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Garten-Holzmöbel auffrischen: Ratgeber für Reinigung, Schutz, Ölen und Pflege

2026-07-31 13:00:00 / Streichen & Gestaltung Renovieren & Bauen

Du möchtest deine Holzmöbel wieder wie neu aussehen lassen oder sie davor schützen, auszubleichen, zu vergrauen oder beschädigt zu werden? Dann zeigen wir dir in diesem Beitrag, wie du dabei vorgehen musst und worauf es dabei ankommt.

Außerdem erfährst du, welche Produkte sich dafür eignen und welche Maßnahmen neben einem neuen Anstrich für die Pflege und langfristige Erhaltung deiner Gartenmöbel wichtig sind. Egal, ob Balkonmöbel, Holzbank, Gartentisch oder Gartenmöbel-Set: Wir erklären dir, worauf es bei den jeweiligen outdoor Möbeln ankommt.

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Materialien im Fokus: Holzarten für Outdoor-Möbel

Um deine Holzmöbel richtig zu pflegen, ist es wichtig zu wissen, aus welcher Holzart sie bestehen.

Gartenmöbel werden sehr oft aus Edelhölzern gefertigt wie:

  • Teakholz
  • Akazienholz
  • Eukalyptusholz

Über diese Holzarten sollte man sich vor der Anschaffung informieren, da sie besondere pflege brauchen. Dafür sind sie natürlich sehr robust, langlebig und sehen schön aus.

Die Grundregeln für die Pflege von Holz

Manche Holzarten sind robuster als andere. Dennoch gibt es einige Grundsätze, mit denen du bei der Pflege von Holz nichts falsch machen kannst.

Die regelmäßige Reinigung sollte nicht zu nass erfolgen. Arbeite daher besser mit einem feuchten Tuch als mit einem Wasserschlauch.

Unlackiertes Holz sollte mindestens einmal im Jahr geölt werden. Der Unterschied vor und nach dem Ölen ist wirklich enorm. Trockenes Holz sieht anschließend wieder aus wie neu.

Außerdem sollte Holz vor länger anhaltender Feuchtigkeit geschützt werden. Stelle die Möbel bei längeren Regenperioden möglichst unter und lagere sie im Winter trocken.

Teakholz im Garten: Eigenschaften und Besonderheiten

Teakholz eignet sich besonders gut für Gartenmöbel, da es sehr robust und pflegeleicht ist. Grund dafür ist vor allem der hohe natürliche Ölgehalt des Holzes. Dieser schützt das Material vor Umwelteinflüssen und macht es zudem widerstandsfähig gegen Schädlinge. Dadurch zählt Teakholz zu den am häufigsten verwendeten Holzarten für Gartenmöbel.

Optisch zeichnet sich Teakholz durch einen warmen, hellbraunen Farbton aus.

Um die natürliche Farbe und Widerstandsfähigkeit zu erhalten, sollte das Holz etwa einmal im Jahr geölt werden. Vor dem Ölen kann es je nach Zustand gereinigt oder leicht angeschliffen werden.

Akazienholz im Außenbereich richtig pflegen

Akazienholz ist wohl eines der am meisten verkauften Hölzer im Bereich Gartenmöbel. Es ist sehr langlebig, witterungsbeständig und robust. Besonders beliebt ist es wegen seiner schönen, ausgeprägten Maserung.

Es ist wichtig, die Möbel nicht zu feucht werden zu lassen. Das bedeutet, die Möbel bei längerem Regen unterzustellen, kein stehendes Wasser auf den Möbeln zuzulassen und sie über den Winter trocken sowie frostfrei zu lagern, da das Holz die kalte Jahreszeit nicht gut verträgt. Das bedeutet auch, das Holz nicht zu nass zu reinigen. Bei Bedarf sollte es am besten mit einem leicht feuchten Lappen abgewischt werden.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch, das Holz vor dem Ölen zu schleifen, statt es mit viel Wasser sauber zu machen. Wenn es allerdings sehr lange nicht gereinigt wurde und sich dementsprechend viel Grünbelag gebildet hat, ist eine gründliche Reinigung mit Reiniger und Wasser akzeptabel.

Um Akazienholz richtig zu pflegen, muss man es ein- bis zweimal im Jahr ölen. Das Holz an sich ist zwar resistent gegen Schimmel, wenn man das Öl allerdings zu dick aufträgt, kann sich ein Nährboden für Schimmel bilden. Nutze deshalb ein Öl speziell für Akazienholz und trage es in dünnen Schichten auf.

Eukalyptusholz: Pflegeanforderungen im Vergleich

Für Eukalyptusholz gilt so ziemlich das Gleiche wie für Akazienholz.

Schütze es vor anhaltendem Regen, lasse kein stehendes Wasser entstehen, lagere die Möbel im Winter trocken und frostfrei und wische Verunreinigungen mit einem leicht feuchten Lappen ab.

Auch hier sollte das Holz ein- bis zweimal im Jahr geölt und vorher leicht angeschliffen werden.

Im Vergleich zum robusten Teakholz ist es nicht sehr widerstandsfähig und benötigt viel Pflege. Ohne die regelmäßige Pflege wird es nicht nur stark durch Feuchtigkeit belastet, sondern auch durch Sonneneinstrahlung und trocknet sehr schnell aus.

Massivholz vs. Furnier bei Gartenmöbeln aus Holz

Massivholz ist bei Gartenmöbeln um einiges beliebter, da es robuster ist. Die Möbel kosten vielleicht etwas mehr, sind aber deutlich besser für den Outdoor-Bereich geeignet als furniertes Holz.

Furnierte Möbel bestehen zum Beispiel aus einem Material wie MDF und werden anschließend mit dünnen Holzschichten überzogen, die das Möbelstück wie Massivholz aussehen lassen. Für den Außenbereich sind diese Möbel leider nicht sehr gut geeignet. Einerseits halten sie Feuchtigkeit nicht gut stand, da Wasser schnell unter die dünnen Holzschichten gelangen kann. Andererseits vertragen sie auch Sonneneinstrahlung nicht gut und sind allgemein nicht sehr langlebig.

Furnierte Möbel sollten daher lieber im Innenbereich bleiben.

Kombinationen: Holz-Metall-Gartenmöbel

Kombinationen aus Holz und Metall sind bei Gartenmöbeln sehr beliebt. Einerseits überzeugen sie durch ihren rustikalen Stil, andererseits hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen.

Das Metall benötigt in der Regel nur wenig Pflege und kann gelegentlich mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Besonders empfehlenswert ist pulverbeschichtetes Metall, da es besser vor Witterungseinflüssen und Rost geschützt ist.

Die Holzelemente müssen wie bei anderen Holzmöbeln vor anhaltender Nässe geschützt werden. Außerdem sollten sie mindestens einmal im Jahr mit einem geeigneten Holzöl behandelt werden.

Pass allerdings auf, wenn du einen speziellen Reiniger für das Holz verwendest, zum Beispiel einen Grünbelagentferner. Dieser könnte die Metallteile angreifen oder beschädigen.

Zustand analysieren: Wann welche Maßnahme nötig ist

Die Art der Verschmutzung oder Beschädigung an deinen Gartenmöbeln zu erkennen, ist für die weitere Behandlung mit Lack oder Öl sehr wichtig.
Bleiben nämlich Rückstände auf dem Holz, können die Beschichtungen nicht richtig haften. Außerdem können unschöne Flecken und Verfärbungen entstehen.

Sieh dir dein Holz deshalb genau an, versuche das Problem zu erkennen und entscheide anschließend, welche Maßnahme am besten geeignet ist.

Leichte Verschmutzung vs. stark verschmutztes Holz

Als leichte Verschmutzungen gelten einzelne Flecken, zum Beispiel durch Vogelkot oder losen Schmutz. Diese lassen sich ohne großen Aufwand mit einem feuchten Lappen abwischen. 

Starke Verschmutzungen sind zum Beispiel Grünbeläge, die sich auf dem gesamten Möbelstück ausbreiten. Diese lassen sich am besten mit einem Schrubber und einem passenden Reiniger entfernen.

Wie genau du deine Gartenmöbel reinigst erfährst du in unserem Beitrag: Gartenmöbel aus Holz richtig reinigen

Vergrauung und UV-Schäden erkennen

UV-Schäden äußern sich durch Risse, ausgeblichene Farben oder Vergrauung.

Eine Vergrauung erkennt man an einem leichten grauen Schleier auf der Oberfläche des Holzes. Hier sollte man entweder eine Holz-Entgrauer verwenden oder den Schleier abschleifen. Für die Reinigung ist auf jeden Fall ein Schrubber notwendig.

Risse, Splitter und strukturelle Schäden

Risse und Splitter entstehen durch Temperaturschwankungen und den häufigen Wechsel zwischen Feuchtigkeitsaufnahme und Feuchtigkeitsabgabe. Im Holz entstehen dadurch Spannungen, die wiederum zu Rissen führen.

Bei unbehandeltem Holz kann so etwas ziemlich schnell passieren. Dem kann man jedoch mit einem regelmäßigen Pflegeanstrich entgegenwirken, da dieser verhindert, dass zu viel Feuchtigkeit aufgenommen wird.

Sind bereits Risse aufgetreten, können diese mit Holzspachtelmasse ausgefüllt und anschließend leicht angeschliffen werden. Danach sollte der Pflegeanstrich erneuert werden.

Strukturelle Schäden äußern sich zum Beispiel durch:

  • Verformtes oder verzogenes Holz
  • Lose oder wackelige Einzelteile
  • Pilze oder Schimmel
  • Löcher und Insektenbefall

Hier ist weniger eine Reinigung als vielmehr eine Reparatur notwendig. Bei Schimmel, Pilzbefall oder Insektenbefall sollte ein spezielles Mittel verwendet werden. Anschließend können Löcher bei Bedarf mit Spachtelmasse gefüllt werden. Danach wird das Möbelstück angeschliffen und mit einem schimmel- oder insektenhemmenden Schutzmittel behandelt.

Bei verformtem oder verzogenem Holz kann es bereits zu spät sein, wenn das Holz keinem hohen Gewicht mehr standhält. Wirkt das Möbelstück jedoch noch belastungsfähig, kann es angeschliffen und der Pflegeanstrich anschließend aufgefrischt werden.

Unterschied: gebrauchte, alte und unbehandelte Holzmöbel

Altes Holz erkennt man an einer Vergrauung und meist auch an Grünbelag. Oft ist es außerdem ziemlich spröde. Hier kann man mit einer gründlichen Reinigung und einem neuen Anstrich wahre Wunder bewirken.

Unbehandeltes Holz ist matt und die Struktur ist deutlich zu erkennen. Solltest du dir jedoch nicht sicher sein, ob das Holz bereits behandelt wurde, hilft ein kurzer Anschliff. Anschließend kannst du es mit Lack, Lasur, Öl oder Wachs behandeln.

Gartenmöbel abschleifen: Wann Schleifen wirklich notwendig ist

Das Schleifen von Holzgartenmöbeln sorgt dafür, dass du einen griffigen Untergrund für weitere Anstriche erhältst. Lacke und Lasuren haften dadurch um einiges besser und es kann die Grundierung ersetzten.

Durch das Schleifen werden die Holzfasern aufgeraut und können die Beschichtung besser aufnehmen. Die Haftung der Beschichtung wird also nicht durch eine Trennschicht verhindert.

Holz sollte vor dem Lackieren oder Lasieren immer angeschliffen werden. Vor dem regelmäßigen Ölen reicht dagegen meist eine gründliche Reinigung aus. Schleifen ist nur notwendig, wenn das Holz vergraut, rau, fleckig oder noch beschichtet ist.

So gehst du beim Schleifen vor:

Nach der Reinigung muss das Holz vollständig trocknen. Anschließend wird es in Maserrichtung zuerst mit 80er und danach mit 120er-Körnung geschliffen. Zum Schluss wird der Schleifstaub vollständig entfernt.

Gartenmöbel ölen, lasieren oder wachsen: Welcher Holzschutz ist der richtige?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, deine Gartenmöbel wetterfest und widerstandsfähiger zu machen. Grundsätzlich werden Holzmöbel geölt, sofern man sich nicht für eine Lasur oder einen Lack entscheidet.

Unbehandeltes Holz sollte nicht dauerhaft im Außenbereich stehen, da wechselnde Temperaturen und Feuchtigkeit schnell dazu führen, dass es verblasst, spröde wird, Risse bekommt oder sich Grünbelag und Schimmel bilden.

Wir erklären dir die Unterschiede und zeigen dir die jeweilige Vorgehensweise.

Holz ölen oder wachsen? Die Unterschiede

Wachs ist für Holz eine regenerierende, reinigende und schützende Beschichtung. Außerdem belebt es das Holz und lässt es nach und nach edler aussehen. Wasser perlt zwar zunächst an der Wachsschicht ab, kann jedoch nach einiger Zeit einziehen, wenn es nicht abgewischt wird. Dadurch können Wasserflecken entstehen. Aus diesem Grund und weil Wachs wärmeempfindlich ist, eignet es sich nicht für den Außenbereich.

Wenn deine Tische und Stühle jedoch in einem Wintergarten stehen oder ständig untergestellt sind, kannst du auch Wachs in Erwägung ziehen. Der Vorteil ist nämlich, dass Wachs das Holz mit jeder weiteren Schicht edler aussehen lässt, da es die Farben intensiviert.

Holzöl dagegen ist auch für den Außenbereich geeignet. Es dringt tief in das Holz ein und macht es wasserabweisend, wetterbeständig und widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung. Das Ölen von Holz ist genauso einfach wie das Wachsen: Die Fläche reinigen, gegebenenfalls anschleifen, das Öl mit einem Pinsel auftragen und trocknen lassen.

Wenn du Holz einmal gewachst hast, kannst du es nicht einfach mit Öl oder sonstigen Beschichtungen überstreichen. Das Wachs verhindert, dass das Öl in das Holz eindringen kann. Für andere Beschichtungen bildet es eine Trennschicht. Wachs kann abgeschliffen werden, jedoch ist das besonders aufwendig, da es das Schleifpapier schnell abnutzt.

Welches Öl eignet sich für Gartenmöbel aus Holz?

Terrassenöl ist eine beliebte Bezeichnung für Holzöle, die für den Außenbereich geeignet sind. Auch Begriffe wie UV-Schutz-Öl oder Gartenholz-Öl werden häufig verwendet.

Die Holzöle basieren meist auf natürlichen Ölen wie Leinöl, Tungöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl oder Rapsöl. Häufig werden mehrere dieser Öle in einem Produkt miteinander kombiniert. Besonders wichtig ist jedoch, dass dem Öl Additive zugesetzt werden, die das Holz wasserabweisend machen und vor UV-Strahlung sowie Witterungseinflüssen schützen.

Diese Öle decken einen großen Einsatzbereich ab und eignen sich für verschiedene Holzarten. Das Osmo Terassen-Öl ist ein Beispiel für solch eine Zusammensetzung, die sich für so gut wie alle Einsatzbereiche bewährt hat.

Achte beim Kauf eines Holzöls darauf, dass es ausdrücklich für den Außenbereich und für deine Holzart geeignet ist. Einige Hölzer, wie zum Beispiel Akazienholz, benötigen eher ein speziell darauf abgestimmtes Pflegeöl.

Tipp: Besonders Balkonmöbel benötigen einen guten UV-Schutz, da es dort im Sommer besonders heiß werden kann. Haben die Möbel keinen überdachten Stellplatz, solltest du sie lieber zweimal pro Jahr statt nur einmal ölen.

Lasur oder Lack als Alternative für Holzöl?

Ob man Lack, Lasur oder Holzöl verwendet, ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks und der gewünschten Optik.

Lasuren sind ähnlich wie Holzöl transparent, sodass die natürliche Maserung des Holzes sichtbar bleibt. Anders als Öl bilden sie jedoch eine schützende Schicht auf dem Holz, die vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen schützt. Im Allgemeinen liegt der Schwerpunkt bei Lasuren eher auf dem Schutz als auf der Pflege des Holzes. Es gibt sowohl farblose als auch pigmentierte Lasuren, die das Holz leicht einfärben. Die Holzstruktur bleibt dabei weiterhin sichtbar.

Lack bildet im Gegensatz zur Lasur eine farbige und deckende Schicht, wodurch das Holz nicht mehr sichtbar ist. Die Lackschicht muss in der Regel seltener erneuert werden als andere Beschichtungen. Je nach Beanspruchung und Witterung kann sie etwa vier bis fünf Jahre halten. Allerdings ist Lack anfälliger für Abplatzungen, Risse und Feuchtigkeitsschäden.

Gartenmöbel richtig ölen: Schritt für Schritt

Holz zu ölen ist eine super einfache Arbeit. Nachdem du also erkannt hast, in welchem Zustand dein Holz ist und welche Vorkehrungen nötig sind, kann es losgehen.

Benötigtes Material

Schritt 1: Vorbereitung

Das Holz muss vor dem Auftrag sauber und trocken sein. Reinige es dafür mit einem Schrubber, Wasser und einem Reiniger deiner Wahl. Der Reiniger sollte nicht zu stark sein. Möchtest du Hausmittel verwenden, eignen sich mit Wasser verdünnte Schmierseife oder Spülmittel.

Entferne groben Schmutz mit einem Besen. Trage den Reiniger mit einem Schrubber auf und schrubbe die Gartenmöbel gründlich ab.

Anschließend spülst du den Reiniger vollständig mit klarem Wasser ab.

Wenn deine Balkon- oder Terrassenmöbel besonders stark verschmutzt sind, zum Beispiel durch Grünbelag, solltest du eine Grundreinigung durchführen. Dabei müssen alle Verschmutzungen und Rückstände gründlich entfernt werden. Wie das geht zeigen wir dir in unserem ausführlichen Ratgeber: Gartenmöbel aus Holz richtig reinigen

Danach müssen die Möbel vollständig trocknen. Achte darauf, dass sich kein stehendes Wasser auf den Oberflächen bildet.

Wenn dein Holz vergraut ist, rau geworden, fleckig oder mit alten Lack- bzw. Farbresten belastet ist muss es nun mit einem feinen Schleifpapier (P 180–P 240) angeschliffen werden.

Schritt 2: Das Öl auftragen

Du trägst das Öl mit einem Flächenstreicher Pinsel oder einem fusselfreien Tuch dünn in Maserrichtung auf das Möbelstück auf. Achte darauf das Öl gleichmäßig aufzutragen, sonst enstehen später Flecken.

Schritt 3: Zweite Ölschicht auftragen und trocknen lassen

Nach einer Trockenzeit von etwa 12 Stunden – abhängig von den Herstellerangaben – wird eine zweite, dünne Ölschicht aufgetragen.

Anschließend sollten die Möbel bei Temperaturen von etwa 20 bis 23 °C und guter Belüftung erneut rund 12 Stunden trocknen. Die genaue Trocknungszeit kann je nach Hersteller, Temperatur und Luftfeuchtigkeit variieren.

Gartenmöbel wetterfest machen und langfristig schützen

Bevor wir zu den verschiedenen Produkten kommen, mit denen du deine Möbel wetterfest machen kannst, wollen wir zunächst über die allgemeine Wetterfestigkeit von Holzgartenmöbeln sprechen.

Das bedeutet: Selbst wenn du den besten Anstrich zum Schutz vor Witterung und Feuchtigkeit auf deine Holzmöbel aufträgst, verkürzt sich ihre Lebensdauer erheblich, wenn sie bei Regen oder über längere Zeit schlechtem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind. Werden die Möbel nicht untergestellt oder abgedeckt, kann auch der beste Anstrich diesen Schutz nicht vollständig ersetzen.

Schutz vor Sonne und UV-Strahlung

Lacke, Lasuren und Öle für den Außenbereich bieten in der Regel einen gewissen UV-Schutz. Dennoch sollten Gartentische und -stühle möglichst vor dauerhafter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Wenn du deine Möbel nicht benutzt, stellst du sie am besten in den Schatten, sofern sie nicht bereits unter einem Sonnenschutz, einer Markise oder einem anderen Unterstand stehen.

So bleiben deine Holzgartenmöbel lange erhalten.

Gartenmöbel vor Regen und Feuchtigkeit schützen

Sind deine Gartenmöbel mit einem Schutzanstrich versehen, macht ihnen ein kurzer Regenschauer in der Regel nichts aus.

Soll es jedoch den ganzen Tag regnen oder kündigt sich eine längere Regenperiode an, solltest du die Möbel unterstellen oder mit einer geeigneten Abdeckung schützen.

Lagere deine Holzmöbel im Winter oder während längerer Regenphasen nach Möglichkeit in einer Garage oder unter einem Carport. Wichtig ist, dass die Möbel vorher vollständig trocken sind. Werden sie nass übereinandergestapelt, kann sich schnell Schimmel bilden.

Deshalb ist es auch wichtig, im Winter auf die Feuchtigkeit am Lagerort zu achten. In einem Keller oder einer Garage kann ein Luftentfeuchter sinnvoll sein. Ob das wirklich notwendig ist, erkennst du daran, ob sich das Holz trocken oder feucht anfühlt.

Typische Pflegefehler bei Gartenmöbeln aus Holz vermeiden

Damit dir die typischen Fehler bei der Pflege von Holzmöbeln nicht passieren, möchten wir erläutern, welche Fehler häufig gemacht werden und welche Folgen sie haben.

Kurz zusammengefasst sind vor allem falsch eingesetzte Reiniger und Pflegemittel sowie ungeeignete Pflegemethoden häufig ein Problem.

Zu aggressive Reinigungsmittel

Holz und seine Beschichtung, ob Lack, Lasur oder Öl, reagieren empfindlich auf starke Reiniger mit Säuren oder Ammoniak.

Diese Inhaltsstoffe solltest du vermeiden:

  • Ammoniak
  • Zitronensäure
  • bleichende Mittel

Konkret bedeutet das: Verwende keine Fettlöser, Glasreiniger, Scheuermilch oder aggressiven Allzweckreiniger.

Das kann passieren, wenn du ungeeignete Reiniger für Holz verwendest:

  • Das Holz bleicht aus oder verdunkelt sich. Holzarten wie Eukalyptus können sich durch falsche Reiniger beispielsweise dunkel verfärben.
  • Lackbeschichtungen können sich lösen, abblättern oder matt werden.
  • Das Holz kann aufquellen und Risse bilden.

Zu häufiges oder falsches Schleifen

Unlackierte Gartenmöbel aus Edelhölzern besitzen häufig eine besonders markante Maserung. Wer jedoch zu viel Holz abschleift, kann diese natürliche Struktur beeinträchtigen.

Obwohl es sinnvoll ist, die Möbel vor dem ersten Ölen zu schleifen, muss man dies nicht vor jedem neuen Anstrich wiederholen. Dadurch würde zu viel Material abgetragen werden. Stattdessen schleift man nur, wenn die Oberfläche nicht mehr tragfähig genug ist.

Dasselbe gilt, wenn nicht in Richtung der Maserung, sondern kreuz und quer geschliffen wird. Dadurch können Kratzer, Riefen und Splitter entstehen, die die Holzoberfläche beschädigen.

Das falsche Öl verwenden

Wenn man das falsche Öl für Gartenmöbel verwendet, kann es passieren, dass sich das Holz klebrig anfühlt, das Öl nur auf der Oberfläche aufliegt und nicht einzieht oder das Holz nicht ausreichend geschützt wird.

Es gibt viele verschiedene Holzöle, die für Outdoor-Holzmöbel verwendet werden können. Achte einfach darauf, was in der Produktbeschreibung angegeben ist. Dort sollte stehen, dass das Öl für den Außenbereich und für die Holzart geeignet ist, aus der deine Möbel bestehen.

Wenn du dir dennoch unsicher bist, teste das Öl zunächst an einer unauffälligen Stelle.

Staunässe und Feuchtigkeit unterschätzen

Vor Staunässe und stehendem Wasser kann auch das beste Öl nicht lange schützen. Hier bekommt das Holz schnell Wasserflecken oder wird beschädigt.

Besonders wenn nur ein älterer Anstrich oder ein minderwertiges Produkt das Holz schützt, ist das Risiko hoch.

Wer seine Gartenmöbel mit einer Abdeckplane schützt, sollte darauf achten, dass die Stuhl- und Tischbeine ausreichend geschützt sind. Andauernde Feuchtigkeit kann hier schnell für Schäden sorgen.

Achte also immer darauf, dass deine Holzmöbel vor Feuchtigkeit geschützt sind und stelle sie zur Not unter.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Beitrag helfen konnten und wünschen dir, ob im Garten oder auf dem Balkon, eine schöne Sommerzeit!

Häufige Fragen zur Pflege von Gartenmöbeln aus Holz

Unbehandelte Gartenmöbel sollten mindestens einmal pro Jahr geölt werden. Akazien- und Eukalyptusholz sowie stark der Sonne ausgesetzte Möbel können auch zwei Ölanstriche pro Jahr benötigen.

Schütze das Holz mit einem geeigneten Öl, einer Lasur oder einem Lack und stelle die Möbel bei längeren Regenphasen möglichst unter oder decke sie ab.

Abgesehen davon ist es wichtig, von vornherein Gartenmöbel zu wählen, die aus robustem Holz bestehen, wie zum Beispiel Teak.

Ja, aber nur vorsichtig. Verwende einen niedrigen Druck und setze den Hochdruckreiniger möglichst nur bei robusten Hölzern wie Teak ein. Lackierte Holzmöbel sollten damit nicht gereinigt werden.

Teakholz gilt als besonders pflegeleicht, da es von Natur aus einen hohen Ölgehalt besitzt und dadurch sehr widerstandsfähig ist.

Ja, möglichst trocken und frostfrei. Vor der Einlagerung sollten die Möbel vollständig trocken sein, um Schimmel und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.


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