen eines Kratzputzes.

Wenn alles gut abgetrocknet ist, kannst du schonmal damit beginnen, alle Flächen, welche nicht vollgeschmiert werden sollen, gründlich abzukleben. Dazu nimmst du am besten Easy Cover und Goldband, das ist wesentlich UV-Beständiger als normales Krepp.

2. Grundieren der Fassade

Ob eine Grundierung verwendet werden muss, kann man leider in solch einem Blogbeitrag nicht immer pauschal beantwortet werden. Da geben verschiedene Hersteller verschiedenes vor.

Grundsätzlich gilt jedoch eine Grundierung tut in den meisten Fällen mehr gutes, als das es schaden kann.

Achte aber unbedingt darauf, dass du die richtige Grundierung für deinen Kratzputz nimmst. Du findest genau Angaben entweder auf deinem Eimer oder im technischen Merkblatt. Grundieren ist aber nichts anderes, als würdest du Wände mit Farbe streichen.

Kratzputz richtig auftragen

3. Kratzputz außen auftragen - Jetzt geht's ans Eingemachte!

Zum Kratzputz auftragen ist das wichtigste gute Spachtel und Kellen zu haben. Das richtige Werkzeug ist die halbe Miete!

Konkret nutzen wir eine Glättkelle aus Metall zum Auftragen des Kratzputzes und ein Kunststoffreibebrett, um das Ganze zu verschlichten und form reinzubringen!

Habt ihr wie oben beschrieben einen mineralischen Putz müsst ihr diesen natürlich erstmal anrühren. Dafür einfach die vorgesehene Menge Wasser in einem Eimer geben und mit einem Rührwerk mixen und den Sack langsam einfüllen.

Beim organischen, könnt Ihr direkt aus dem fertigen Eimer anfangen zu arbeiten.

Nehmt dazu einen Klecks der Masse und zieht es auf Kornstärke auf die Fassade auf. Beim auf und abziehen muss es richtig laut sein, es muss richtig „kratzen“.

Beim Aufziehen des Kratzputzes ist es wichtig Fläche für Fläche zu bearbeiten. Es muss immer Nass in Nass gearbeitet werden, damit es keine Ansätze gibt. Daher immer Seite für Seite von oben nach unten arbeiten.
Und am besten ist, immer im Schatten, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

4. Strukturieren der aufgetragenen Masse

Beim Aufbringen des Putzes seid ihr am besten immer zu zweit. Einer zieht auf und einer reibt ab / verschlichtet das Ganze. Je nach Flächen Größe kann man das natürlich anpassen, dass eben mehr Leute aufziehen.

Um dem Kratzputz nun seine typische Struktur zu verleihen, müsst ihr ihn noch verschlichten.

Das macht je Fassadenseite am besten eine Person und nicht mehrere. Weil jeder hat seine eigene Handschrift, da wäre es unglücklich, wenn sich das auf einer Fassadenseite abzeichnet.

Zum verschlichten müsst ihr gar nicht lange warten, wenn der Kratzputz wirklich auf Kornstärke abgezogen wurde. Nehmt dazu einfach das Kunstoffreibebrett oder die Kunstoffkelle und fahrt in kreisenden Bewegungen mit konstanten druck über die Fassade.

Ihr dürft nicht zu lange warten, hat der Putz schon weit genug abgebunden, dann reibt ihr den Kratzputz platt, dann ist er „Tod“, das bekommt man auch nicht wirklich mehr berichtigt. Sprecht euch also mit den Leuten, die die Masse aufziehen ab und passt das Tempo ggf an.

Tritt immer wieder mal 2-3m zurück und betrachte die fertige Fläche aus einer weiteren Distanz. Da fallen dir hier und da doch nochmal einzwei Stellen auf, wo man nochmal nachreiben könnte.

Das war auch schon alles, gar nicht so schwer, oder? Pack es an und verpass deiner Fassade ein neuen Kratzputz!

Gutes Gelingen und frohes schaffen wünscht dir,
dein Mansholt-Team.

Nützliche Hilfsmaterialien und Werkzeuge

um richtig durchzustarten, beiten wir dir die richtigen Hilfsmaterialien. Das Putzsystem selber sollte von einem Fachberater bestimmt werden, da jede Baustelle unterschiedlich ist.

Abkleben / Abdecken

Werkzeug

  • Hebekelle, um die Masse aus dem Eimer zu bekommen
  • Glättekelle
  • Kunstoffkelle


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